Arbeitszeit: Die Deutschen machen weniger Überstunden

Arbeitszeit: Die Deutschen machen weniger Überstunden

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Die Deutschen machen weniger Überstunden.

Immer weniger Deutsche schieben Überstunden. Und: Sie machen laut Arbeitszeitmonitor eine geringere Anzahl. Doch manche Regionen, Altersgruppen und Branchen sind von diesem Rückgang offenbar ausgeschlossen.

Gleich zwei gute Nachrichten: Immer weniger Arbeitnehmer machen Überstunden. Und: Wenn sie welche machen, dann sind es weniger als noch im vergangenen Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt die Vergütungsberatung Compensation Partner, die für ihren Arbeitszeitmonitor mehr als 256.000 Datensätze analysiert hat.

Demnach machen 2016 61 Prozent (2015: 63 Prozent) der deutschen Beschäftigten Überstunden. Im Durchschnitt sind das in diesem Jahr 3,21 Stunden pro Woche. Im vergangenen Jahr waren es noch 3,71 Stunden. "Einige Unternehmen gewähren ihren Mitarbeitern mittlerweile völlige Zeitkontrolle. Es zählen Produktivität, Ergebnisse, aber eben auch das Wohlbefinden für Beschäftigte", sagt Tim Böger, Geschäftsführer von Compensation Partner. Er glaubt, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird.

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Doch es gibt Unterschiede. Männer machen laut Untersuchung tendenziell mehr Überstunden als Frauen. Unternehmensberater sind mit durchschnittlich 5,5 Wochenstunden weiterhin die Spitzenreiter unter denjenigen, die Überstunden schieben und Unter-20-Jährige leisten mit zwei Stunden nur halb so viel Mehrarbeit wie Menschen über 40. „Ältere Beschäftigte arbeiten länger, da sie höhere und verantwortungsvollere Positionen bekleiden. Dabei können die Arbeitszeiten stark ansteigen", sagt Böger.

Wer die meisten Überstunden macht

  • Männer

    Frauen leisten weniger Überstunden als Männer. In der Gruppe mit bis zu fünf zusätzlichen Stunden in der Woche kommen Frauen auf 39 Prozent, Männer auf 61 Prozent. Beschäftigte mit 26 bis 30 Überstunden pro Woche sind dagegen zu 80 Prozent männlich.

    Die Datenbank für Vergütungsinformation, Compensation Partner, hat für ihren Arbeitszeitmonitor mehr als 256.000 Datensätze analysiert.

  • Ältere Arbeitnehmer

    Die durchschnittliche Überstundenzahl steigt laut Untersuchung stetig mit zunehmenden Alter und stabilisiert sich ab dem 40. Lebensjahr. Während Unter-20-Jährige etwa zwei Überstunden (1,94) wöchentlich machen, beträgt die Mehrarbeitszeit von Über-40-Jährigen fast vier Stunden pro Woche (3,71).

  • Unternehmensberater

    Unternehmensberater bleiben die Spitzenreiter unter denjenigen, die Überstunden machen. Sie arbeiten 2016 laut Studie etwa 5,5 Stunden pro Woche mehr. Im vergangenen Jahr waren es noch sechs Wochenstunden.

  • Ostdeutsche

    Laut Arbeitsmonitor werden die meisten Überstunden in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachen gemacht. Dort arbeiten die Angestellten im Durchschnitt sechs Stunden zusätzlich pro Woche.

    Ebenso sieht es in Hessen und im Saarland aus – allerdings werden die Arbeitnehmer dort mit einem überdurchschnittlichen Urlaubsanspruch – 27,7 Tage pro Jahre – belohnt.

  • Gutverdienende

    Je höher das Gehalt eines deutschen Angestellten ist, desto mehr Überstunden macht er. Wer laut Arbeitszeitmonitor mehr als 120.000 Euro jährlich verdient, macht jede Woche fast zehn Überstunden (9,7).

Und gerade die Älteren sind es, die Überstunden seltener ausgleichen. Während Berufsanfänger und Arbeitnehmer bis 39 Jahre sich Überstunden mit Geld oder Freizeit vergüten zu lassen, sinkt der Anteil bei den Über-59-Jährigen auf 42 Prozent, die einen Ausgleich erhalten.

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