Digitalisierung: Wer lernt, gewinnt!

Digitalisierung: Wer lernt, gewinnt!

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Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist in deutschen Unternehmen angekommen und führt zu einem gesteigerten Weiterbildungsbedarf.

Die Digitalisierung sorgt für Weiterbildungsbedarf in den Unternehmen. Damit Mitarbeiter mit den neuen Entwicklungen Schritt halten können, heißt es lernen, lernen, lernen - auch um die eigene Karriere zu fördern.

Wer rastet, rostet. Wie viel Wahrheit wirklich im Sprichwort steckt, beweist die Digitalisierung Unternehmern wie Angestellten. Wer nicht schnell auf die Bedürfnisse des Kunden reagieren kann, verliert ihn. Das bedeutet natürlich auch, dass sich das Anforderungsprofil an Mitarbeiter wie Manager ändert: andere Fähigkeiten sind gefragt, Agilität ist wichtig, Offenheit für Neues. Dienst nach Vorschrift ist passé. Wie stark deutsche Unternehmen betroffen sind, zeigt die aktuelle TNS Infratest-Studie zu den Weiterbildungstrends in Deutschland.

Digitalisierung trifft alle Hierarchieebenen

Insgesamt sehen 68 Prozent der befragten Personalverantwortlichen in ihren Unternehmen starke bis äußerst starke Auswirkungen des technologischen Wandels auf den Arbeitsalltag. Ein Blick auf die unterschiedlichen Unternehmensgrößen zeigt: Während 53 Prozent der Befragten in kleinen Unternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern die Folgen für den Arbeitsalltag als stark bis äußerst stark einschätzen, sehen dies 83 Prozent für mittlere Unternehmen (bis 499 Mitarbeiter) und 78 Prozent für große Unternehmen ab 500 Mitarbeiter so. Und betroffen sind alle - nicht nur die IT-Abteilung.

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Für 80 Prozent der Befragten sind Führungskräfte im mittleren Management stark bis äußerst stark von der Digitalisierung betroffen, gefolgt von ausgebildeten Fachkräften sowie Sachbearbeitern mit Ausbildung, Spezialisten mit akademischem Abschluss und Top-Führungskräften. Und auch an den einfachen Facharbeitern mit Berufserfahrung geht die Digitalisierung nicht spurlos vorbei. Das bedeutet, dass Arbeitnehmer künftig komplexere Aufgaben zu bewältigen haben: "Arbeitnehmer müssen künftig mit unterschiedlichsten Technologien arbeiten können und für vielseitige Aufgaben einsatzfähig sein. Sie sind gefordert, sich das notwendige Wissen und die entsprechenden Kompetenzen anzueignen, um nicht den Anschluss in der digitalen Arbeitswelt zu verlieren", sagt Brigitta Vochazer, Geschäftsführerin der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD), in deren Auftrag die Studie gemacht wurde.

Wer lernt, gewinnt

Während zumindest Anpassungsfähigkeit nichts ist, was man jemandem in einem Kurs beibringen kann, lässt sich der Umgang mit neuen Kommunikationsmitteln und digitalen Anwendungen lernen. Und wer lernt, gewinnt: bessere Karrierechancen, mehr Verantwortung oder eine Gehaltserhöhung können der Lohn sein.

Diese positiven Auswirkungen hat Weiterbildung auf die Karriere

  • Zur Umfrage

    Die Industrie- und Handelskammern haben 2014 mehr als 10.000 Teilnehmer der Prüfungsjahrgänge 2008 nach ihren Motiven und Zielen für die Weiterbildung sowie den anschließenden Karriereweg gefragt. Demnach gaben 62 Prozent der Befragten an, dass die Weiterbildung eine positive Auswirkung auf ihre Karriere hatte.

  • Platz 5

    Gut 6 Prozent fanden nach der Weiterbildung einen Arbeitsplatz.

  • Platz 4

    14 Prozent bewältigten ihrer Aufgabe besser als vor der Weiterbildung.

  • Platz 3

    21 Prozent erhöhten die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes.

  • Platz 2

    69 Prozent verbesserten sich finanziell.

  • Platz 1

    74 Prozent derjenigen, die nach der Weiterbildung eine positive Auswirkung bemerkten, gaben an, beruflich aufgestiegen zu sein oder einen größeren Verantwortungsbereich erhalten zu haben.

Für 87 Prozent der befragten Personalverantwortlichen entscheidet die Lernbereitschaft und das Eigeninitiative eines Mitarbeiters maßgeblich über dessen berufliches Vorankommen im Unternehmen. "Wer 2016 auf Karriere setzt, liegt mit beruflicher Weiterbildung gut im Rennen", so Vochazer.

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Es bringe allerdings nichts, einfach auf gut Glück irgendeinen Kurs oder irgendein Fernstudium zu belegen, so Vochazer. "Arbeitnehmer sollten sich im Vorfeld genau informieren, mit welcher Weiterbildung sie ihr Ziel erreichen. Werden im Unternehmen für das mittlere Management beispielsweise Techniker, Meister oder Fachwirte mit entsprechender Aufstiegsfortbildung benötigt? Oder führt eine Weiterbildung im Innovationsmanagement oder im Projektmanagement eher ans Ziel?"

Bei der Frage nach den drei wichtigsten Kompetenzen der Mitarbeiter in einer digitalisierten Arbeitswelt nimmt für die Befragten die Lernbereitschaft mit 62 Prozent den wichtigsten Platz ein, gefolgt von Flexibilität (51 Prozent) und IT-Know-how (41 Prozent). Selbstorganisation beziehungsweise Koordinationsfähigkeit nannten 37 Prozent beziehungsweise 27 Prozent der Personalentscheider.

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