Bild: APDie fünf Geschäftsreise-Typen:
1. Der Veteran
Die langjährige Erfahrung macht Veteranen zu alten Hasen bei Geschäftsreisen. Mit 33 Prozent stellen sie die größte Gruppe. Sie genießen es, beruflich unterwegs zu sein und sind sich der Wichtigkeit von persönlichen Meetings bewusst. Wichtig ist ihnen eine angenehme und sichere Reise, während der sie mit ihrer Familie und ihrer Firma in Verbindung bleiben wollen. Sie kennen die Probleme, die sich auf Reisen ergeben können und planen sie deshalb bis ins Detail. Dabei nutzen sie gerne neue, praktische Technologien.
Bild: gms2. Der Reisemüde
Die mit 25 Prozent zweite große Gruppe sind die Reisemüden. Sie sind zwar häufig unterwegs - meist mit dem Auto - versuchen aber die Anzahl ihrer Geschäftsreisen zu reduzieren. Ihre Reisen machen sie sich so angenehm wie möglich und informieren sich über Sehenswürdigkeiten und neue Restaurants an ihren Zielorten. Sie reisen meist mit wenig Gepäck und sind gerne möglichst flexibel. Der Einsatz neuester Navigationssysteme und Entertainmenttechnologien könnte die Herzen dieser Gruppe höherschlagen lassen und ihnen die Reisezeit vereinfachen.

3. Der Unentspannte
Die Gruppe der Unentspannten ist eigentlich gerne unterwegs, ihr fehlt aber die nötige Erfahrung für entspanntes Reisen. Daher hat diese mit 21 Prozent relativ große Gruppe der Geschäftsreisenden manchmal Probleme, sich in unbekannten Städten zurechtzufinden. Sie sehen Reisen als Herausforderung, die sie sich durch engen Kontakt zur Familie und ein persönlich gestaltetes Freizeitprogramm in der fremden Stadt möglichst angenehm gestalten.

4. Der High-Tech-Traveller
Diese mit 14 Prozent eher kleinere Gruppe hat das Reisen komplett in ihr Leben integriert und fühlt sich an jedem Ort heimisch. Die High-Tech-Traveller lieben es, für ihre Firma unterwegs zu sein. Auf ihren Geschäftsreisen nutzen sie mehr Technologie als alle anderen Reisetypen. Die Technik hilft Ihnen dabei, produktiver zu arbeiten und auch den einen oder anderen Businesstrip überflüssig zu machen. Außerdem ist es ihnen wichtig, während des Aufenthalts mit ihrer Familie - vor allem über das Internet - in Kontakt zu bleiben.

5. Das Greenhorn
Greenhorns sind die Neulinge in der Zunft der Geschäftsreisen: Diese mit 7 Prozent kleinste Gruppe steht meist am Anfang der Karriere. Sie sind noch unerfahren in der Planung von Geschäftsreisen, aber sehr enthusiastisch und erkunden gerne neue Ziele. Dabei lassen sie gerne ihre Freunde zu Hause über soziale Netzwerke teilhaben. Außerdem ist es ihnen sehr wichtig, vor Ort neue Kontakte zu knüpfen. Sie sind meist mit dem Flugzeug unterwegs, sind sich aber der Auswirkungen auf das Klima sehr bewusst und versuchen, die CO2-Emissionen so gering wie möglich zu halten.
Die fünf Geschäftsreise-Typen:
1. Der Veteran
Die langjährige Erfahrung macht Veteranen zu alten Hasen bei Geschäftsreisen. Mit 33 Prozent stellen sie die größte Gruppe. Sie genießen es, beruflich unterwegs zu sein und sind sich der Wichtigkeit von persönlichen Meetings bewusst. Wichtig ist ihnen eine angenehme und sichere Reise, während der sie mit ihrer Familie und ihrer Firma in Verbindung bleiben wollen. Sie kennen die Probleme, die sich auf Reisen ergeben können und planen sie deshalb bis ins Detail. Dabei nutzen sie gerne neue, praktische Technologien.
Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einer Dienstreise im Zug. Stellen Sie sich vor, Sie tun dabei etwas Unerhörtes: Sie lassen den Laptop in der Tasche und schalten das Handy aus. Sie schauen stattdessen einfach aus dem Fenster, lassen die Dörfer, Wiesen und Wälder an sich vorbeirauschen. Vielleicht haben Sie eine schöne Melodie im Ohr - "Ride this train" von Johnny Cash bietet sich zum Beispiel an. Und dann lassen Sie die Gedanken schweifen, träumen Sie einfach so vor sich hin.
Wer so etwas Unerhörtes tut, muss sich in den Großraumabteilen der Deutschen Bahn wie ein aus der Zeit gefallener Sonderling fühlen. Denn kaum jemand schaut da einfach nur aus dem Fenster. Wer heutzutage auf Dienstreise ist, der nutzt die Zeit im Zug oder im Flugzeug für scheinbar Sinnvolleres als abschweifende Gedanken und Träumereien. Der schlägt die Klappe seines Laptops auf und lässt statt Dörfern, Wiesen und Wäldern die Zahlenreihen von Excel-Tabellen an sich vorbeirauschen. Oder er studiert zumindest die übers Smartphone einlaufenden E-Mails. Es könnte ja sein, dass man was verpasst. Und der Chef soll nicht glauben, dass man sich nicht auch unterwegs für die Firma abrackert.
Es gab eine Zeit, und die ist noch gar nicht solange her, da konnte man unterwegs nichts verpassen. Es gab eine Zeit, da waren Zugfahrten, ob dienstlich oder nicht, "Dehnungsfugen im Alltag", wie Psychologe Stephan Grünewald sagt. Das war die Zeiten, als Waggons noch in Abteile mit sechs Sitzen aufgeteilt waren. Die Zeiten, als die sich gegenüber sitzenden Insassen eines solchen Abteils manchmal sogar ins Gespräch miteinander kamen, Reisegenossen wurden.
Tragbare Computer und die Ausstattung der Reisemittel Auto, Zug und Flugzeug mit Steckdosen und Internetzugang haben die Entgrenzung der Arbeitsplätze und -zeiten möglich gemacht. Man steigt in den Zug, und da man dort arbeiten kann, tut man es auch. Laptop-Klappe auf, Schalter an. Nur ja keine Zeit mit Muße verschwenden.
Karl-Heinz Geißler ist Zeitforscher und Zeitberater. Er ist überzeugt, dass der alltägliche Weg zur Arbeit und von ihr weg eine zentrale Funktion hat. Nämlich die Funktion, den Übergang zwischen Privatheit und Öffentlichkeit zu gestalten. "Der Mensch ist ein Übergangswesen, das nicht mit einem Kippschalter umschalten kann von Arbeit zu Freizeit", sagt Geißler. Das Ein-Aus-Prinzip der neuen Medien - ich schalte den Rechner ein und los geht’s – passt nicht zu uns, weil Anfangen und Beenden längere Prozesse sind. "Wenn man sich keine Zeit für diese Übergänge nimmt, dann leidet die Produktivität, das ist empirisch erwiesen. Man kann dann nicht seine ganze Energie reinstecken, weil andere Dinge noch nachhängen", sagt Geißler. Das gilt genauso für den Anfang wie für das Ende des Arbeitens: "Wenn Sie direkt aus dem Büro gehetzt ins Konzert rennen, können Sie erst ab dem zweiten Satz richtig zuhören."
Die fünf Großstädte mit dem höchsten Anteil an Pendlern
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