Bedeutung der Arbeit: Deutsche können ohne Arbeit nicht leben

Bedeutung der Arbeit: Deutsche können ohne Arbeit nicht leben

Einmal im Lotto gewinnen und dann den Job schmeißen: Die Hälfte der Deutschen würden sich zwar über das Geld freuen, zur Arbeit gingen sie trotzdem weiterhin. Zumindest bis zu einem gewissen Alter.

"Geld oder Liebe?" Diese Frage können die Deutschen eindeutig beantworten: Liebe. Den höchsten Stellenwert in ihrem Leben haben Familie und Partnerschaft. So das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung auf Basis einer repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung. Doch direkt dahinter folgt die Arbeit. Wenn sie heute im Lotto gewönnen, würden 55 Prozent trotzdem weiter arbeiten gehen. 40 Prozent würden zwar den Job wechseln und etwas machen, was mehr ihren Neigungen und weniger dem Konto zusagt, aber zuhause bleiben würden auch sie nicht. Nur 20 Prozent würden nach dem Sechser im Lotto ganz zuhause bleiben.

Der Grund: Arbeit hat eine hohe Bedeutung im Leben der Deutschen. Entsprechend würden fast drei Viertel der Befragten auch bei einem sehr hohen Arbeitslosengeld lieber jeden Morgen in der Firma erscheinen anstatt Transferleistungen zu beziehen. Interessant: Eine besonders große Bedeutung hat Arbeit für Alleinstehende, Ältere und Männer. In der Gruppe, in der Arbeit die geringste Bedeutung aufweist - das sind 25 Prozent der Befragten - sind sehr viele Frauen, die in Teilzeit arbeiten und in einer Partnerschaft leben.

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Diesen Stellenwert hat die Arbeit im Leben der Deutschen

  • 39 Prozent

    Eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zeigt, was den Deutschen im Leben am wichtigsten ist. An erster Stelle stehen bei den Befragten Familie und Partnerschaft mit 39 von 100 Punkten.

    Quelle: Studie „Bedeutung der Arbeit

  • 34 Prozent

    Arbeit hat eine hohe Bedeutung im Leben der Deutschen. Mit 34 von 100 möglichen Punkten rangiert sie auf Platz zwei. Selbst ein hoher Geldgewinn wäre nur für jeden fünften Arbeitnehmer ein Grund, aus dem Berufsleben auszusteigen. Und selbst wenn das Arbeitslosengeld sehr hoch wäre, würden fast drei Viertel der Deutschen demnach lieber zur Arbeit gehen als Transferleistungen beziehen.

  • 20 Prozent

    An dritter Stelle nannten die Deutschen ihre Freizeit. Wenig verwunderlich war der Wert bei der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen mit 23 Punkten etwas höher, doch auch für die Jungen sind Familie und Job wichtiger als der Kinobesuch.

  • 7 Prozent

    Ein gesellschaftliches Engagement rangiert bei allen Altersgruppen am Ende der Bedeutungsskala. Männern ist das Engagement jedoch ein bisschen wichtiger als Frauen. Sie vergaben 8 von 100 Punkten, Frauen nur 6.

Grundsätzlich zeigen sich - mitunter deutliche - Unterschiede, wenn man die Antworten in Abhängigkeit von Bildung, Geschlecht und Alter betrachtet: So würden fast 60 Prozent aller befragten Frauen auch nach einem großen Geldsegen weiter arbeiten, bei den Männern sind es nur rund 50 Prozent.

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Bei den 18- bis 29-Jährigen sind 66 Prozent überzeugt, dass sie auch als Millionäre noch ins Büro oder zur Schicht gehen würden. Dieser Wert nimmt mit zunehmendem Alter ab. Bei den 50- bis 60-Jährigen stimmen nur noch 43 Prozent der Aussage "Selbst wenn ich bei einem Gewinnspiel viel Geld verdienen würde, würde ich weiterhin arbeiten" zu. Irgendwann ist eben auch die größte Motivation aufgebraucht.

Außerdem sagten 64 Prozent der Befragten, die ein hohes Bildungsniveau hatten, dass sie auch ohne finanzielle Notwendigkeit arbeiten gehen würden. Auch innerhalb der Befragtengruppe mit einem mittleren Bildungsniveau wären 56 Prozent der Personen bereit, trotz finanzieller Absicherung weiterhin zu arbeiten. Bei den Personen mit einem geringen Bildungsniveau wollten nur 45 Prozent weiter einer Berufstätigkeit nachgehen.

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