Berühmte letzte Worte: Frauen, bleibt weiblich!

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Männer sind anders, Frauen auch - das zeigt sich nicht zuletzt im Berufsalltag.

Kolumne von Ralf Schwartz

Frauen sollen wie Männer agieren? Was für eine schreckliche Vorstellung! Findet zumindest unser Kolumnist. Ihn reißen nachts fünf Schreckensbilder aus dem Schlaf.

Das fehlt noch. Frauen als Manager - wo soll das denn hinführen? Ich will gar nicht darüber nachdenken. Sofort entstehen schreckliche Bilder in meinem Kopf.

Wie können sich Männer wie Hans-Joachim Reck wünschen, dass Frauen wie Männer agieren sollen!? Um Männer zweiter Klasse aus ihnen zu machen? Das haben die Damen nun wirklich nicht verdient. Trotzdem wollen die Stimmen nicht verstummen – und lösen bei mir nachts fünf Schreckensbilder aus.

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Billige Kunststoffsohlen und Oberlederimitat

Abgelaufene Absätze, weißgekochte Socken, leicht fettranziger Hemdkragen. Die Hosenknie ausgebeult, dazu kurze Ärmel am Hemd, das sich einmal die Woche selber bügelt. Im Anzug, erratisch elektrisierend, schlufft man über den falschen Teppich. Die Hose zu lang. Im Schritt der zerknitterte Beweis, dass man sie seit Wochen trägt. Das Sakko zu groß, mit schütterem Schuppenbefall.

Personalmanager Hans-Joachim Reck "Frauen müssen mit männlichen Methoden agieren"

Der Verbandschef kommunaler Unternehmen erklärt, warum Frauen in Top-Jobs oft scheitern - und was sie von den Männern lernen können.

Quelle: dpa

Aktenkoffer im Aufzug

Natürlich mit abgewetzten Kanten. Ein glückbringendes Relikt eines ansonsten glücklosen BWL-Studiums. Weder zu den Schuhen noch dem Gürtel noch dem Uhrband passend. Oder der schwarze Rucksack, vermeintlich verjüngend. Oder gar die überquellende Laptop-Tasche von Dell.

Mailschecken im Meeting

Hinter ihrem Tisch versinkend. Breitbeinig. Ahnungslos. Heimlich Hoden sortierend. Nervös schwarzes Gummi auf dem Kunststoffboden hinterlassend. Kaffee verschüttend, Milch verspritzend, Zucker verstreuend. Sich dann ungelenk und dümmlich lächelnd verlegen entschuldigend. Kekse zerbröselnd. Sonst möglichst unauffällig dem Meetingende entgegenfiebernd. Die Kleinen mit der goldenen Amex-Card spielend, die Großen mit der Platin-Card.

Rasen auf der Autobahn

In der Rechten das Handy, in der Linken brennt die Zigarette zwischen Zeige- und Mittelfinger. Oder geistesabwesend einen Finger in der Nase, das Hirn auf schwere, innere Verletzungen abtastend. Unterwegs im schwarzen Fünfer-Audi/BMW ohne Navi, weil die Felgen so teuer waren, dass sie das Budget sprengten.

Intrigen in der Zigarettenpause

Hämisch grinsend, wenn wieder jemand stolpert, wieder wer mit einer eigentlich genialen Idee vorzüglich scheitert. Geschieht ihm recht, dem Streber, der uns den Akkord versaut. Hinter vorgehaltener Hand.

Welch furchtbare Bilder! Nein, bitte, keine Frauen als männliche Managertypen. Erst umgekehrt wird ein Schuh daraus. Es gibt soviel voneinander zu lernen!

Liebe weibliche und männliche Frauenratgeber mit den besten Tipps für die weibliche Karriere: Haltet still! Schwächt nicht die Frauen, indem Ihr ihnen empfehlt, sich wie Männer zu verhalten. Stellt die Frauen nicht vor die Entscheidung, ob sie Männer erster oder zweiter Klasse sein wollen. Als ob es keine sinnigere Alternative gäbe.

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