Digitalisierung: Keine Angst vorm Jobverlust

Digitalisierung: Keine Angst vorm Jobverlust

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Deutsche brauchen keine Angst vor der Digitalisierung zu haben.

Je nachdem, wen man fragt, ist die Digitalisierung der größte Jobkiller oder der größte Jobmotor seit Erfindung der Dampfmaschine. Dabei ist die Digitalisierung seit Jahren im Gange - ganz ohne Massenentlassungen.

Theoretisch könnten Roboter und Algorithmen schon heute die Arbeit von Hunderttausenden übernehmen: Laut einem Forschungsbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit können Computer schon heute Routine-Aufgaben wie in der Buchhaltung oder das Sortieren von verschiedenen Dingen ganz prima übernehmen. Nur bei analytischen und interaktiven Nicht-Routine-Aufgaben, beispielsweise in der Beratung, tun sie sich noch schwer.

Weil die Entwicklung nicht stehen bleibt, befürchten viele, dass auch ihr Job in ein paar Jahren von einem Roboter erledigt werden könnte. Dabei ist der gemeine Buchhalter gar nicht vom Aussterben bedroht, wie es scheint.

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Trotzdem geht beispielsweise das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers davon aus, dass in den nächsten 15 Jahren in der industriellen Produktion rund 500.000 Stellen vernichtet werden. Die Jobs übernehmen demnach in Zukunft Roboter.

Diese Berufe lassen sich am einfachsten durch Computer ersetzen

  • Back- Konditor-, Süßwarenherstellung

    Mit 75,3 Prozent weisen Berufe aus dem Bereich Back- und Süßwarenherstellung ein hohes Substituierbarkeitspotenzial auf.

  • Bank-, Versicherungsfachleute

    Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei den Bank-, Versicherungsfachleuten bei 39,5 Prozent.

  • Bauberufe, Holz-, Kunststoffbe- und -verarbeitung

    Mit 24,1 Prozent ist das Substituierbarkeitspotenzial in diesem Bereich verhältnismäßig gering.

  • Bergleute, Mineralgewinner

    Hier liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 83,9 Prozent.

  • Berufe in der Körperpflege

    Berufe in der Körperpflege sind so gut wie gar nicht durch Maschinen oder Computer zu ersetzen. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei gerade einmal 2,3 Prozent, da es sich um eine schwer substituierbare Routine-Tätigkeit handelt.

  • Bürohilfsberufe, Telefonist(en/innen)

    Bürohilfskräfte oder Telefonisten sind verhältnismäßig leicht zu ersetzen, sie weisen ein mittleres Substituierbarkeitspotenzial auf (54,7 Prozent).

  • Chemie-, Kunststoffberufe

    Auch in der Chemie gilt: Zusammensetzung und Dosierungen kann ein Computer berechnen, nur die Hilfsarbeiten nicht. Das Substituierungspotenzial liegt bei 89,8 Prozent.

  • Designer/innen, Fotograf(en/innen), Reklamehersteller/

    Das Substituierbarkeitspotenzial bei Designer/innen, Fotograf(en/innen) und Reklamehersteller/innen ist mit 27,6 Prozent verhältnismäßig gering.

  • Elektroberufe

    Elektroberufe lassen sich im Durchschnitt zu 75,6 Prozent von Computern erledigen. Dabei sind Kraftwerker/innen mit 71,9 Prozent verhältnismäßig besser substituierbar als Ingenieure/innen in der Fernsehtechnik (60,6 Prozent).

  • Fahr-, Flugzeugbau, Wartungsberufe

    Berufe im Bereich Fahrzeug- und Flugzeugbau, sowie Wartungsberufe können zu 67,4 Prozent von Maschinen übernommen werden.

  • Feinwerktechnische, verwandte Berufe

    Hier liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 54,3 Prozent.

