500 Berufe im Check: Wie viel Geld Sie jetzt verlangen können

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500 Berufe im Check: Wie viel Geld Sie jetzt verlangen können

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"Ich wusste, wie viel ich verdienen konnte. Deshalb finde ich mein Gehalt angemessen" - Cora Schmidt, 24, Trainee bei Telefónica - 45.000 Euro Jahresgehalt

von Daniel Rettig

Viele Arbeitnehmer dürfen auch in diesem Jahr mit mehr Einkommen rechnen, besonders Ingenieure profitieren sehr. Wie viel können Absolventen im Bewerbungsgespräch fordern? Winkt Fachkräften mehr Einkommen? Dürfen Führungskräfte mit einem kräftigen Aufschlag rechnen? Antworten gibt der große Gehaltstest der WirtschaftsWoche und der Vergütungsberatung Personalmarkt. Die Einkommen von knapp 500 Berufen und Positionen im Vergleich.

Cora Schmidt weiß, was sie will – und wie sie es bekommt. Die 24-Jährige studierte von 2008 bis 2011 Betriebswirtschaftslehre in Hamburg. Nach dem Bachelorabschluss hätte sie sich um eine feste Stelle bewerben können, doch sie wollte mehr. Also hängte sie noch einen Master in International Business in der schottischen Hauptstadt Edinburgh dran. Das lohnte sich gleich doppelt. Schmidt verdient mit dem Abschluss nicht nur mehr als Bachelorabsolventen. In Edinburgh stieß sie auch auf ihren heutigen Arbeitgeber.

Schmidt wusste bis dahin nur, dass sie nach dem Studium in einer jungen, innovativen Branche arbeiten wollte. Eines Tages sah sie auf der Homepage der Uni Edinburgh eine Anzeige von Telefónica. Zwar kannte sie den spanischen Telekommunikationskonzern, doch bislang hatte sie ihn nicht als Arbeitgeber in Erwägung gezogen. Das änderte sich wenig später.

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Sie führte ein erstes Telefonat, auch ihre Bewerbungsunterlagen stellte sie noch in Edinburgh fertig. Im März 2012 ging sie zum Assessment Center und bekam wenig später die Zusage. Seit vergangenem September ist Schmidt Trainee bei Telefónica in München – und rundum zufrieden, auch mit ihrem Gehalt. Das Unternehmen zahlt seinen Trainees ein Einkommen von 45.000 Euro: „Das finde ich angemessen“, sagt Schmidt.

Öffentliche Kritik an maßlosen Managergehältern

Vielen Menschen geht es derzeit anders. Geld ist traditionell ein emotionales Thema. Doch in den vergangenen Wochen bekam es zusätzliche Brisanz, vor allem durch die öffentliche Debatte um Volkswagen-Chef Martin Winterkorn und sein 20-Millionen-Euro-Salär. Immerhin: Er verzichtete letztendlich auf etwa sechs Millionen Euro. Der Rückversicherer Munich Re passte die Bezahlung der Führungsetage an, die Deutsche Bank will ihre Vergütungsstrukturen ebenfalls überprüfen. Zuvor war herausgekommen, dass das Geldhaus einem ehemaligen Händler im Jahr 2009 80 Millionen Euro Bonus genehmigt hatte. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte die „maßlosen“ Managergehälter. Die Schweizer votierten in einem Volksentscheid dafür, Abfindungen von Managern künftig gesetzlich zu begrenzen. Und die EU-Kommission arbeitet daran, Banker-Boni zu deckeln.

Auch in den deutschen Tarifverhandlungen wird um Geld gefeilscht. Nach Angaben des gewerkschaftsnahes Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts enden in 2013 die Lohn- und Gehaltstarifverträge von etwa 12,5 Millionen Beschäftigten, die Arbeitnehmervertreter haben sich bereits positioniert.

Personalmarkt Gehaltsanalyse

Die IG Metall fordert für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie 5,5 Prozent mehr Lohn, die IG Bau verlangt 6,6 Prozent Steigerung.

So unterschiedlich die Fälle auch sind, sie hinterlassen Wirkung.

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