DGB-Befragung: Das sind die fünf größten Stressfaktoren im Job

DGB-Befragung: Das sind die fünf größten Stressfaktoren im Job

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Stress im Job - viele Faktoren können dafür verantwortlich sein

von Max Haerder

Die Gewerkschaften warnen vor den dunklen Seiten des deutschen Arbeitsmarktwunders: Noch nie waren so viele Menschen von ihrem Job gestresst.

Am Dienstag war die Welt noch in Ordnung. Da veröffentlichte die Bundesagentur für Arbeit die aktuellen Zahlen zum deutschen Arbeitsmarkt – und die waren rosig: Nur noch 2,6 Millionen Menschen waren im November arbeitslos, die Arbeitslosenquote liegt gegenwärtig bei 6,0 Prozent und die Zahl der offenen Stellen – mehr als 600.000 – bewegt sich auf konstant hohem Niveau. „Nie seit der Wiedervereinigung war die Zahl der Arbeitslosen in einem November so niedrig“, freute sich auch Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Historisch gute Zeiten also, könnte man meinen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zeichnet hingegen ein anderes, ein deutliche dunkleres Bild des deutschen Arbeitsmarkts. Glaubt man der Gewerkschaft und dem jüngsten DGB-Index „Gute Arbeit“, einer regelmäßigen Befragung von fast 5000 Arbeitnehmern, dann ist dieser Boom offenbar teuer erkauft: mit immer weiter steigendem Druck, mehr Belastung und Hetze.

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Laut DGB-Index sind das die fünf größten Stressfaktoren:

Faktor 1: Multitasking (65 Prozent der Befragten)

Gleichzeitig mit mehreren Aufgaben oder Projekten jonglieren zu müssen, bedeutet für zwei Drittel der Arbeitnehmer den am meisten belastenden Part ihrer Arbeit. Besonders betroffen fühlen sich davon Angestellte in der Informations-, Kommunikations- und Finanzbranche – und überdurchschnittlich viele, die mehr als 3000 Euro brutto im Monat verdienen.

Faktor 2: Zu wenig Kollegen (63 Prozent)

Knapp dahinter: eine zu eng bemessene Personalausstattung. Wenn Arbeiten auf dem eigenen Tisch landen, weil Kollegen krank sind, eine Stelle unbesetzt ist – oder aus Prinzip mit zu wenig Leuten geplant wird, um Kosten zu sparen. Gerade Frauen und Angestellte in sozialen Berufen nennen diesen Faktor besonders häufig.

Faktor 3: Und noch eine Aufgabe (61 Prozent)

Nicht eingeplante und kurzfristig aufgeladene Arbeit ist der dritthäufigste Stressfaktor für deutsche Angestellte.

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Faktor 4: Zu wenig Zeit (54 Prozent)

Die Termine zu eng getaktet, Zeitvorgaben viel zu knapp bemessen: Das hetzt immerhin mehr als die Hälfte der Befragten. Eine Folge: Fast ein Drittel verkürzt Pausen oder lässt sie gleich ganz ausfallen, weil die anfallende Arbeit sonst nicht zu schaffen wäre.

Faktor 5: Zu hohe Erwartungen (41 Prozent)

Mit etwas Abstand dahinter folgt der Druck, der durch die Erwartungshaltung von Kunden entsteht. Den allerdings können Arbeitgeber nur bedingt eindämmen.

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