Burn-uut: Wie Firmen angeschlagene Mitarbeiter ins Arbeitsleben zurückholen

Burn-uut: Wie Firmen angeschlagene Mitarbeiter ins Arbeitsleben zurückholen

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Vorsichtiger Prozess. Bei der Wiedereingliederung arbeitet der Mitarbeiter anfangs in der Regel nur wenige Stunden täglich

Worauf die Unternehmen achten müssen, wenn sie ihre seelisch angeschlagenen Mitarbeiter ins Arbeitsleben zurückholen.

Wer nach einer psychisch bedingten Pause wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren will, hat das Arbeitsrecht auf seiner Seite: Das Betriebliche Eingliederungsmanagement schreibt Arbeitgebern vor, Mitarbeitern nach mehr als sechswöchiger Krankheit – ob am Stück oder über ein Jahr verteilt – einen Re-Integrationsprozess anzubieten.

Das Bundesarbeitsgericht bekräftigte im Jahr 2009, dass vor einer Kündigung zumindest der Versuch einer Wiedereingliederung erfolgen müsse. Diese Re-Integration läuft über ein bundesweit standardisiertes Verfahren, das Hamburger Modell: Gemeinsam mit dem Arzt erarbeitet der betroffene Mitarbeiter einen stufenweisen Eingliederungsplan, dem Arbeitgeber und Krankenkasse zustimmen müssen.

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Langsame Wiedereingliederung

Anfangs arbeitet der Mitarbeiter in der Regel nur wenige Stunden täglich, in den darauffolgenden Wochen bis hin zu sechs Monaten wird das Pensum bis zur vollen Arbeitszeit gesteigert. Während dieser Zeit gilt der Mitarbeiter weiter als „arbeitsunfähig erkrankt“ und erhält deshalb Krankengeld von der Krankenkasse oder Übergangsgeld von der Rentenversicherung. In vielen Unternehmen begleiten neben dem Vorgesetzten auch Betriebsrat, Mitarbeiter der Personalabteilung, Fachmediziner und Sozialarbeiter die Wiedereingliederung.

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Beim Konsumgüterhersteller Unilever etwa hält der Vorgesetzte in einem „positiven Leistungsprofil“ die Fähigkeiten des Mitarbeiters fest, auf dessen Basis auch Schulungen vereinbart werden können – oder der Wechsel in eine andere Abteilung. Nimmt der Mitarbeiter an sieben Tagen nicht an der Maßnahme teil, gilt sie als gescheitert und kann von Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Arzt, Krankenkasse abgebrochen werden.

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