Auszeit : Sabbatical - einfach mal Pause machen

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Auszeit : Sabbatical - einfach mal Pause machen

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Die einen wollen um die Welt reisen, andere einfach mal Zeit für sich haben und den Alltagsstress hinter sich lassen: Die Gründe, ein Sabbatical zu nehmen sind vielfältig.

Einmal um die Welt reisen, eine Auszeit vom Berufsstress nehmen, sich einen lang ersehnten Wunsch erfüllen - im Berufsleben nicht möglich? Doch! Immer mehr Arbeitnehmer gönnen sich ein Sabbatjahr, eine bezahlte Auszeit aus dem Job. Wie das funktionieren kann.

Zeit ist Geld heißt es so schön – für Arbeitnehmer, die sich entschließen ein sogenanntes Sabbatical, ein Sabbatjahr, zu nehmen, wird dieses Sprichwort zum Motto. Ein Jahr lang raus aus seinem Beruf zu gehen und eine Auszeit zu nehmen wird immer beliebter. Vor allem im öffentlichen Dienst spielt das Sabbatjahr eine Art Vorreiterrolle. Hinter dem Begriff „Sabbatical“ verbirgt sich auf gut Deutsch ein Arbeitszeitmodell für einen längeren bezahlten Sonderurlaub.

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Für die Umsetzung eines Sabbaticals gibt es im Prinzip drei Möglichkeiten. Eine Option ist es, über einen längeren Zeitraum hinweg Urlaubstage auf einem Arbeitszeitkonto zu sammeln und sich diese später als Freizeit ausbezahlen zu lassen. Diese Ansparphase kann zwischen einem Jahr und zehn Jahren dauern. Eine zweite Möglichkeit ist, über einige Zeit hinweg auf einen Teil des Gehalts zu verzichten. In der Freistellungsphase muss der Arbeitnehmer dann nicht arbeiten, erhält aber das gekürzte Gehalt weiter. Die dritte Möglichkeit ist, sich einfach unbezahlten Urlaub zu nehmen oder das sogenannte Time-Out-Modell wahrzunehmen. Dabei wird der Arbeitnehmer für eine gewisse Zeit freigestellt, erhält aber entweder gar kein Gehalt oder sehr reduzierte Bezüge.

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Große Wirtschaftskanzleien machen es jetzt  ganz anders: Nach Jahren der Überstunden und 100-Stunden-Wochen schenken sie ihren Mitarbeitern zunehmende bezahlte Auszeiten. Mit den ursprünglichen Sabbaticals hat das dann nicht mehr viel zu tun. Beim sogenannten „Smart Balance“ Programm steht es beispielsweise seit 2011 Anwälten offen, nach fünf Berufsjahren vier Wochen am Stück den Arbeitsplatz zu verlassen. Bezahlt, versteht sich, denn die Anwälte beziehen während der Auszeit ihre volles Gehalt. Einziger Nachteil: Wiederholbar ist das Sabbatical nicht.

In der Anwaltskanzlei Gleiss Lutz gibt es ein bezahltes Sabbatical seit Juli 2013, wieder in anderer Form. Dort können die Associates nun zweimal je einen Monat bezahlte Auszeit nehmen. Einmal im dritten und einmal im sechsten Jahr. Kombiniert mit Jahresurlaub oder Urlaubstagen lässt sich so ein Sonderurlaub gut für eine lang ersehnte Reise oder ein bisschen Entspannung vom Beruf nutzen. Während der Sabbatmonate zahlt das Unternehmen den Arbeitnehmern ihr normales Gehalt weiter. Das Ziel dieser Regelung: eine bessere Work-Life-Balance schaffen und motivierte, ausgeglichene Mitarbeiter. Auch Freshfields Bruckhaus Deringer oder Clifford Chance verfolgen ein ähnliches Programm.

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