Arbeitsplatz: Arbeit kann auch außerhalb des Silicon Valley Spaß machen

GastbeitragArbeitsplatz: Arbeit kann auch außerhalb des Silicon Valley Spaß machen

Home-Office, Gratis-Frühstück und gemeinsame Urlaubsreisen - sogenannte "Company Retreats" zahlen sich aus. Und zwar sowohl für Unternehmen als auch für die Mitarbeiter.

Gemeinsame Reisen und Ausflüge, Kochsessions und “Bier-Tests” - was sich nach Feierabend im Freundeskreis anhört, ist beim Berliner Unternehmen adjust fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Das App-Marketing und -Analyse-Unternehmen ist mit 14 Standorten fast überall auf der Welt vertreten und arbeitet unter anderem mit Uber, Spotify oder Xing zusammen. Deren Arbeitsweise färbt ab - auch auf den Berliner Standort. 

Deshalb verbringt die komplette Belegschaft eine gemeinsame Urlaubswoche im Jahr miteinander - vom Ostseetrip bis nach Thailand. Allerdings geht es nicht darum, eine Woche gemeinsam am Strand zu liegen, sondern das Gefühl von Gemeinschaft zu stärken. Darüber hinaus wird die Zeit dafür genutzt, das vergangene Geschäftsjahr zu reflektieren und neue Ziele für das kommende zu definieren. Trotzdem stehen am Ende die nackten Zahlen: Pro Jahr und Mitarbeiter fallen für den sogenannten Company-Retreat etwa 2000 bis 3000 Euro an.

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Die Kosten: Hotel statt Headhunter

Das mag viel erscheinen, doch dafür beträgt die jährliche Fluktuationsrate nur 3,7 Prozent. Die Kosten für Hotel und Flug stehen also gegenüber den Ausgaben, die bei höherer Fluktuation für das Recruiting anfallen würde. Da das bei high-profile Kandidaten auf globaler Ebene in der Regel von Headhuntern übernommen wird, bewegen sich Kosten für Fachkraftrecruiting schnell im mittleren, fünfstelligen Bereich pro Mitarbeiter. Hinzu kommen Kosten, die beim Einarbeiten der Mitarbeiter anfallen. Erfahrungen haben gezeigt, dass Mitarbeiter sich erst nach sechs bis neun Monaten aus betriebswirtschaftlicher Sicht für das Unternehmen rechnen und alle Prozesse beherrschen.

Zur Person

  • Christian Henschel

    Christian Henschel ist der CEO und Co-Founder von adjust. Henschel ist seit mehr als 12 Jahren im digitalen Bereich für große Medienunternehmen tätig. Zuvor studierte Henschel an der Europa-Universität Viadrina und der Bergakademie Freiberg Betriebswirtschaft sowie Kommunikation am Institut für Marketing und Kommunikation in Berlin.

Positiver Effekt dabei: Es bildet sich ein soziales Gefüge

Abgesehen von den reinen Kosten, wirken sich die sozialen Effekte, die durch Retreats entstehen, positiv auf das Unternehmen aus. Das Arbeitsklima hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie Mitarbeiter sich in ihrem Job engagieren. Eine lockere und familiäre Arbeitsatmosphäre fördert die Zufriedenheit der Mitarbeiter.

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Dieser Aspekt spielt bereits beim Recruiting eine wichtige Rolle: Hier steht die menschliche Qualität des Kandidaten oder der Kandidatin im Vordergrund. Entsprechend sollten auch die Kollegen mitentscheiden dürfen. Schließlich müssen sie mit dem neuen die komplette Woche zusammenarbeiten.

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