Arbeitsbedingungen: Wanka will Ausbeutung von Wissenschaftlern stoppen

Arbeitsbedingungen: Wanka will Ausbeutung von Wissenschaftlern stoppen

Der Bund will gegen die miserablen Arbeitsbedingungen von jungen Forschern vorgehen. Daueraufgaben sollen nicht mehr über Zeitverträge geregelt werden. Die Finanzierung wird allerdings weiter von den Ländern abhängen.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka will gegen die schlechten Arbeitsbedingungen vieler Nachwuchswissenschaftler vorgehen. Die Möglichkeit, Forschern befristete Verträge zu geben, werde „teilweise ausgenutzt“, sagte die CDU-Politikerin der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). „Es ist indiskutabel, dass mehr als die Hälfte der Wissenschaftler bei ihrem ersten Vertrag kürzer als ein Jahr beschäftigt werden.“ Bei Doktorarbeiten müsse sich die Vertragsdauer daran orientieren, wie viel Zeit für eine Promotion normalerweise nötig sei. „Das wird selten unter drei Jahren gehen.“ Die Ministerin kündigte an, das Wissenschaftszeitvertragsgesetz zu überarbeiten

Die Bildungsgewerkschaft GEW hatte in der vergangenen Woche Alarm geschlagen. Ihr stellvertretender Vorsitzender Andreas Keller geht davon aus, dass unterhalb der Professoren-Ebene 90 Prozent der Angestellten nur befristete Verträge haben. Dabei habe mehr als die Hälfte der Zeitverträge eine Laufzeit von unter einem Jahr.

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Ausbildungsförderung Wanka verteidigt Bafög-Erhöhung zum Herbst 2016

Zum Herbst 2016 sollen Studenten und Schüler mehr Bafög bekommen. Das sei viel zu spät, kritisiert die Opposition im Bundestag. Die Koalition spielt den Ball an die Bundesländer weiter.

Bereits ab Januar 2015 will der Bund den bisherigen Länder-Anteil an den Bafög-Kosten übernehmen. Quelle: dpa

Allerdings lehnt es Wanka ab, Hochschulen in Finanznot direkt zu helfen und verweist auf die Verantwortung der Länder für die Hochschulen. Durch die jüngste Bafög-Reform hätten die Länder neuen finanziellen Spielraum von insgesamt 1,17 Milliarden Euro pro Jahr. Den bisherigen Länderanteil von 25 Prozent des Bafög übernimmt seit diesem Jahr die Bundesregierung. "Die Länder hätten durch die Bafög-Entlastung die Möglichkeit, mehr als 10.000 neue Stellen zu schaffen", so Wanka.

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