DAK-Umfrage: Knappe Mehrheit für eine Anti-Stress-Verordnung

ThemaBüro

DAK-Umfrage: Knappe Mehrheit für eine Anti-Stress-Verordnung

Gewerkschafter fordern seit längerem eine Anti-Stress-Verordnung im Arbeitsschutzgesetz. Jetzt zeigt eine Umfrage: Eine knappe Mehrheit ist für eine gesetzliche Lösung gegen Arbeitsstress.

Keine Mailflut im Urlaub, nie wieder Anrufe vom Chef nach Feierabend: Eine knappe Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich von der Politik eine klare Anti-Stress-Verordnung, wie sie zurzeit von Regierung und Gewerkschaften diskutiert wird. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage, die die Krankenkasse DAK in Auftrag gegeben hat. 52 Prozent der befragten Deutschen sprechen sich für eine rechtlich verbindliche Lösung gegen Arbeitsstress aus. Vier von zehn Deutschen lehnen jedoch eine derartige Regelung ab.

Fünf Tipps zur Stressbewältigung

  • Auch mal Nein sagen

    Sagen Sie auch mal „Nein“. Haben Sie gerade keine Kapazitäten für eine neue Aufgabe oder ein Projekt, sagen Sie frühzeitig Bescheid. Selbstverständlich gibt es Situationen, in denen Sie mit „Ja“ antworten müssen. Aber vielleicht hat ein Kollege gerade mehr Zeit oder die Aufgabe ist doch nicht ganz so dringend.

  • Niemand ist perfekt

    Niemand ist perfekt, stellen Sie daher keine zu hohen und unrealistischen Erwartungen an sich selbst. Damit blockieren Sie sich nur.

  • Auslöser identifizieren

    Identifizieren Sie die Auslöser. Jeder Mensch gerät durch andere Dinge unter Druck. Um einen Überblick zu behalten, hilft es, sich eine Liste mit seinen persönlichen Stressfaktoren anzulegen. Stört Sie zum Beispiel das ständige „Pling“ eingehender E-Mails, stellen Sie den Computer auf lautlos und bestimmen Sie einen festen Zeitraum, in dem Sie Mails beantworten.

  • Stress nicht unterdrücken

    Stress zu unterdrücken, ist auf lange Sicht keine Lösung. Früher oder später wird er wieder hochkommen. Um das zu vermeiden, sprechen Sie darüber mit einem Kollegen und beziehen Sie auch ihren Chef mit ein. Allein das Gefühl, aktiv etwas gegen den Stress zu tun, hilft bei der Bewältigung.

  • Sport machen

    Machen Sie Sport – Bewegung ist eine gute Methode, um Stress entgegen zu wirken. Ein kurzer Spaziergang zur Kantine oder morgens eine Station früher aussteigen, hilft Ihnen bei der Stressbewältigung. Nehmen Sie die Treppe statt den Aufzug und laufen Sie zum übernächsten Drucker statt zum nächsten.

Mit der diskutierten Verordnung sollen die Arbeitgeber verpflichtet werden, Schutzmaßnahmen gegen körperliche und psychische Erkrankungen zu treffen. „Wichtig ist ein Appell an die Arbeitgeber, die vorhandenen Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung schon jetzt stärker zu nutzen“, sagte Frank Meiners, Diplom-Psychologe bei der DAK. „Die Stressbelastung im Job ist für viele Menschen offensichtlich ein wichtiges Thema.“

Anzeige

Weitere Artikel

Von den Befürwortern könnten sich 78 Prozent aus Angst um ihren Job nur eingeschränkt gegen zu viel Stress und Arbeitspensum wehren. Von den Gegnern einer gesetzlichen Lösung will der Großteil (81 Prozent) jedoch laut Umfrage die Stressbewältigung an seinem Arbeitsplatz nicht in die Hände der Politik geben, sondern lieber selbst regeln. Zustimmung findet die geplante Verordnung besonders unter Arbeitern (81 Prozent), skeptischer sind hingegen Angestellte (41 Prozent). Ebenso finden sich in Ostdeutschland mehr Anhänger (59 Prozent) als im Westen. In Baden-Württemberg ist die Ablehnung am größten (44 Prozent).

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%