ATHENÜber Stunden lieferten sich Randalierer Auseinandersetzungen mit der Polizei. Im Stadtzentrum wurden am Abend mehrere Gebäude in Brand gesteckt, darunter Geschäfte und eine Bankfiliale. Zuvor hatten etwa 200 mit Knüppeln bewaffnete Vermummte versucht, Absperrungen vor dem Parlament zu durchbrechen. Die Vermummten warfen Steine und Feuerwerkskörper auf die Polizei. Dabei wurde ein Beamter verletzt.
Die Gewerkschaften sprachen von insgesamt 200 000 Demonstranten. Ein Polizeisprecher teilte der Nachrichtenagentur dpa mit, etwa 55 000 Demonstranten seien auf die Straße gegangen. Bei den Auseinandersetzungen seien mehrere Polizisten leicht verletzt worden. Zwei von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden, hieß es. Mindestens fünf Demonstranten wurden nach Krankenhausangaben verletzt.
Die Zeit drängt für die Griechen. Die Zustimmung des Parlaments ist Voraussetzung dafür, dass die Euro-Finanzminister am Mittwoch (15.2.) das zweite, 130 Milliarden Euro umfassende Hilfspaket für Griechenland bestätigen. Das Sparpaket sieht unter anderem kräftige Lohnkürzungen im Privatsektor sowie Entlassungen von 150 000 Staatsbediensteten bis 2015 vor. Sollte das zweite Hilfspaket scheitern, droht Griechenland in den kommenden Wochen die Staatspleite.



