HAMBURGAckermann sprach in der Hansestadt bei der Versammlung "Eines Ehrbaren Kaufmanns" (VEEK) vor mehreren hundert Gästen. Die VEEK sieht sich als größte wirtschaftsethische Vereinigung Deutschlands. In der Staatsschuldenkrise trage die Deutsche Bank, aber auch die deutsche Wirtschaft insgesamt, besondere Verantwortung - allerdings nicht etwa, weil "wir als Unternehmen für diese Krise ursächlich gewesen wären", erklärte Ackermann. Vielmehr sei Deutschland eines der wenigen Länder, das überhaupt noch stark genug sei, um zu helfen. "Daneben wären wir aber auch von einem Scheitern der Rettungsbemühungen wohl am stärksten betroffen." Auflösungstendenzen kann sich Europa nach Auffassung des Bankchefs nicht leisten. "Vor allem Deutschland hat mit seiner sehr exportorientierten Wirtschaft größtes Interesse an einem möglichst tief integrierten, politisch und wirtschaftlich starken Europa. Nur ein solches Europa vermag den Wohlstand, den wir erreicht haben, zu sichern", sagte Ackermann. Und nur ein solches Europa wird nach seinen Worten auch in Zukunft selbstbewusst gegenüber anderen großen Akteuren wie den USA oder China auftreten und in der Welt Gestaltungseinfluss ausüben können.
Economy, Business & Finance: Deutsche-Bank-Chef Ackermann lehnt Staatshilfe weiter ab
Quelle: dpa
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