BERLINDie Bundeskanzlerin bemühe sich um die finanzielle Rettung Griechenlands, sagte Bouffier. "Deutschland hilft und zur Solidarität gehört auch die Solidität", mahnte er. "Nicht Deutschland hat in Griechenland regiert, sondern sie haben selbst regiert und deshalb müssen sie auch zu den Folgen stehen."
Bouffier bescheinigte Athen aber große politische Anstrengungen für das Sparprogramm. Das griechische Parlament habe eine "riesige Kraftanstrengung" gezeigt. "Ich finde, wir sollten das würdigen, aber das muss weitergehen." Griechenland müsse seine Strukturen ändern und dann eine Perspektive für Wirtschaftswachstum bekommen. Solange Griechenland aber etwa keine geordnete Finanzverwaltung und keine Katasterverwaltung habe, seien Finanzhilfen wie ein Fass ohne Boden.
Die jetzigen sozialen Einschnitte wirkten für Athen beherrschbar im Vergleich zu den Konsequenzen eines ungeordneten Staatsbankrotts. Auf die Frage, ob Griechenland aus der Eurozone austreten solle, sagte Bouffier: "Ausschließen kann man gar nichts."



