Ausruhen ist wichtig: Viele Arbeitnehmer machen zu wenig Pause

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Ausruhen ist wichtig: Viele Arbeitnehmer machen zu wenig Pause

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Am Arbeitsplatz Pause machen? Nicht wirklich sinnvoll, Experten raten für die Auszeit zum Tapetenwechsel.

von Felix Ehrenfried

Höchstleistung bringt nur, wer auch Zeit zum Ausruhen hat. Die Pause ist wichtig für die Kreativität und gesetzlich klar geregelt.

Es ist ein Paradoxon der heutigen Arbeitswelt: Ratgeberbücher wie "Die Mañana-Kompetenz: Auch Powermenschen brauchen Pause" oder "Lob der Pause: Von der Vielfalt der Zeiten und der Poesie des Augenblicks" haben Hochkonjunktur. Auf der anderen Seit steht ein beschleunigter Arbeitsalltag, der ohnehin weniger Pausen zulässt. Und wenn die Mittagspause dann auch noch eher zum Netzwerken als zum Entspannen genutzt wird, bleiben Ruhe und Konzentration schnell auf der Strecke.

Dabei gibt es klare gesetzliche Regelungen. Jeder, der mehr als sechs Stunden täglich arbeitet, hat einen Anspruch auf 30 Minuten Pause, bei mehr als neun Stunden Arbeit steht noch einmal eine Viertelstunde mehr zur Verfügung sagt das Arbeitsgesetz. Das sind die Mindestvorgaben, auf die jeder Arbeitnehmer Anspruch hat.

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Jedoch lässt mehr als jeder vierte Deutsche regelmäßig seine Pause ausfallen. Das zeigt der Stressreport Deutschland 2012, der von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin herausgegeben wird. Das Prekäre an der Lage: Beschäftigte, die ohnehin besonders viel arbeiten, verzichten am häufigsten auf eine Auszeit.

Dabei ist schon lange erwiesen, dass kurze Ruhephasen die Produktivität erheblich steigern, man sich ausgeglichener fühlt und Stress abgebaut wird. Ähnliches wie in der Trainingslehre beim Sport gilt auch im Arbeitsalltag: Aktivität ist eine wichtige Vorrausetzung um besser zu werden, die wirkliche Leistungssteigerung findet aber in den Ruhephasen statt. Das Prinzip sollte man sich auch am Arbeitsplatz zu Herzen nehmen. Frei nach dem Motto: Ich mach keine Pause, ich arbeite nur unterbewusst, könnten so auch echte Workaholics der Pause einen Nutzen abgewinnen. Doch wie nutzt man seine Pause am besten?

Das ist nicht pauschal zu beantworten und kommt auf die Person an. Der eine kann bei einem kurzen Nickerchen am besten entspannen, die andere nutzt die Mittagspause zum gemeinsamen Essen mit den Kollegen und empfindet das als Erholung. Eines kann man jedoch pauschal sagen: Die Pause sollte nicht am Arbeitsplatz verbracht werden. Räumliche Trennung von der Arbeit schafft auch im Kopf Abstand und sorgt dafür, dass man sich erholt.

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