Beruf: Die Ein-Mann-Firma boomt

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Beruf: Die Ein-Mann-Firma boomt

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Vor allem die Zahlen der Selbstständigen im Handwerk sind gewachsen.

Die Zahl der Selbstständigen ist seit 2001 stark gestiegen. Vor allem Ein-Personen-Firmen gibt es immer häufiger. Doch nicht alle haben diese Schritt aus unternehmerischem Eifer getan.

9,6 Prozent mehr Handwerker, Fliesenleger und Zimmerer; 8,5 Prozent mehr Lehrer und Dozenten; 6,0 Prozent mehr Kosmetiker.

Es geht um die Zahl der Selbstständigen, die seit 2000 stark gestiegen ist. Im vergangenen Jahrzehnt erhöhte sie sich um rund 800 000 auf 2,6 Millionen. 56 Prozent davon sind komplett selbständig und haben keine Angestellten,  wie aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgeht.

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Es ist der größte Zuwachs von Erwerbstätigen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl von Arbeitnehmern lediglich um drei Prozent. Klein-Unternehmer mit angestellten Arbeitnehmern bilden die Minderheit.

Die Selbstständigenquote bewegt sich in Deutschland bei zwölf Prozent der Erwerbstätigten. Im Vergleich zu den europäischen Nachbarn ist das gering, der Schnitt in der EU liegt bei 17 Prozent.

Selbstständige legen nur wenig Geld zur Seite

Das DIW sieht diverse Gründe dafür, dass die Zahl der Ein-Mann-Unternehmer in Deutschland zugenommen hat. So hat die Förderung durch die Arbeitsagentur zur Gründung von Ich-AGs in den Jahren 2003-2004 im wesentlichen dazu beigetragen, dass die Zahl der Erwerbstätigen mit Existenzgründungszuschuss auf 220 000 stieg, wie das DIW in seiner Studie schreibt. Hier war vor allem wirtschaftliche Not das Motiv für den Schritt in die Selbstständigkeit: Arbeitslosigkeit, fehlende Beschäftigungsalternativen oder Probleme beim vorherigen Arbeitsplatz.

Diejenigen, die sich durch unternehmerischen Eifer und Selbstbestimmung für die Existenzgründung entschieden haben waren dennoch in der Mehrheit. Für Handwerksberufe war zudem die Liberalisierung des Handwerksrecht ausschlaggebend, sagte DIW-Arbeitsmarktexperte Karl Brenke. Daher der hohe Anstieg bei den sogenannten Ausbauberufen. Aber auch die Zahl von Publizisten, Künstlern und Berufen im Reinigungsgewerbe ging in die Höhe.  

Bei den Einkommen der Solo-Selbstständigen gibt es große Unterschiede. „Ein Teil verdient recht ordentlich, auf der anderen Seite haben wir einen erheblichen Teil, der nur sehr niedrige Einkommen hat“, konstatierte Brenke. Der Durchschnittsverdienst der Alleinunternehmer liege bei etwas weniger als 13 Euro brutto pro Stunde.

Diese Diskrepanz ist auch bei den Ersparnissen zu beobachten. Über 40 Prozent der Solo-Selbstständige legt kein Geld zurück. Der Anteil derer, die zwischen fünf bis zehn Prozent ihres Geldes sparen, liegt bei knapp unter zehn Prozent.

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