Stopp
Sie müssen Grenzen setzen. Stellen Sie sich vor, Sie wären Ihr eigener Arbeitsschutzbeauftragter. Ihre Aufgabe besteht darin, dafür zu sorgen, dass Sie mindestens zweimal, besser dreimal pro Woche pünktlich Feierabend machen. Überlegen Sie genau, wie Sie sich selbst dazu bringen.

Was ist das? Super schlaue Betriebsrats-Tips, frisch von ver.di ?!?
Haben Sie Ihren neuen Praktikanten (der viel lieber für NEUES DEUTSCHLAND arbeiten würde) Überstunden machen lassen?
Nehmen Sie bitte diesen Blödsinn vom Netz - das ist wirklich peinlich und widerstrebt dem Niveau, das Ihre Leser gewohnt sind.

So ein dämlicher Artikel in einer Wirtschaftszeitung, das ist schon ein Hammer !
Noch eine Idee :
Aus dem Stand ins Koma fallen oder Blitz-Burnout geltend machen - dann ist der Feierabend schon ganz nah !

* Kein Chef wird sich Ihnen in den Weg stellen, wenn Sie sich um Ihre kranken Kinder kümmern müssen (oder wollen). Auch der Auftritt des Sohnes im Kindertheater oder der Tochter im Schul-Ballett sind ein gutes Argument für den frühen Feierabend.
Da kennen Sie die Chefs aber schlecht.
Mir ist folgender Fall bekannt:
Der Sohn eines Kollegen mußte sich einer lebensgefährlichen Herzoperation unterziehen. Die Chancen stand 50:50. Kommentar des Chefs: Was wollen Sie im Krankenhaus, Sie können den Ärzten eh nicht helfen.
Resumee: Der Kollege lies sich für diesen Zeitraum krankschreiben und hat nach der OP,die erfolgreich verlief, gekündigt.
* Wer seine Aufgaben gut und schnell erledigt, wird bei Vorgesetzen auch Verständnis finden, wenn er sich mal früher aus dem Staub macht.
Nee, wer seine Aufgaben gut & schnell erledigt, bekommt noch mehr Aufgaben zugewiesen.
Resumee: Der Fehler war die Falscheinschätzung des Aufwandes des Vorgesetzten
* Wer als erster im Büro ist, kann auch als erster gehen. Wann genau man kam, wissen die später gekommenen Kollegen ja nicht.
Funktioniert leider häufig nicht, da die Vorgesetzten meist als letzte im Büro erscheinen und Meetings gerne am frühen Abend ansetzen.
Oder genau dann eine wichtige Frage haben, wenn man anfängt seinen Tisch aufzuräumen.