  • Finanz-, Rechnungswesen, Buchhaltung

    Das Berufssegment der „Unternehmensbezogene Dienstleistungsberufe“ ist mit 69,9 Prozent durch ein besonders hohes Substituierbarkeitspotenzial gekennzeichnet. Viele Dienstleistungen für Unternehmen, wie Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, Dienstleistungen im Rechnungswesen oder im Controlling, könnten heute bereits heute von Computern erledigt werden.

  • Fleischer/innen

    Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 39,7 Prozent.

  • Geschäftsführung, Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung

    Administrative und organisatorische Arbeiten, etwa der Geschäftsführung, könnten bereits heute zu einem nicht unwesentlichen Teil durch Computer ersetzt werden. Auch analytischen Aufgaben (im Management oder der Beratung) können durch den Einsatz von Computern unterstützt werden. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 28,8 Prozent.

  • Gesundheitsberufe mit Approbation

    Bei den Gesundheitsberufe mit Approbation liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 5,7 Prozent.

  • Gesundheitsberufe ohne Approbation

    Gesundheitsberufe ohne Approbation befinden sich auf der Schwelle zu einem mittleren Substituierbarkeitspotenzial: Mit einem Wert von 29,9 Prozent sind sie gerade noch geringfügig ersetzbar.

  • Getränke, Genussmittelherstellung, übrige Ernährungsberufe

    Berufe aus dem Berufsfeld Getränke und Genussmittelherstellung lassen sich mit einem Wert von 79,1 Prozent verhältnismäßig leicht durch Computer substituieren.

  • Groß-, Einzelhandelskaufleute

    Einzelhandelsberufe, aber auch Groß- und Außenhandelsberufe und berufliche Tätigkeiten rund um die administrativen und organisatorischen Büro- und Sekretariatsarbeiten könnten bereits heute zu einem nicht unwesentlichen Teil durch Computer ersetzt werden. Das durchschnittliche Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 34,3 Prozent.

  • Hausmeister

    Ein mittleres Substituierbarkeitspotenzial (44 Prozent) weisen Hausmeister und Hausmeisterinnen auf.

  • Hotel-, Gaststättenberufe, Hauswirtschaft

    In der Gastronomiebranche ist das Substituierbarkeitspotenzial gering, es liegt gerade einmal bei 18,2 Prozent. Besonders schwer zu ersetzen sind Helfer im Veranstaltungsservice (17,5 Prozent). Verhältnismäßig leichter substituierbar sind Betriebswirte, die für das Catering beziehungsweise die Systemverpflegung zuständig sind (27 Prozent). Tätigkeiten wie zum Beispiel die Kalkulation und Planung, die in den Aufgabenbereich dieser Fachkräfte fallen, könnten in Zukunft durchaus durch Computer ersetzt werden. Dass ein "menschlicher Servierer" durch einen Roboter ersetzt wird, ist dagegen eher unwahrscheinlich, genauso wie Hotelsekretär(e)/innen.

  • Industrie-, Werkzeugmechaniker/innen

    Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 74,3 Prozent.

  • Ingenieur(e/innen)

    Dieses Berufsfeld weist mit 36,1 Prozent ein mittleres Substituierbarkeitspotenzial auf.

  • IT- und naturwissenschaftliche Berufe

    Abgesehen von den Experten haben gerade die IT- und naturwissenschaftlichen Berufe ein hohes Substituierbarkeitspotenzial, weil viele Tätigkeiten zu Routinetätigkeiten gemacht werden. So schreiben heute bereits viele IT-Fachkräfte Computerprogramme, die Routinen programmieren und sie damit von einfachen Programmieraufgaben entlasten. Vor diesem Hintergrund ist das hohe Substituierbarkeitspotenzial von mehr als 65 Prozent für Fachkräfte in diesem Berufssegment wenig verwunderlich.

    Quelle: Forschungsbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit.

  • Köche

    Am Herd liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 24,4 Prozent. Denn auch wenn Thermomix & Co. vieles können: Sie können sich weder selbstständig befüllen, noch können sie sich ein sieben-Gänge-Menü ausdenken oder die Qualität der Lebensmittel beurteilen und Extrawünsche berücksichtigen.

