Berufsalltag: Frauen stehen auf Kooperation, Männer auf Wettbewerb

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Berufsalltag: Frauen stehen auf Kooperation, Männer auf Wettbewerb

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Männer sind anders, Frauen auch - das zeigt sich nicht zuletzt im Berufsalltag.

Im Berufsleben geben sich Männer gerne als Einzelkämpfer, Frauen hingegen arbeiten lieber im Team. Was nach einem Klischee klingt, konnten zwei Wissenschaftler nun in einer Studie beweisen.

Männer sind anders, Frauen auch - das zeigt sich nicht zuletzt im Berufsalltag. Welches Arbeitsumfeld Frauen besonders gut gefällt, wollten die beiden Ökonomen Peter Kuhn (Universität von Kalifornien in Santa Barbara) und Marie-Claire Villeval (Universität Lyon) wissen. Für ihre Studie luden sie 174 Studenten zu einem Laborexperiment.

Die Probanden sollten am Computer vier Minuten lang ausgeschriebene Zahlen in Nummern übertragen. Je mehr sie schafften, desto besser wurden sie bezahlt. Den Raum teilten sie dabei mit jeweils einem anderen Teilnehmer.
Vorab konnten sie jedoch ihre Entlohnung wählen: Wollten sie individuell, entsprechend ihrer eigenen Leistung bezahlt werden - oder anteilig für die Leistung der Gruppe? Und siehe da: Frauen entschieden sich deutlich häufiger für die Bezahlung auf Basis der Gruppenleistung.

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Die Freiwilligen sollten diese Entscheidung auch begründen. Dabei hatten sie die Wahl zwischen Antworten wie "Ich war besorgt, dass mein Partner nicht gut in dieser Aufgabe sein würde" oder "Ich war besorgt, dass mein Partner nicht hart arbeiten würde, aber trotzdem bezahlt würde". Ergebnis: Vor allem Männer glaubten häufig, dass ihr Gegenüber die Aufgabe schlechter lösen würde als sie selbst. Frauen hielten ihre Kollegen tendenziell für fähiger.

Daraus schließen die Studienautoren, dass Frauen lieber mit ihren Kollegen zusammenarbeiten. Männer hingegen bevorzugen den Wettbewerb.

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Nun lässt sich darüber streiten, wie und warum es diese Unterschiede gibt. Doch Fakt ist: Das Phänomen lässt sich bereits im Kindesalter beobachten: Mädchen vermeiden den Wettbewerb im Vergleich zu Jungs.

Zu diesem Ergebnis kam im Jahr 2010 eine Studie von Matthias Sutter und Daniela Rützler von der Universität Innsbruck. Sie ließen Kinder und Jugendliche zwischen drei und 18 Jahren verschiedene Tests lösen. Die Kinder konnten gegen Gleichaltrige antreten und dadurch ihre Belohnung steigern. Doch nur knapp jedes fünfte Mädchen entschied sich für den Wettkampf. Bei den Jungen hingegen war es mehr als jeder Dritte.

Offenbar vermeiden Frauen Wettbewerbssituationen also schon in jungen Jahren.

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