Bild: Marcel Stahn für WirtschaftsWocheJeden Morgen stellt sich in Büros die gleiche Frage: Wer schluckt woraus? Auch bei der WirtschaftsWoche gibt es eine große Sammlung von Bürotassen, darunter sind einige typische Vertreter der deutschen Kaffeebecherkultur.
Bild: Marcel Stahn für WirtschaftsWocheWerbetassen sind wohl am meisten verbreitet - als Geschenk für andere oder um die Mitarbeiter von der Nutzung peinlicher Privattassen abzuhalten, wie bei Nissan.
Bild: Marcel Stahn für WirtschaftsWocheBei den persönlichen Tassen sind Gute-Laune-Schlechte-Laune-Tassen wie diese sehr beliebt.
Bild: Marcel Stahn für WirtschaftsWocheEs ist Montag, der Jahresurlaub ist verbraucht, der Chef meckert und die Kollegen haben Ihnen wieder die fiesen Arbeiten abgewälzt? Mit solch einem Gute-Laune-Becher ist das alles halb so schlimm.
Bild: Marcel Stahn für WirtschaftsWocheTassenhumor macht Morgenmuffel munter - jedenfalls wenn man darauf steht.
Bild: Marcel Stahn für WirtschaftsWocheWie gesagt: Stimmungsaufheller sind bei den Tassen enorm beliebt.
Bild: Marcel Stahn für WirtschaftsWocheDer König der Gefühlstassen ist unbestritten Thomas Goletz. Dessen Diddl-Maus (nicht im Bild aber auf der Tassenrückseite) darf in keinem Büro fehlen.
Bild: Marcel Stahn für WirtschaftsWocheAuch andere Tiere werden gern genutzt, wobei die Giraffe stark polarisiert: Die einen lieben sie schon wegen der Tassengröße, anderen ist sie doch zu extravagant. Zumal der Griff das Kaffeefleckenrisiko deutlich erhöht.
Bild: Marcel Stahn für WirtschaftsWocheBeim Griff in den Tassenschrank spielt der Wunsch nach Individualität eine wichtige Rolle. Um solch einem Unikat aus Künstlerhand zu ergattern, muss man freilich früh aufstehen. Oder hat doch nur die Spülmaschine nicht richtig funktioniert?
Bild: Marcel Stahn für WirtschaftsWocheMit diesem Exempl@r holen sich die Kollegen in der Online-Red@ktion ihren t@glichen Kre@tivit@sschub.
Jeden Morgen stellt sich in Büros die gleiche Frage: Wer schluckt woraus? Auch bei der WirtschaftsWoche gibt es eine große Sammlung von Bürotassen, darunter sind einige typische Vertreter der deutschen Kaffeebecherkultur.
In vielen deutschen Büroküchen ist jeden Morgen das gleiche Spiel zu beobachten: Der Wettlauf um die schönste Tasse. Wobei es im Tassenkampf zwei Fraktionen gibt. Die eine hat Kampf gegen den Tassenklau bereits resigniert oder nimmt von vornherein das erstbeste Trinkgefäß. Doch die andere Fraktion verteidigt ihren Lieblingsbecher mit Händen und Klauen. Idealerweise wird er auf dem Schreibtisch gebunkert oder gleich eingeschlossen.
Schließlich verheißt die Tasse „ein Stück Privatheit am Arbeitsplatz“, erklärt Kulturwissenschaftler Matthias Henkel in seiner wissenschaftlichen Studie über die „Trinkkultur am Arbeitsplatz“. Immerhin 70 Prozent der Angestellten haben demnach eine persönliche Tasse.
"Stiller Protest gegen die Uniformität"
Zwar ist die Untersuchung bereits 15 Jahre her, trotzdem dürften auch viele der Erkenntnisse über die „Heißgetränkeversorgung am Arbeitsplatz“ weiter gelten. So konnte Tassologe Henkel nachweisen, dass die Rate des Eigenbesitzes einer Bürotasse mit zunehmendem Alter ansteigt. Während von den fast 2500 befragten Personen nur etwas mehr als 40 Prozent der unter 30-jährigen eine Privattasse nutzten, stieg der Wert bei über 60-jährigen Frauen auf 83 Prozent.
Für viele ist die eigene Tasse ein „stiller Protest gegen die Uniformität moderner Büroausstattungen“ erklärt der Tassenforscher. Wobei der Protest auch schnell recht plakativ ausfällt, Sprüche wie „Woanders ist es auch scheiße“ oder "Besser acht Stunden Arbeit als gar kein Schlaf" sind Klassiker des Bürotassenhumors.
Tassenverbot bei Nissan
Doch nicht alle Unternehmen dulden solch plumpen Protest. So hat die Werbeagentur Publicis nach einem Bericht der „Welt“ die Individualtassen verbannt – nur eine Sekretärin bestand auf ihren Bayern-München-Becher. Auch Nissan machte mit einem Tassenverbot Schlagzeilen. Vor zwei Jahren teilte das Unternehmen seinen deutschen Mitarbeitern per Rundmail mit, dass die Privattassen wegzuräumen seien, da von nun an 300 Tassen mit Firmenlogo zur Verfügung stünden.
Von einem strikten Verbot möchte der Autobauer allerdings nicht sprechen. „Wir haben nicht jedem seine Tasse entrissen“, sagt Nissan-Sprecherin Kirsten Schmitz, „wenn jemand unbedingt seine Lieblingstasse behalten möchte, kann er das tun.“
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