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Angst vor Burnout: Finanzkrise hinterlässt Spuren bei Mitarbeitern

Ein Großteil der Arbeitnehmer spürt den Leistungsdruck am Arbeitsplatz. Mehr als die Hälfte gibt an, seit Anfang 2012 mehr an Stress zu leiden. Ein Drittel möchte deshalb in den nächsten zwölf Monaten den Arbeitsplatz wechseln.

Psychische Erkrankungen gelten als häufigste Ursache für Frühverrentungen. Quelle: dpa
Psychische Erkrankungen gelten als häufigste Ursache für Frühverrentungen. Quelle: dpa

Die Finanzkrise hinterlässt ihre Spuren bei den deutschen Angestellten: 82 Prozent der Arbeitnehmer fühlt sich ausgebrannt, 53 Prozent geben an, dass sie seit Beginn des Jahres mehr an Stress zu leiden haben. Das ergab eine Umfrage von Consumer Analysis Limited, die das Jobportal Careerbuilder in Auftrag gegeben hat. 450 Personen zwischen 18 und 70 Jahren nahmen an der Studie teil.

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Bild: Fotolia.com

51 Prozent der Arbeitnehmer gab zudem an, dass die Arbeitsbelastung seit Anfang des Jahres 2012 gewachsen sei. Der Grund: „Auf Grund der wirtschaftlichen Herausforderungen in Europa versuchen Unternehmen vielfach, ihr Produktivitätsniveau von vor der Rezession mit weniger Mitarbeitern aufrechtzuerhalten“, sagte Tony Roy, Geschäftsführer von Careerbuilder EMEA. Mehr mit weniger erreichen – das beeinflusst die Moral der Angestellten am Arbeitsplatz wohl negativ.

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So viel Stress und Arbeitsdruck kann sich auch zum Nachteil der Unternehmen selbst auswirken, wie die Studie offenbart. Denn 30 Prozent der Mitarbeiter halten es für wahrscheinlich, in den kommenden 12 Monaten den Arbeitsplatz zu wechseln. 38 Prozent der Angestellten sieht sich bei ihrer derzeitigen Tätigkeit gar als überqualifiziert.

Droht den Unternehmen nun ein großer Arbeitnehmerverlust? Eher unwahrscheinlich. Schließlich fühlen sich 86 Prozent der deutschen Arbeitnehmer nach Angaben der Studie ihren Arbeitgebern verbunden.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 25.07.2012, 22:39 UhrWegweiser

    Auch dies ist eine Folge der Einführung unserer Gemeinschaftswährung. Die fehlenden Aufwertungsgewinne als volkswirtschaftliche Sozial- und Wohlfahrtsdividende (siehe nationale Leistungsbilanzsalden im Europool EZB, ein deutscher Euro gleich einem griechischen Euro usw.).

    Darunter haben insbesondere die Realentgeltfindungsentwicklungen, die kommunalen Finanzen und auch die restriktive Durchführung der Lohnstückkostenanpassungsmaßnahmen à la Agenda 2010 und H 4 beigetragen. Wir haben ja so profitiert vom Euro, so müssen wir diesen alternativlos retten, koste es was es wolle.

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