  • Künstler/innen, Musiker/innen

    Auch Künstler und Musiker können schlecht von Maschinen imitiert werden. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei knapp 24 Prozent.

  • Land-, Tier-, Forstwirtschaft, Gartenbauberufe

    Das durchschnittliche Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 39,2 Prozent. Doch auch hier gilt: Der Ingenieur ist leichter zu ersetzen als derjenige, der die Melkmaschine anlegt oder die Kuh füttert bzw. den Futterautomaten befüllt.

  • Lehrer/innen

    Auch der Beruf des Lehrers hat im Zuge der Digitalisierung noch eine Zukunft: Das Substituierbarkeitspotenzial ist mit 3,1 Prozent besonders gering. Im Berufssegment "Soziale und kulturelle Dienstleistungsberufe" weisen Musiklehrer sogar ein Substituierbarkeitspotenzial von 0 Prozent auf.

  • Luft-, Schifffahrtsberufe

    Bei den Luft- und Schifffahrtsberufen können 46,7 Prozent aller Tätigkeiten von Maschinen übernommen werden.

  • Metall-, Anlagenbau, Blechkonstruktion, Installation, Montierer/innen

    Geht es darum, aus dem hergestellten Material ein Auto oder eine Maschine zu bauen, können Computer 67,2 Prozent der Tätigkeiten übernehmen.

  • Metallerzeugung, -bearbeitung

    In der Metallerzeugung können 82,5 Prozent aller Tätigkeiten von Maschinen übernommen werden.

  • Packer/innen, Lager-, Transportarbeiter/innen

    Im Segment der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungsberufe fällt vor allem das hohe Substituierbarkeitspotenzial der „Verkehrs- und Logistikberufe“ auf. Etwas mehr als 43,2 Prozent der Tätigkeiten von Lager- und Transportarbeitern oder (Post-)Boten können bereits heute von Computern ersetzt werden. Im Durschnitt ergibt sich für das Berufsfeld ein Substituierbarkeitspotenzial von 43,2 Prozent.

  • Papierherstellung, -verarbeitung, Druck

    In der Papierherstellung sind Experten gefragt, die Tätigkeiten von Helfern und einfachen Fachkräften sind bis zu 82 Prozent ersetzbar. Insgesamt liegt das Substituierungspotenzial bei 79,9 Prozent.

  • Personenschutz-, Wachberufe

    So gut wie nicht durch Maschinen ersetzbar sind Personenschutz- und Wachberufe. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei nicht mal 6 Prozent.

  • Publizistische, Bibliotheks-, Übersetzungs-, verwandte Wissenschaftsberufe

    Auch Publizistische, Bibliotheks-, Übersetzungs- und andere, verwandte Wissenschaftsberufe weisen ein geringes Substituierbarkeitspotenzial auf: Es liegt bei knapp 23 Prozent.

  • Rechtsberufe

    In der Branche der Rechtsberufe liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 18,4 Prozent.

  • Reinigungsberufe

    Die Substituierbarkeit der „Reinigungsberufe“ ist eher niedrig, weil z. B. staubsaugende Roboter nach wie vor nicht so gründlich

    reinigen können wie man es von menschlichen Reinigungskräften erwartet. Weil diese Berufssegmente von schlecht automatisierbaren, meist manuellen Tätigkeiten dominiert werden, sind sie auch nur schlecht durch Computer ersetzbar. Nur rund 40 Prozent der Tätigkeiten einer Reinigungsfachkraft können von einem Roboter übernommen werden.

  • Sicherheitsberufe

    Auch Sicherheitsberufe erfordern menschliches Geschick und Gespür. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei gerade einmal rund 16 Prozent. Besonders Fachkräfte sind in dieser Branche nicht durch Roboter zu ersetzen, Helfer sind dagegen leichter substituierbar.

