Demonstrationen : Solidaritätsbekundungen für freiberuflichen Hebammen

Demonstrationen : Solidaritätsbekundungen für freiberuflichen Hebammen

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In Deutschland gibt es nach Verbandsangaben rund 21 000 Hebammen. Etwa 60 Prozent von ihnen arbeiten laut Informationen des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) freiberuflich.

In Deutschland gibt es rund 21.000 Hebammen. Weit mehr als die Hälfte arbeitet freiberuflich. Das Problem: Sie müssen sich selbst versichern - und das wurde in den vergangenen Jahren immer teuer. Die Existenz ist bedroht.

Mehrere Hundert Hebammen und Mütter haben in Frankfurt für die Zukunft freiberuflicher Geburtshelferinnen demonstriert. Wegen explodierender Versicherungsprämien fehlten bereits jetzt Geburtshelferinnen, sagte die Initiatorin einer Online-Petition zur Rettung der freiberuflichen Hebammen, Bianca Kasting, am Samstag bei der Mahnwache an der Hauptwache, an der sich nach Polizeiangaben rund 600 Menschen beteiligten. Auch in anderen Städten waren Aktionen geplant.

Hebammen fürchten um ihre beruflichen Existenz, weil sich ihre Haftpflichttarife in den vergangenen Jahren mehrfach erhöht haben. Die Gesundheitsexperten der großen Koalition wollen in zwei Wochen ein Konzept für eine Versicherungsregelung vorlegen.

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In Deutschland gibt es nach Verbandsangaben rund 21 000 Hebammen. Etwa 60 Prozent von ihnen arbeiten laut Informationen des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) freiberuflich. Die Freiberufler sind zum Beispiel als Beleghebammen in Kliniken und Geburtshäusern tätig oder betreuen Hausgeburten. Die Mehrheit der freiberuflichen Hebammen bietet laut DHV keine Geburtshilfe mehr an.

Das hängt zusammen mit der Haftpflichtproblematik: Anders als Angestellte müssen sich freiberufliche Hebammen selbst versichern. Die Beiträge wurden in den vergangenen Jahren aber immer mehr in die Höhe geschraubt. Dabei ist es besonders teuer für die freiberuflichen Hebammen, die Geburtshilfe anbieten: Arbeiten sie lediglich in der Vor- und Nachsorge, zahlen sie viel niedrigere Beiträge - mehrere hundert Euro statt mehrere tausend Euro im Jahr.

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Die Versicherer verweisen auf hohe Kosten für Geburtsschäden infolge von Behandlungsfehlern. Nun kündigte ein zentraler Versicherer an, sich Mitte 2015 aus dem Geschäft der Berufshaftpflichtversicherung für freiberufliche Hebammen zurückzuziehen. Die Berufsgruppe fürchtet seither mehr denn je um ihre Zukunft. Die Bundespolitik hat Hilfe angekündigt, noch ist aber alles offen.

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