Arbeitsplatz: Nicht ohne meinen Computer

Arbeitsplatz: Nicht ohne meinen Computer

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In Schwellenländern längst üblich: Auch in Deutschland nutzen immer mehr Arbeitnehmer ihre privaten IT-Geräte auch im Büro

von Katja KöllenQuelle:dpa

Der Rechner im Büro ist zu alt, zu langsam: Immer mehr Angestellte nutzen ihre privaten Computer auch bei der Arbeit. Die Unternehmen fürchten ein Sicherheitsrisiko.

Zwei von drei Angestellten in Deutschland nutzen ihren privaten Rechner oder ihr Smartphone gelegentlich auch für dienstliche Zwecke. Das ergab jetzt eine Umfrage des IT- und Managementberaters Accenture.

Grund dafür ist der schnelle technische Fortschritt und die langsame Veränderung bei den Unternehmen. Viele Angestellte wollen nicht auf den Standard verzichten, den sie vom heimischen Gerät gewohnt sind, und nutzen deshalb ihre Privatgeräte auch im Büro.

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So gab jeder zweite Befragte in der Umfrage an, dass die eigenen Geräte und Programme moderner und technisch auf einem neueren Stand seien als die des Arbeitgebers. Fast 60 Prozent sagten zudem, dass die Arbeit mit der eigenen Hardware mehr Spaß mache.

„Mitarbeiter wollen im Beruf nicht auf das verzichten, was sie als private Verbraucher als praktisch und innovativ erleben“, sagt Accenture-Experte Johannes Michel: „Gerade junge Mitarbeiter erleben die Ausstattung am Arbeitsplatz oft so, als führen sie privat Ferrari, in der Firma dagegen Pferdekutsche.“

Über die Hälfte nutzt deshalb den eigenen PC oder Laptop. Jeder Dritte setzt auch sein Smartphone für berufliche Zwecke ein.

Gefahr für die Unternehmenssicherheit

Den Unternehmen könnte diese Entwicklung aber durchaus Probleme bereiten, warnt Accenture, denn Privatpersonen nutzen häufig einfachere Virenscanner oder verzichten im schlimmsten Fall ganz darauf. Damit könne die "Invasion privater Technologie" am Arbeitsplatz eine Gefahr für die Datensicherheit und das gesamte IT-System darstellen.

Dass die Arbeit mit Privatem vermischt würde, endet jedoch nicht bei der Hardware. Fast jeder Fünfte nutze mittlerweile die sozialen Netwerke wie Twitter und Facebook um sich mit Geschäftspartnern, Kunden und Kollegen auszutauschen, und 28 Prozent der Befragten greifen auch beruflich auf ihr E-Mail-Konto zurück.

Was für Deutschland übrigens überraschend viel klingt, ist in den Schwellenländern schon längst Gang und Gebe: Etwa in Indien, Mexiko, Brasilien oder China nutzen bis zu 93 Prozent der Angestellten ihre private Soft- und Hardware für den Job.

Quelle:  dpa
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