Arbeitsmarkt: Mini-Jobs auf dem Rückzug

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Arbeitsmarkt: Mini-Jobs auf dem Rückzug

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Die Zahl der Mini-Jobs in Deutschland geht zurück.

Weniger Mini-Jobs und Leiharbeit, dafür mehr reguläre Arbeitsplätze: Durch die robuste Konjunktur hat die Zahl sogenannter atypischer Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland 2012 abgenommen.

Die Zahl der atypisch Beschäftigten nahm um 146.000 auf 7,89 Millionen ab, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Dazu werden befristet Beschäftigte, Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Wochenstunden, geringfügig Beschäftigte und Zeitarbeiter gezählt. Forscher halten das Niveau aber immer noch für sehr hoch und erwarten vorerst auch keine kräftigen Rückgänge.

Stärkere Rückgänge hat es nach der Wiedervereinigung nur 1992 und 2009 gegeben. In diesen beiden Jahren sank aber auch die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt, während sie diesmal zunahm. Bei den normalen Arbeitsverhältnissen setzte sich der 2006 begonnene Aufwärtstrend fort. Ihre Zahl erhöhte sich im vergangenen Jahr um 504.000 auf 24,2 Millionen.

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In Deutschland halten sich so viele Menschen wie noch nie mit einem Zweitjob über Wasser. Diese 450-Euro-Jobs sind in der Regel steuerfrei. Dabei kann sich Steuern zahlen für Geringfügig Beschäftigte lohnen.

Die Zahl der Minijobber in Deutschland ist so hoch wie noch nie. Quelle: dpa

"Für Unternehmen ist es mittlerweile schwieriger als noch vor zehn Jahren, Personal zu finden", begründete der Experte des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Enzo Weber, diese Entwicklung. "Damit verbessern sich die Chancen für die Arbeitnehmer auf reguläre statt atypische Jobs."

So würden befristet Beschäftigte zum Beispiel häufiger übernommen. Allerdings ging die atypische Beschäftigung insgesamt nur leicht zurück. Ihr Anteil an allen Erwerbstätigen sank von 22,4 auf 21,8 Prozent, liegt aber noch nahe dem 2007 erreichten Rekord von 22,6 Prozent. "Entwarnung kann deshalb noch nicht gegeben werden", sagte der Professor.

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Er geht zwar nicht davon aus, dass Mini-Jobs und Leiharbeit in den kommenden Jahren wieder zulegen. "Starke Rückgänge zeichnen sich aber noch nicht ab", sagte Weber. "Die starke Zuwanderung und die höhere Erwerbsbeteiligung sowohl von Frauen wie auch von Älteren sorgen dafür, dass dem Arbeitsmarkt im Moment jedes Jahr mehr Menschen zur Verfügung stehen."

Von der Zunahme der regulären Jobs entfielen 116.000 auf Teilzeitbeschäftigte mit mehr als 20 Stunden Wochenarbeitszeit - ein Plus von 4,4 Prozent. Die Beschäftigung in Vollzeit legte um 1,8 Prozent oder 388.000 zu.

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