Edzard Overbeek: Kartendienst Here bekommt einen neuen Chef

Edzard Overbeek: Kartendienst Here bekommt einen neuen Chef

, aktualisiert 26. Februar 2016, 14:37 Uhr
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Das Unternehmen hat mit dem Niederländer Edzard Overbeek einen neuen Chef.

von Lukas BayQuelle:Handelsblatt Online

Audi, BMW und Daimler haben einen neuen Chef für den Kartendienst Here gefunden. Das Unternehmen wird künftig von Edzard Overbeek geleitet. Die Personalie ist Ausdruck der neuen Unabhängigkeit.

Der Kartendienst Here hat einen neuen Chef. Der Niederländer Edzard Overbeek soll künftig den Kartendienst leiten, den Audi, BMW und Daimler vor rund drei Monaten gemeinsam übernommen haben. Vorgänger Sean Fernback, der noch von Vorbesitzer Nokia eingesetzt worden war, hatte sich vor wenigen Wochen aus dem Unternehmen zurückgezogen.

Overbeek gilt als ausgewiesener Experte für Cloud-Lösungen und war in den vergangenen Jahren vor allem in Führungspositionen für den US-Telekommunikationsriesen Cisco tätig. Ehemalige Mitarbeiter loben die hohe Expertise, die der 48-Jährige sowohl auf der technischen als auch auf der kaufmännischen Seite mitbringt.

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Bei Cisco entwickelte er Sicherheit und Verarbeitung von gesammelten Daten in der Cloud weiter. Eine ähnliche Aufgabe steht ihm auch bei Here bevor: Der Kartendienst soll Daten sammeln, mit denen die Autokonzerne die Entwicklung des autonomen Autos vorantreiben können. Neben einer Echtzeit-Navigation will das Unternehmen in naher Zukunft auch intelligente Verkehrssysteme und vorausschauende Sicherheitssysteme entwickeln.

Zuletzt war Overbeek noch als strategischer Berater für Cisco tätig, leitete die globale Services-Organisation mit über 12 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr und 15.000 Mitarbeitern. Seine Position als Präsident der Regionen Asien-Pazifik, Japan und China hatte er wegen eines Umbaus des Managements aufgeben müssen. „Wir freuen uns sehr, ihn an Bord zu haben“, erklärten Audi-Chef Rupert Stadler, BMW-Vorstand Klaus Fröhlich und Daimler-Vorstand Thomas Weber unisono.

Die Personalie darf auch als Signal für die Unabhängigkeit von Here von den neuen Besitzern verstanden werden. Dass mit Overbeek nun ein Manager gesucht wurde, der keine Karriere in der Autoindustrie hinter sich hat, ist ein Zeichen für die Zurückhaltung der beteiligten Unternehmen.

„Dass die Wahl auf mich gefallen ist, dieses großartige Unternehmen zu diesem besonderen Zeitpunkt führen zu können, freut mich außerordentlich,” wird Overbeek in einer Pressemitteilung zitiert. Tatsächlich dürfte der neue Chef sich schon bald auf die Suche nach neuen Partnern machen. Das Konsortium von Audi, BMW und Daimler will weitere Autobauer mit an Bord holen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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