Arbeitsmarkt: Jobchancen der Zukunft

Arbeitsmarkt: Jobchancen der Zukunft

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Bis 2030 gibt es 800 000 weniger Erberstätige in der Industrie

Wie wir in Zukunft arbeiten werden: Wirtschaftsforscher von Prognos haben untersucht, welche Wirtschaftssektoren und Branchen in den nächsten beiden Jahrzehnten die besten Jobchancen bieten und welche Qualifikationen und Fachrichtungen gefragt sind. Die wichtigsten Ergebnisse.

Lea ist erst fünf, doch wenn sie groß ist, das weiß sie bereits jetzt, will sie irgendetwas mit Tieren machen. Ihr neunjähriger Bruder Moritz hat da schon präzisere Vorstellungen: Zuerst will er als Profifußballer Geld verdienen, dann Schriftsteller werden.

Wenn Kai Gramke von den beruflichen Träumen seiner beiden Kinder erzählt, spricht der Stolz aus ihm. Dass seine aufgeweckten Kinder mit Freude bei der Sache sind und sich spielerisch der Zukunft nähern, ist ihm wichtig. Die beruf-lichen Vorstellungen seiner Kinder in eine bestimmte Richtung zu lenken liegt ihm fern.

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Dabei befasst sich Gramke schon von Berufs wegen mit der Frage, welche Jobs in zwei Jahrzehnten Chancen haben, wenn seine Kinder ins Berufsleben starten. Kai Gramke ist Arbeitsmarktexperte beim Baseler Prognos Institut und gehört zu den wenigen Zukunftsforschern in Deutschland, die sich mit den langfristigen Trends auf dem Arbeitsmarkt befassen.

Nur an einem Punkt überlässt Papa Gramke seine Kinder nicht dem spielerischen Selbstlauf, sondern achtet darauf, ihre Fähigkeiten schon jetzt zu fördern: Im exportorientierten Deutschland sei Sprachkompetenz das Wichtigste, um international tätig sein zu können. Fremdsprachen lernen seine Kinder während der Ferien bei Verwandten in den USA, Großbritannien und Frankreich.

Würden ihn seine Kinder aber in einigen Jahren fragen, was sie studieren sollten, um später die besten Jobchancen zu haben, hätte er eine Antwort parat: Ingenieurwissenschaften. In Kombination mit Sprachkompetenz sei das unschlagbar: „Hier besteht der größte Bedarf.“

Personal wird knapp

Kai Gramke hat mit seinem Prognos-Team eine umfangreiche Studie über die deutsche Arbeitslandschaft im Jahr 2030 erarbeitet. Die Untersuchung ist die bislang umfassendste Studie zu dem Thema. Sie gibt Auskunft darüber, wie wir in Zukunft arbeiten, welche Sektoren und Branchen Arbeitsplätze abbauen und welche neue schaffen, welche Qualifikationen und Berufe überflüssig und welche gefragt werden.

Methodisch hat Gramke mit seinem Team dazu den Strukturwandel der Wirtschaft als Nachfrager von Arbeitskräften im Zusammenhang mit der Entwicklung der Bevölkerung als Anbieter von Arbeitskraft analysiert.

Die Veränderungen der Angebots- und Nachfrageseite bewirken grundlegende Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt. Das wichtigste Ergebnis: „In der Arbeitsmarktpolitik steht künftig nicht mehr die Aufgabe im Vordergrund, denen zu helfen, die Arbeit suchen“, sagt Forscher Gramke. „Die Frage lautet nun: Wie kriegen die Unternehmen das qualifizierte Personal für ihre Arbeitsplätze, das sie für ihre Expansion brauchen.“

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