Ende des Gratis-Kontos?: Konto bei ING-DiBa bleibt kostenlos

Ende des Gratis-Kontos?: Konto bei ING-DiBa bleibt kostenlos

, aktualisiert 24. August 2016, 15:42 Uhr
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Als eine von wenigen Banken zahlt die ING-DiBa derzeit noch Zinsen auf Sparguthaben.

Quelle:Handelsblatt Online

Während die Postbank ein neues Gebührenmodell einführt, hält die deutsche Direktbank ING-DiBa an ihren kostenlosen Girokonten fest. Die geringen Erträge ließen sich nicht mit Gebührenerhöhungen wettmachen.

BonnTrotz der anhaltenden Niedrigzinsen hält die größte deutsche Direktbank ING-DiBa an ihren kostenlosen Girokonten fest. „Derzeit gibt es keine Pläne, sie für Privatkunden abzuschaffen“, sagte der Vizechef der niederländischen Mutter ING, Koos Timmermans, der Nachrichtenagentur Reuters. Bei der Deutschen Postbank müssen mehrere Millionen Kunden ab November Gebühren für ihr Girokonto zahlen.

Der ING-Vorstand sagte, die meisten Geldhäuser legten die niedrigen Zinsen schon auf die eine oder andere Weise auf die Kunden um - sei es über Gebühren oder über Strafzinsen. Auch bei der ING gebe es sie längst für extrem große Einlagen von Firmenkunden, aber auch für Fremdwährungskonten. „Negativzinsen kommen tröpfchenweise“, sagte Timmermans.

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Die deutsche Tochter ING-DiBa, die ohne eigenes Filialnetz auskommt, zahlt als eine von wenigen Banken noch Zinsen auf Sparguthaben: 0,35 Prozent bis 100.000 Euro. Bei Sparkonten habe sie noch Spielraum, die Zinsen zu senken, sagte Timmermans. „Das ist derzeit nicht dringlich. Doch sollte das Niedrigzinsumfeld wirklich lange anhalten, werden Maßnahmen unausweichlich werden.“

Die kleine bayerische Raiffeisenbank Gmund hatte aufhorchen lassen, weil sie von September an von einigen Privatkunden mit großen Summen auf dem Konto einen Strafzins verlangt. Die Banken selbst müssen bereits seit 2014 Zinsen zahlen, wenn sie über Nacht bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld parken. Damit will sie die Banken dazu bewegen, mehr Kredite zu vergeben und weniger Geld zu horten, um die Wirtschaft im Euro-Raum anzukurbeln.

Mit Gebührenerhöhungen lasse sich das Problem aber nicht lösen, meint Timmermans. „Die Gebühren können ein bisschen nach oben gehen, aber man kann die negativen Margen damit nicht vollständig wettmachen.“ Die Banken müssten auch Kosten senken.

Er erwarte deshalb, dass es verstärkt zu Zusammenschlüssen von deutschen Banken kommen wird und viele Geldhäuser ihre Präsenz vor Ort verringern werden - auch weil viele Kunden ihre alltäglichen Bankgeschäfte online abwickeln.

Quelle:  Handelsblatt Online
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