Arbeitgeberranking: Das sind die beliebtesten Arbeitgeber von Naturwissenschaftlern und Informatikern

Arbeitgeberranking: Das sind die beliebtesten Arbeitgeber von Naturwissenschaftlern und Informatikern

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In der Flotte des Carsharing-Projekts sind die meisten Audi-Modelle verfügbar.

von Kristin Schmidt

Seinen Arbeitgeber lernte er im Windkanal kennen - bei einer Exkursion mit Kommilitonen. Ein paar Stunden nur dauerte der Ausflug auf dem Werksgelände von Audi für Martin Brennberger - aber der Physikstudent kam wieder.

Schrieb erst seine Diplom- und dann die Doktorarbeit über die dröhnenden Geräusche, die Schiebedächer und Spalte bei bestimmten Geschwindigkeiten verursachen. Acht Jahre arbeitete er am Windkanal und betreute auch andere naturwissenschaftliche Doktoranden. 2011 übernahm er als Konzeptleiter die technische Verantwortung für die Modelle der D-Reihe vom Projektstart bis zum Konzeptentscheid, der Übergabe des Projekts an die Serienentwicklung. „Als Physiker decke ich ein sehr breites Spektrum ab, hinterfrage die Dinge im Detail und kann mich schnell und intensiv in neue Gebiete einarbeiten. Bei Audi kann ich Projekte schnell umsetzen. Das liegt mir. In der Wissenschaft dauert es dagegen manchmal über 20 Jahre, bis man Ergebnisse wirklich erleben kann", sagt der 37-Jährige. „Es gefällt, mir, dass ich mich auf meinen Job konzentrieren kann und weiß, dass ich im Unternehmen eine sichere Zukunft habe." Rückversicherungsstrategie nennen Generationenforscher wie Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance diesen Wunsch, die scheinbar unvereinbaren Gegensätze aus absoluter Selbstbestimmtheit und Arbeitsplatzgarantie zu verbinden. So wie Physiker Brennberger denken inzwischen viele Naturwissenschaftler und studierte Informatiker - und ziehen einen Job bei einer Behörde oder einer staatlichen Forschungseinrichtung einer Tätigkeit in der Wirtschaft vor.

IT

Employer

2014

 

2013

Difference 14-13

Percent

Rank

 

Percent

Rank

Google

30,03%

1

0

19,93%

1

0

Audi

14,85%

2

1

14,70%

3

1

BMW Group

13,99%

3

1

13,68%

4

1

Microsoft

12,63%

4

1

12,50%

5

1

Porsche

12,12%

5

4

7,94%

9

4

Siemens

9,56%

6

1

10,14%

7

1

IBM Deutschland

8,36%

7

-1

11,82%

6

-1

Amazon

8,19%

8

0

8,45%

8

0

SAP

7,85%

9

-7

15,37%

2

-7

Daimler/Mercedes-Benz

7,51%

10

2

6,42%

12

2

Volkswagen

5,63%

11

-1

7,43%

10

-1

Bundesnachrichtendienst

4,95%

12

10

3,72%

22

10

Intel

4,95%

12

6

4,39%

18

6

eBay

3,92%

14

-

-

-

-

Electronic Arts

3,75%

15

-

-

-

-

Deutsche Lufthansa

3,58%

16

-1

4,56%

15

-1

Deutsche Telekom

3,41%

17

5

3,72%

22

5

BASF

3,24%

18

0

4,39%

18

0

Fraunhofer-Gesellschaft

3,24%

18

0

4,39%

18

0

Sony Deutschland

3,07%

20

2

3,72%

22

2

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Zu diesem Schluss kommt auch die jüngste Arbeitgeberstudie des Beratungsunternehmens Universum, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt:  Das Beratungsunternehmen fragte 4760 junge Berufstätige unter 40 Jahren mit bis zu acht Jahren Berufserfahrung nach ihren Karrierezielen und ihrem bevorzugten Arbeitgeber. Das Ergebnis: Der Autobauer aus Ingolstadt ist nicht nur wie in den letzten Jahren üblich bei Ingenieuren, Ökonomen und Informatikern beliebtester Arbeitgeber. Selbst bei den so sicherheitsbewussten Naturwissenschaftlern hat Audi 14 Plätze aufgeholt und liegt nun auf Platz 16. Unter den direkten Konkurrenten schnitt nur BMW mit einem Sprung um 13 Plätze auf Rang 9 noch besser ab. Da hatten selbst traditionell hoch bewertete Arbeitgeber wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR), der BND oder Pharmakonzern Sanofi das Nachsehen.

Natural Sciences

Employer

2014

 

2013

Difference 14-13

Percent

Rank

 

Percent

Rank

Max-Planck-Gesellschaft

14,55%

1

0

20,83%

1

0

Bayer

14,14%

2

1

12,89%

3

1

Fraunhofer-Gesellschaft

12,09%

3

-1

16,86%

2

-1

BASF

11,48%

4

2

9,75%

6

2

Boehringer Ingelheim Pharma

9,02%

5

-1

10,58%

4

-1

Merck

9,02%

5

3

8,10%

8

3

Novartis Pharma

8,81%

7

-2

10,41%

5

-2

Roche

8,40%

8

-1

8,26%

7

-1

BMW Group

7,58%

9

13

3,97%

22

13

Google

5,94%

10

2

5,12%

12

2

Fresenius Group

5,74%

11

12

3,80%

23

12

DLR (Zentrum für Luft- & Raumfahrt)

5,53%

12

-3

6,94%

9

-3

Beiersdorf

5,12%

13

4

4,79%

17

4

Nestlé Deutschland

5,12%

13

5

4,63%

18

5

Siemens

5,12%

13

5

4,63%

18

5

Audi

4,51%

16

14

3,31%

30

14

Bundesnachrichtendienst

4,51%

16

20

2,64%

36

20

Johnson & Johnson

4,51%

16

17

3,14%

33

17

Sanofi

4,51%

16

-4

5,12%

12

-4

Unilever

4,51%

16

19

2,81%

35

19

Was nicht nur daran liegt, dass etwa die Volkswagen-Tochter stark wächst, sondern das auch nach außen trägt: 3000 Mitarbeiter hat Audi allein in diesem Jahr eingestellt  und mit den beiden deutschen Standorten Ingolstadt und Neckarsulm eine Beschäftigungssicherung für die kommenden vier Jahre vereinbart. Diese Kombination aus Stabilität, Wachstum und intellektueller Herausforderung kommt an: „Die Unternehmen, die in unserem Ranking ganz vorn liegen, haben verstanden, dass eine Arbeitgebermarke konsequent aufgebaut werden muss", sagt Universum-Deutschland-Chef Stefan Lake. "Unternehmen sollten nicht nur über ihre Produkte und Dienstleistungen informieren. Auch die weniger greifbaren Faktoren, die die Unternehmenskultur und den Alltag im Unternehmen ausmachen, müssen authentisch erzählt werden. Mit Lohn und Status sind die jungen Leute nicht mehr abzuspeisen. Sie sind durchaus karriereorientiert, aber die Karriere muss zu ihrem Lebensentwurf passen.“

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