  • Sicherheitsberufe

    Die Tätigkeiten eines Helfers in einem Sicherheitsberuf lassen sich zu 30 Prozent von einem Roboter oder einem Algorithmus erledigen. Auch wenn bereits heute Wachschutzroboter Alarm bei ungewöhnlichem Geschehen in Tiefgaragen oder auf Parkplätzen geben, ist es kaum vorstellbar,

    dass zukünftig im Justizvollzug oder bei polizeilichen Ermittlungen auf den Menschen verzichtet werden kann.

    Die Aufgaben einer Fachkraft im Sicherheitsbereich haben dennoch ein Substituierbarkeitspotenzial von 50 Prozent, ähnlich hoch ist das Potenzial bei Spezialisten. Die Tätigkeiten von Sicherheitsexperten können dagegen nur zu 32 Prozent ersetzt werden.

  • Sonstige kaufmännische Berufe (ohne Groß-, Einzelhandel, Kreditgewerbe)

    Das Substituierbarkeitspotenzial in den sonstigen kaufmännischen Dienstleistungsberufen liegt bei 26,9 Prozent.

  • Soziale Berufe

    Ebenso die sozialen Berufe, bei denen das Substituierbarkeitspotential bei 5,3 Prozent liegt.

  • Spinnberufe, Textilhersteller/innen, Textilveredler/innen

    Hier liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 74,2 Prozent. Mit 75,9 Prozent sind besonders Helfer/innen verhältnismäßig leicht zu ersetzen.

  • Steinbearbeitung, Baustoffherstellung, Keramik-, Glasberufe

    Die Herstellung von Glas und Keramik und das Behauen von Steinen können zu 82,1 Prozent Maschinen erledigen.

  • Techniker/innen

    Techniker/innen weisen ein Substituierbarkeitspotenzial von 55,1 Prozent auf.

  • Technische Sonderkräfte

    Das Substituierbarkeitspotenzial der technischen Sonderkräfte liegt mit 69,9 Prozent besonders hoch.

  • Technische Zeichner/innen, verwandte Berufe

    Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 69,2 Prozent.

  • Textilverarbeitung, Lederherstellung

    Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 74 Prozent. Verhältnismäßig schlecht substituierbar sind Zuschnittleiter/innen (43,9 Prozent).

  • Verkaufsberufe (Einzelhandel)

    Dass Computer nicht nur die Produktionsberufe, sondern auch die Dienstleistungsberufe verändern werden, zeigt sich auch im Berufssektor „Kaufmännische Dienstleistungsberufe“. Automatische Kassensysteme sind schon lange keine Zukunftsmusik mehr und so liegt das durchschnittliche Substituierbarkeitspotenzial bei den Helfern und Fachkräften der Verkaufsberufe, etwa Verkäufer/innen oder Kassierer/innen, bei über 43 Prozent.

  • Verkehrsberufe

    Das Segment der Verkehrsberufe ist mit durchschnittlich 19,5 Prozent durch ein geringes Substituierbarkeitspotenzial gekennzeichnet. Trotz selbstfahrender LKW und PKW gilt das Führen eines Fahrzeuges derzeit noch nicht durch Computer ersetzbar, weil diese gegenwärtig nur teilautonom, zu Testzwecken und nur auf bestimmten Strecken zum Einsatz kommen können. Vor allem in unvorhersehbaren und unübersichtlichen Verkehrssituationen – wie Baustellen oder Unfällen – sind die technischen Fahrassistenzsysteme noch nicht in der Lage, angemessen zu reagieren.

  • Verkehrs- und Logistikberufe

    Betrachtet man den Berufssektor „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungsberufe“ fällt vor allem das hohe Substituierbarkeitspotenzial der Helfer in den „Verkehrs- und Logistikberufen“ auf. Etwas mehr als 60 Prozent der Tätigkeiten von Lager- und Transportarbeitern oder (Post-)Boten können bereits heute von Computern ersetzt werden. Und die Arbeit einer Fachkräfte aus der Logistikbranche, die kein Paket anpackt, keinen Laster belädt und keine Palette abräumt, kann zu 100 Prozent ein Computer übernehmen. Auch der Logistikspezialist, der Routen plant, muss zittern: Seine Tätigkeiten sind ebenfalls zu 100 Prozent substituierbar.

