Arbeitsplatz: Männer sind zufriedener als Frauen

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Arbeitsplatz: Männer sind zufriedener als Frauen

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Der aktuelle Arbeitsklima-Index zeigt, dass vor allem die ältere Generation zufrieden in ihrem Job ist

von Kristin Schmidt

Wichtiger als das Gehalt ist den meisten Arbeitnehmern ein angenehmes Arbeitsklima. Die Angst vor dem Jobverlust nimmt trotz der Eurokrise ab, zeigt der aktuelle Arbeitsklima-Index.

Männer sind derzeit mit ihrem Arbeitsplatz im Durchschnitt zufriedener als Frauen. Berufstätige aus Westdeutschland fühlen sich wohler als ihre ostdeutschen Kollegen. Das ergibt der Arbeitsklima-Index der Job AG für das zweite Quartal 2012. Das Personaldienstleistungsunternehmen befragt alle drei Monate etwa 1100 Berufstätige aus ganz Deutschland.

Insgesamt ist die Zufriedenheit der Deutschen mit ihrem Job im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres konstant geblieben. Der Index liegt weiterhin bei 7,4. Die Skala reicht von 1 für sehr schlecht bis 10 für sehr gut.

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Das Ergebnis sei von den Wahlen in Europa und der Zukunft des Euros geprägt, heißt es in der Auswertung der Befragung. „Die Meinungsumfrage zeigt, dass die Berufstätigen derzeit skeptisch sind, was die Zukunft bringt“, sagt Stefan Polak, Vorstand der Job AG.

Ältere Berufstätige sind am zufriedensten

Das gilt anscheinend nicht für die älteren Berufstätigen. Die über 60 Jährigen sind mit einem Wert von 7,7 die zufriedenste Altersgruppe und das obwohl gerade sie zu Beginn des Jahres mehr als skeptisch waren. Damals brach der Wert auf unterdurchschnittliche 7,3 ein. Am unzufriedensten sind die 50- bis 59-Jährigen.

Auch mit Blick auf die unterschiedlichen Berufsgruppen weicht das Wohlbefinden am Arbeitsplatz von einander ab. Während Selbstständige überdurchschnittlich zufrieden sind (8,6), sinkt der Wert bei den Arbeitern immer weiter und liegt im zweiten Quartal nur noch bei 7,0.

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Worauf es ankommt für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz, sind sich Männer und Frauen sowie Ostdeutsche und Westdeutsche einig. Allen ist ein gutes Arbeitsklima am wichtigsten. 58 Prozent der Befragten gaben an, das dieser Aspekt einen Job für sie attraktiv mache. Am zweitwichtigsten sind den Beschäftigten die Aufgaben, die sie am Arbeitsplatz erfüllen müssen. Auf Platz drei liegt das Gehalt. Erstaunlich ist, dass die Sicherheit des Arbeitsplatzes im Angesicht der Eurokrise nicht mehr so wichtig ist wie im ersten Quartal. Polak macht hierfür die Lage am deutschen Arbeitsmarkt verantwortlich. „Faktisch vorherrschende Vollbeschäftigung und der Mangel an qualifizierten Fachkräften“ machten sich bemerkbar. Mit 6,6 Prozent erreichte die Arbeitslosenquote im Juni den niedrigsten Stand seit 1991.         

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