Economy, Business & Finance: ROUNDUP: Drägerwerk plant geringere Dividende auf Jahre - Mitarbeiteraktien

Economy, Business & Finance: ROUNDUP: Drägerwerk plant geringere Dividende auf Jahre - Mitarbeiteraktien

Quelle:dpa

Die Aktionäre des Medizin- und Technikherstellers Drägerwerk müssen sich über Jahre hinweg auf eine deutlich geringere Ausschüttung einstellen. Es werde mindestens zwei bis drei Jahre dauern, bis Drägerwerk wieder eine höhere Dividende ausschütten wird, sagte Finanzchef Gert-Hartwig Lescow am Mittwoch in Hamburg. Bereits mit Vorlage von vorläufigen Zahlen Mitte Februar teilte die im TecDax notierte Gesellschaft mit, trotz eines Gewinnsprungs für 2011 deutlich weniger ausschütten zu wollen. Geplant sind 19 Cent je Vorzugs- und 13 Cent je Stammaktie - ein Euro weniger je Anteilsschein als noch für 2010.

HAMBURGMit dem Geld will Drägerwerk Genussscheine im Wert von bis zu 300 Millionen Euro zurückkaufen, um seine Kapitalstruktur zu verbessern. Die Angebotsfrist für den Rückkauf der insgesamt rund 1,4 Millionen Genussscheine läuft noch bis zum 19. März. Auch bei Andienung aller Genussscheine würde das Unternehmen noch über flüssige Mittel von mehr als 100 Millionen Euro verfügen, sagte Lescow. Mittelfristig soll die Eigenkapitalquote auf 40 Prozent der Bilanzsumme erhöht werden. Bis dieses Ziel erreicht ist, sollen nur 15 Prozent des Jahresgewinns an die Aktionäre gehen. Anschließend plant Drägerwerk, wieder rund 30 Prozent des Überschusses als Dividende auszuschütten. An dem zukünftigen Erfolg des Unternehmens sollen die Beschäftigen stärker beteiligt werden. Neben Sonderzahlungen will Drägerwerk zukünftig auch Belegschaftsaktien an seine Mitarbeiter ausgeben. Bereits im kommenden Jahr werde das Unternehmen Aktien an seine Mitarbeiter ausgeben, sagte Unternehmenschef Stefan Dräger. Auch die Beschäftigten im Ausland sollen von diesem Programm profitieren. Das Unternehmen beschäftigt weltweit knapp 12.000 Mitarbeiter. Das Geschäftsjahr 2011 beendete Drägerwerk nicht zuletzt dank einer guten Inlandsnachfrage mit einem Gewinnsprung. Der Konzerngewinn stieg auf 120,7 Millionen Euro, wie die im TecDax notierte Gesellschaft mitteilte. Dabei übertraf Drägerwerk die Schätzungen der von dpa-AFX befragten Analysten, die im Schnitt von einem Gewinn nach Minderheiten in Höhe von 105 Millionen Euro nach 90,7 Millionen Euro im Vorjahr ausgegangen waren. Neben einem gut laufenden Geschäft in Deutschland profitierte Drägerwerk auch von seinem Sparkurs und geringeren Zinszahlungen. Dräger-Aktien legten bis zum Mittag um knapp ein Prozent zu. Der Auftragseingang kletterte 2011 währungsbereinigt um 7,6 Prozent auf 2,29 Milliarden Euro. Deutlich mehr Aufträge konnte Drägerwerk dabei vor allem in Asien an Land ziehen, aber auch in Deutschland und Russland. Der operative Gewinn (EBIT) erhöhte sich um 10,9 Prozent auf 213,8 Millionen Euro. Die EBIT-Marge betrug 9,5 Prozent, nach 8,9 Prozent im Jahr 2010. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 4,4 Prozent auf knapp 2,3 Milliarden Euro.

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Quelle:  dpa
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