  • Vermessungswesen

    Berufe aus dem Vermessungswesen sind zu 52,7 Prozent substituierbar.

  • Verwaltungsberufe im Öffentlichen Dienst

    Das Substituierbarkeitspotenzial bei Verwaltungsberufen im Öffentlichen Dienst liegt bei 16,2 Prozent.

  • Warenprüfer/innen, Versandfertigmacher/innen

    Die Warenprüfung ist leicht durch Computer substituierbar. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 78,9 Prozent.

  • Werbefachleute

    Da kreative Intelligenz (z. B. Kunst, kreative Problemlösungen) in naher Zukunft nicht von (computergesteuerten) Maschinen ersetzt werden kann, liegt das Substituierbarkeitspotenzial  der Werbefachleute bei nur 19,1 Prozent.

Alles Quatsch, sagt jetzt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Die Beschäftigten in Deutschland müssen sich nicht vor der Digitalisierung der Arbeitswelt fürchten. "Die Möglichkeit negativer Beschäftigungseffekte wird zwar immer wieder politisch thematisiert und diskutiert, wissenschaftlich lassen sich aber bisher keine Belege für diese Vermutung finden", heißt es in einem Gutachten, das das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der INSM erstellt hat.

Denn die Digitalisierung sei ja bereits seit Jahren in vollem Gange - manche Branchen seien schon längst vollständig digitalisiert - und dass ohne die befürchteten Negativeffekte.

"Es gibt auch keine empirischen Anhaltspunkte, dass es zu einer Ausbreitung neuen Formen der Soloselbständigkeit kommt. Das Phänomen der Crowdworker wird zwar oft und prominent diskutiert, ist aber sonst kaum relevant. Selbst in einer Vorreiterbranche der Digitalisierung, der Informationswirtschaft, sind Crowdworker im Grunde nicht bekannt und erscheint den allermeisten Unternehmen auch nicht als attraktive Beschäftigungsform", heißt es in dem Gutachten.

Aus Sicht der INSM belegt die Studie, dass die Digitalisierung keine Bedrohung, sondern eine Chance ist, die nicht durch vorschnelle Regulierungen aufs Spiel gesetzt werden darf. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch vor wenigen Tagen eine Allensbach-Umfrage der INSM.

Diese Tech-Jobs werden im Jahr 2020 gesucht

  • Business Analyst

    Der Business Analyst baut Brücken zwischen den Fachbereichen eines Unternehmens und dessen IT. Dazu untersucht er Geschäftsprozesse und Anforderungen der Fachbereiche und kommuniziert sie der IT-Abteilung, um die Umsetzung so reibungslos wie möglich zu gestalten. Dabei muss der Business Analyst über sehr gute kommunikative Fähigkeiten verfügen, da er sowohl die Perspektive des Unternehmens als auch die der Kunden verstehen und einbeziehen muss.

  • Cloud-Architekt

    Cloud-Computing wird für IT-Unternehmen immer wichtiger. Daher steigt auch der Bedarf an Fachkräften die eine effektive Integration der Cloud fördern. Cloud-Architekten sind in der Lage sowohl die Unternehmensseite zu berücksichtigen, als auch die technischen Herausforderungen zu meistern.

  • Data Architect

    Das Berufsfeld der Datenarchitekten gehört der IT-Architektur an. Der Data Architect identifiziert und beschreibt in Geschäftsprozessen zugehörige Daten und ihre Beziehungen. Zu den alltäglichen Aufgaben gehören Datenanalysen, Datenmodellierung, Datenintegration oder die Optimierung von Datenbanken. Der Bedarf an Datenarchitekten nimmt stetig zu.

