Eisenbahngesellschaft Kyushu: Japan plant den größten Börsengang

Eisenbahngesellschaft Kyushu: Japan plant den größten Börsengang

, aktualisiert 15. September 2016, 14:16 Uhr
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Auch der Shinkansen (deutsche für neue Stammstrecke) wird von der japanischen Eisenbahngesellschaft Kyushu Railway betreiben. Der Name Shinkansen ist sowohl der Name des Streckennetzes japanischer Hochgeschwindigkeitszüge als auch der Züge selbst.

Quelle:Handelsblatt Online

Mit den Verkäufen ihrer Unternehmen ermuntert die Regierung die Bürger, mehr von ihren Ersparnissen an der Börse zu investieren. Nun steht in Japan der weltweit zweitgrößte Börsengang auf der Tagesordnung.

Japans Regierung plant den bisher größten Börsengang des Landes: Mit dem Verkauf der Anteile an der Eisenbahngesellschaft Kyushu Railway sollen umgerechnet mindestens 3,4 Milliarden Euro (392 Milliarden Yen) erzielt werden.

Dabei handelt es sich um eine komplette Veräußerung: Die Regierung bietet 160 Millionen Anteile zu einem vorläufigen Preis von 21,33 Euro (2450 Yen) pro Aktie. Das Börsenlisting ist für den 25. Oktober geplant.
Es ist gleichzeitig das weltweit zweitgrößte IPO in diesem Jahr. Nur der Börsengang der chinesischen Postsparkasse in Hongkong mit einem Volumen von umgerechnet 7,2 Milliarden Euro war 2016 größer.

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Die Regierung wird die Preisspanne am 6. Oktober und den Endpreis am 17. Oktober festlegen. Line, Japans populärster Online-Nachrichtendienst, der einen IPO im Juni bekannt gegeben hatte, legte einen Indikativpreis von 2.800 Yen (24, 26 Euro) am Anfang vor. Der spätere Verkaufspreis lag bei 3.300 Yen (33,36 Euro) pro Stück.

„Das wird ein großes Thema sein”, sagt Anleger Senri Sasahara, auch Vorstandsvorsitzender von Innovative Advisor, der das Unternehmen bei Übernahmen und Fusionen berät. „Kyushu ist ziemlich innovativ. Das wird von Anlegern geschätzt.“ Er denkt ebenfalls über den Kauf von Anteilen nach.

Eine Rekordzahl von Touristen in Japan profitiert von Unternehmen wie Kyushu, das neben einfachen Eisenbahnen auch Hochgeschwindigkeitszüge betreibt. Zudem unterhält es Hotels und Restaurants auf der gleichnamigen drittgrößten japanischen Insel. Das Hauptquartier liegt in Fukuoka, rund 890 Kilometer westlich von Tokio.

Mit den Verkäufen ermuntert die Regierung die Bürger, mehr von ihren Ersparnissen an der Börse zu investieren. Seit 1987 wurden Anteile an der Japan Post Holding, der Japan Post Bank und im vergangenen Jahr an der Japan Post Versicherung verkauft.

Quelle:  Handelsblatt Online
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