Bewegungsmangel: Warum wir keine Lust mehr auf Sport haben

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Bewegungsmangel: Warum wir keine Lust mehr auf Sport haben

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Laut DKV-Report "Wie gesund lebt Deutschland? 2012" bewegen sich 46 Prozent der Deutschen zu wenig.

Eine Studie der Techniker Krankenkasse (TK) belegte kürzlich: Viele Deutsche bewegen sich zu wenig. Das liege auch daran, dass sie es sich im Alltag oft zu leicht machten, meint Sportwissenschaftler Ingo Froböse.

Aufzug, Pedelec, barrierefreies Wohnen: Technische Innovationen, die teilweise schon zum Standard geworden sind, erleichtern uns auf unterschiedlichste Art und Weise den (Berufs-)Alltag. Auch das Berufsleben selber ist in vielen Bereichen immer weniger von Bewegung und körperlicher Arbeit geprägt. "Das rächt sich! Wir haben eine Organstruktur, die nur davon lebt, dass sie stimuliert und gereizt wird. Was ungenutzt bleibt, das verkümmert", mahnt Ingo Froböse, Leiter des "Zentrums für Gesundheit durch Sport und Bewegung" der Deutschen Sporthochschule Köln und mehrfacher deutscher Vizemeister im Sprint.

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Laut DKV-Report Wie gesund lebt Deutschland? 2012 bewegen sich 46 Prozent der Deutschen zu wenig. Dabei gibt es genug Möglichkeiten, sich vor, während oder nach der Arbeit noch körperlich zu betätigen, ohne dass es gleich Leistungssport sein muss, erklärt Froböse: "Ich muss nicht zwingend einem Sport nachgehen, wenn ich einen Dackel habe." Wichtig sei, dass man sich regelmäßig und ausgewogen bewegt. Die mangelnde Bewegung nach einem neun-Stunden-Tag im Büro könne man nicht einfach kompensieren, indem man abends noch eine Stunde joggt. "Da stimmt das Verhältnis nicht mehr", so der Sportwissenschaftler.

Bewegungsstudie Arbeitsalltag wird zum Bewegungskiller

Beamte, die grün wählen und in Bayern wohnen, sind aktiver als Selbständige aus Berlin. Diese und viele andere Weisheiten hat die Bewegungsstudie 2013 der Techniker Krankenkasse (TK) ans Licht gebracht.

Quelle: dpa

Wer während der Arbeit viel am Schreibtisch sitzt, dem rät er, möglichst die Hin- und Rückwege für etwas Bewegung zu nutzen. Natürlich ist das insbesondere für Langstreckenpendler nicht immer ohne weiteres möglich. Aber mit dem Rad zum Büro oder wenigstens zur Haltestelle. Die Bahn eine Station eher verlassen und das letzte Stück Fuß gehen. Für den Weg in die zweite Etage nicht den Aufzug nehmen, sondern das Treppenhaus. Für viele Menschen wäre all das kein Problem. Allein, auf einmal genossene Erleichterungen und Bequemlichkeiten verzichtet man ungern.

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Diesen Trend zum Weg des geringsten Widerstands hält Froböse für bedenklich. "Ich habe generell große Probleme mit dem, was gerade in der Gesellschaft passiert: Wir reduzieren alle möglichen Belastungen. Da kriege ich die Krise", sagt er.

Die Menschen verlieren immer häufiger den Kampf gegen ihren inneren Schweinehund und geben der Versuchung nach, sich Anstrengungen abnehmen zu lassen. Dass das der Gesundheit auf Dauer abträglich ist, liegt auf der Hand. Froböse empfiehlt daher dringend: "So lange es die Möglichkeit gibt, dass der Mensch sich selbst trainieren und positiv verändern kann, sollte er diese Chance nutzen."

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