  • Data Artist / Data Visualizer

    Data Artists sind die Künstler in der Tech-Welt. Sie gestalten visuelle Hilfsmittel wie Graphen, Charts und Infografiken um komplexe Daten und Auswertungen für die anderen Unternehmensbereiche und Kunden verständlich zu machen. Erfolgreiche Data Artists vereinen Kenntnisse aus der Wissenschaft, Mathematik und Datenverarbeitung mit kreativen Fähigkeiten und Kompetenzen im Umgang mit Gestaltungsprogrammen.

  • Data Scientist

    Mit den wachsenden Mengen an Daten steigt auch der Bedarf diese zu strukturieren. Damit befasst sich das Berufsfeld der Data Scientists, in Deutschland bekannt als Datenanalytsen. Mit Hilfe von Algorithmen extrahieren sie die für das Unternehmen nützlichen und verwertbaren Informationen aus den Datenmassen. In den USA ist die Ausbildung zum Data Scientist bereits sehr beliebt, in Deutschland steht sie noch relativ am Anfang. Datenanaylsten fühlen sich in der Mathematik und Statistik wohl. Sie arbeiten mit Datenbanken, Netzwerktechniken und Programmierungen.

  • Datenbankadministrator

    Der Datenbankadministrator befassen sich mit den Datenbanksystemen eines Unternehmens. Dabei gilt es zum einem die Informationssysteme zu installieren, konfigurieren, betreiben, überwachen und pflegen. Zum anderen betreibt der Datenbankadministrator das sogenannte Changemanagement.

  • Information Broker

    Auch der Information Broker, zu Deutsch Informationsvermittler befasst sich mit den entstehenden Datenmassen im Netz. Sein Berufsfeld ist aus der Verfügbarkeit von Online-Datenbanken entstanden. Für den Information Broker gibt es zwei mögliche Einsatzgebiete: zum einen kann er gegen ein Honorar die Recherche von Informationen übernehmen um Datenbanken zu "füttern", zum anderen kann er als Inhouse-Experte in einem Unternehmen tätig sein und die betrieblichen Datenbestände aufstocken. Ein professioneller Information Broker benötigt fundiertes fachliches und methodisches Wissen.

  • IT-Architekt

    Hinter dem IT-Architekten verbirgt sich ein Informatiker mit speziellem Wissen. Er erarbeitet Planungs- und Orientierungsrahmen, anhand derer sich IT-Projekte erfolgreich realisieren lassen. Besonders wichtig ist der ständige Abgleich zwischen der Ist- und der Soll-Architektur eines Unternehmens.

  • IT-Auditor

    Der IT-Auditor analysiert und bewertet IT-gestützte Geschäftsprozesse hinsichtlich ihrer Effizienz und Qualität, möglicher Risiken sowie der Einhaltung interner und externer Vorgaben. Er nutzt in seiner Arbeit Reports, um sicherzustellen, dass die Prüfungsziele effizient erreicht werden. Gleichzeitig beurteilt er die Risiken und Kontrollen des internen Kontrollsystems.

  • IT-Berater

    Das Berufsfeld des IT-Beraters ist weit gestreut. Im Allgemeinen beratet er Unternehmen im Bereich der Informationstechnik. Dies ist in der IT-Branche, in unterschiedlichen Wirtschaftsunternehmen oder in der öffentlichen Verwaltung, sowie bei Verbänden und Organisation möglich. Der IT-Berater benötigt Kenntnisse aus den Bereichen Informatik, Softwaretechnik und Betriebswirtschaft.

  • Netzwerkadministrator

    Größere Betriebe verfügen über Computeranlagen, mit denen Daten innerhalb des Unternehmens ausgetauscht werden können. Für deren Funktionsfähigkeit ist der Netzwerkadministrator zuständig. Er konfiguriert, betreibt, überwacht und pflegt Datennetze für Computer sowie integrierte Telekommunikationsnetze für Telefonie, Videokonferenzen oder Funknetze.

