_

Economy, Business & Finance: Hochtief-Tochter Leighton wieder gut im Geschäft - Gewinn und Umsatz steigen

Quelle: dpa

Die australische Hochtief-Tochter Leighton Holdings ist nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2010/11 mit dem ersten Verlust seit 25 Jahren wieder gut im Geschäft. In den sechs Monaten Juli bis Dezember 2011 verdiente die Baufirma 340 Millionen australische Dollar (275 Mio Euro) und damit 57 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Ausblick sei rosig, sagte Leighton-Chef Hamish Tyrwhitt am Montag in Sydney. Gute Bau- und Rohstoffgeschäfte in Asien und Australien beflügelten das Ergebnis. Leighton profitierte zudem von einem Verkauf eines Bergwerks, der die Abschreibungen auf Projekte mehr als ausgeglichen hat.

SYDNEYVor diesen Effekten stieg der Gewinn um rund ein Viertel auf 272 Millionen Dollar. Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet das Unternehmen beim Gewinn vor Sonderposten einen Wert zwischen 600 und 650 Millionen Dollar. Um die Vergleichbarkeit mit der deutschen Mutter zu erleichtern, hat der australische Konzern sein Geschäftsjahr umgestellt. Ab sofort entspricht es dem Kalenderjahr und nicht wie bisher den zwölf Monaten zwischen Juli bis Juni. Die Prognose für das Jahr 2012 entspricht der bisherigen Erwartung für das Geschäftsjahr 2011/2012 (Ende Juni). Leigthon bekräftigte, dass in diesem Zeitraum nach wie vor ein Gewinn vor Sonderposten zwischen 600 und 650 Millionen Dollar erwartet wird.

Anzeige

In den sechs Monaten zwischen Juli und Ende Dezember stieg der Umsatz um 25 Prozent auf 12,2 Milliarden Dollar. Am 31. Dezember lagen Aufträge über 44,6 Milliarden Dollar vor, knapp zwei Drittel davon aus Australien und der Pazifikregion. "Wir nehmen an Ausschreibungen im Umfang von 30 Milliarden Dollar teil - ein Zeichen, dass es keinen Mangel an Geschäftsmöglichkeiten gibt", sagte Tyrwhitt. "Wir haben seit Dezember Aufträge im Wert von 1,7 Milliarden Dollar gewonnen und sind in guter Position, Aufträge im Umfang von weiteren sechs Milliarden Dollar an Land zu ziehen."

Leighton gehört zu 54 Prozent Hochtief, das seit vergangenem Jahr von der spanischen ACS kontrolliert wird. Der Baukonzern war jahrelang Ertragsperle im Hochtief-Konzern, hat aber ein schwieriges Jahr hinter sich, mit dem ersten Verlust im Geschäftsjahr 2010/11 (30. Juni) seit 25 Jahren. Der Aktienwert ging um mehr als ein Drittel zurück. Zum Wochenstart sank der Kurs der Leighton-Aktie erneut deutlich, obwohl die Zahlen im Rahmen der Erwartungen lagen. Für Belastung sorgte das Eingeständnis des Unternehmens, dass es beim Ausbau des Ölfördergeschäfts im Irak zu Korruptionsfällen gekommen sein könnte.

Quelle: dpa
Sie sind hier: 
  1. Startseite