Arbeit: Wie Überstunden geregelt sind

Arbeit: Wie Überstunden geregelt sind

Wer mehr arbeitet, als im Vertrag geregelt, macht Überstunden. Von vielen werden sie erwartet, mancher Arbeitnehmer spart sie an, um den Urlaub zu verlängern. Aber wie sieht es rechtlich aus? Darf jeder Überstunden machen und muss derjenige, der nicht will, trotzdem länger arbeiten?

In vielen Bereichen sind sie Gewohnheit geworden: Überstunden und Mehrarbeit. So manche Akten und Unterlagen werden abends mit nach Hause genommen oder übers Wochenende noch bearbeitet. Bei leitenden Angestellten wird der zeitliche Mehreinsatz erwartet, schließlich ist die Vergütung ja auch höher. In Verträgen dieser Angestellten steht häufig, dass Mehrarbeit mit dem vereinbarten Monatsgehalt bereits abgegolten ist.

Doch können Überstunden generell einfach so vom Arbeitgeber angeordnet werden? Nein, einfach so bestimmt nicht, denn Arbeitgeber müssen Angestellte über ihre Pflicht zur Leistung von Überstunden schriftlich hinweisen, das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden. So muss ein entsprechender Hinweis im Tarif- oder Arbeitsvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung festgehalten sein.

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Geld oder Freizeitausgleich

In der Regel sind Überstunden zu vergüten oder durch Freizeitausgleich zu verrechnen. Allerdings trifft dies nur dann zu, wenn der Arbeitgeber die Überstunden zuvor angeordnet oder zumindest gebilligt hat.

Handeln Arbeitnehmer eigenmächtig und verlängern ihre Bürozeiten, kann es sein, dass es nichts gibt.

Doch Realität und Gesetzgebung klaffen weit auseinander. Gesetzlich festgelegt ist eine Höchstarbeitszeit von acht Stunden pro Tag. Ein Unternehmen kann diese Höchstgrenze aber auch auf zehn Stunden ausweiten. Im Gegenzug muss der Angestellte die Gelegenheit zum Abbau der Überstunden innerhalb von sechs Monaten haben.

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