  • Requirements Engineer

    Der Requirements Engineer bewegt sich ähnlich wie der Business Analyst im Anforderungsmanagement. Sein Ziel ist es ein gemeinsames Verständnis zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber hinsichtlich des zu entwickelnden Systems zu erreichen.

  • SAP-Berater

    Der SAP-Berater ermittelt die Anforderungen von Unternehmen an die betriebswirtschaftliche Software SAP und führt diese in Unternehmen ein. In einem weiteren Schritt bildet er die Angestellten in der Nutzung der Software aus. Dazu ist der Berater nicht bei SAP angestellt. Er arbeitet direkt beim Anwenderunternehmen, bei einem IT-Dienstleister, bei Unternehmen für Softwareentwicklung oder auf selbstständiger Basis.

  • Security-Spezialist

    Der Sicherheitsspezialist versucht Datenlecks zu vermeiden und eine Strategie zur IT-Sicherheit zu entwickeln. Security-Spezialisten werden in jedem Unternehmen benötigt, welches eine komplexe IT-Infrastruktur hat.

  • Service Level Manager

    das Service-Level-Management, zu Deutsch Dienstgütemanagement befasst sich mit der Definition, Überwachung und Optimierung von Dienstleistungen in der IT-Branche. Der Service Level Manager ist verantwortlich die Leistungen der IT in Einklang mit den geschäftlichen Erwartungen zu bringen.

  • Software Engineering Specialist

    Der Software Engineering Specialist beschäftigen sich mit dem Design, der Entwicklung, der Instandhaltung und Evaluation von Software-Systemen.

  • Systemanalytiker

    Systemanalytiker, die im IT-Bereich arbeiten, modellieren Geschäftsprozesse und erstellen auf der Basis von Analysen die Anforderungen an IT-Systeme, die sie in Form von Anforderungsmodellen darstellen. Die Unterstützung eines Systemanalytikers ist vor allem dann von großer Bedeutung, wenn Prozessabläufe komplizierter werden. Die Hauptaufgaben eines Systemanalytikers bestehen darin, die Umsetzung und Installation von IT-Systemen fachlich zu begleiten sowie bereits bestehende anzupassen. Zudem müssen sie auch kommunikative Fähigkeiten bei Verhandlungen und Beratungen mit Kunden unter Beweis stellen.

  • Testmanager

    Ein Testmanager prüft IT-Systeme, die sich noch in der Vorbereitungsphase befinden. Er ist für die Konzeption, Planung, Steuerung und Prüfung des Prozesses zuständig. Außerdem dirigiert er den Testprozess, indem er sowohl Vorgesetzte als auch Kunden stetig auf den neuesten Stand bringt, was Qualität und Fortschritte des Systems betrifft.

  • Webdesigner

    Webdesigner arbeiten in der Regel für Software- und Datenbankanbieter oder Multimediaagenturen. Ihre Aufgabe besteht darin, Internet-Auftritte zu betreuen. Während Webdesigner in kleineren Agenturen üblicherweise für Gestaltung, Aufbau und die Verwirklichung des Corporate Designs zuständig sind, übernehmen sie in größeren Betrieben oftmals vorwiegend die Pflege für Layout und Design der Webseiten. Bei weiterführenden Aufgaben stehen ihm dann weitere Sachkundige zur Verfügung.

Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM, zieht daraus ein klares Fazit: "Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich bisher gut an die Digitalisierung angepasst und sie werden auch in Zukunft selber wissen, wie sie sich auf den weiteren digitalen Wandel einstellen müssen. Der Gesetzgeber wird vorerst nicht gebraucht."

Auch Studienautor Oliver Stettes hält Regulierungsmaßnahmen von Seiten der Politik für verfrüht. "Unsere Analyse zeigt, dass sich durch die zunehmende Verbreitung und Vernetzung von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien derzeit keine gravierenden Veränderungen in der Arbeitswelt abzeichnen. Nur wenn das der Fall wäre, wäre die Politik aufgefordert, die bewährten und funktionierenden Strukturen und Regulierungen anzupassen."

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