Boni und Prämien: Wer oft belohnt wird, macht mehr Fehler

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Boni und Prämien: Wer oft belohnt wird, macht mehr Fehler

Macht Geld nun glücklich oder nicht? Eine Frage, die jeder für sich beantworten sollte und die damit beginnt, was überhaupt Glück ist. Nun haben Forscher einer niederländischen Universität Überraschendes herausgefunden.

Boni, Prämien und andere Geschenke sollen eigentlich den Leistungswillen verstärken und Anreize bieten, um besser zu arbeiten - nun haben aber Forscher der niederländischen Radboud Universität herausgefunden, dass das gar nicht stimmt. Im Gegenteil: Alle diese Anreize stören die Konzentration sogar und führen dazu, dass Menschen mehr Fehler machen. Der Grund dafür liegt in den Neurotransmittern, wie etwa Adrenalin oder Dopamin.

Die Forscher haben es wie folgt mit kognitiven Tests ausprobiert. Sie stellten den Probanden eine Belohnung in Aussicht, sofern sie die Aufgaben richtig und innerhalb einer bestimmten Zeit lösen - und beobachteten dabei die Hirnaktivität der Probanden. Die Folge: Sobald eine Belohnung in Aussicht gestellt wurde, schüttete der Körper Dopamin aus, was dazu führte, dass die Testpersonen so sehr aus dem Konzept gebracht wurden, dass sie bei Aufgaben deutlich häufiger scheiterten als in den Fällen mit keiner oder nur einer kleinen Belohnung.

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Allerdings lässt sich aus der Studie nun nicht zwingend ableiten, dass Belohnungen und Boni generell verkehrt sind - viel mehr betrifft die nervöse Wirkung nur einige Menschen. Auf andere kann es sicher auch eine gegenteilige Wirkung haben. Es wäre nämlich genauso falsch, Mitarbeiter gar nicht zu belohnen. Denn gute Arbeite müsse belohnt, anerkannt und fair bezahlt werden, sonst sinke die Motivation auch ganz schnell, schlussfolgerten die Forscher.

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