Fachkräftemangel: 75 Prozent finden keine geeigneten Mitarbeiter

Fachkräftemangel: 75 Prozent finden keine geeigneten Mitarbeiter

Für Unternehmen bleibt die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern die Herausforderung Nummer eins. Es fehlt aber nicht nur bei Fachkräften, auch bei ungelernten Arbeitern gibt es Mängel bei der Qualifikation.

Am deutschen Arbeitsmarkt geht es weiter bergauf. Das hat die Bundesagentur für Arbeit bekannt gegeben. Doch was aus Arbeitnehmersicht erfreulich ist, wird für die Unternehmen hierzulande zu einem dramatischen Problem: Ihnen gehen die Fachkräfte aus. Lediglich 25 Prozent der Unternehmen in Deutschland können freie Stellen bedarfsgerecht besetzen. „Drei von vier Firmen sehen dabei große Lücken“, sagt Andreas Dinges, der Geschäftsführer der Adecco Gruppe in Deutschland. „Jedes zweite Unternehmen hat zu wenig Bewerber mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss.“ Selbst im Bereich der ungelernten Tätigkeiten sieht es schlimm aus.

Qualifikation der Mitarbeiter ist die Hauptsorge

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72 Prozent der Bewerber haben hier ein zu geringes Qualifikationsniveau. Das zeigt eine aktuelle Umfrage, die TNS Infratest im Auftrag der Adecco Gruppe durchgeführt hat. Erstmals wurden in 260 Interviews für den Adecco Arbeitsmarkt Monitor (AAM) Entscheider aus Unternehmen in Deutschland befragt. Diese Erhebung wird künftig in vierteljährlichem Abstand zu aktuellen Arbeitsmarkt-Themen durchgeführt. Der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern ist für die Entscheider in Unternehmen in Deutschland derzeit das wichtigste Thema der Zukunft. 67 Prozent von ihnen sehen darin der Umfrage zufolge eine große Herausforderung. Weitere Wettbewerbsfaktoren wie der zunehmende technische Fortschritt, die stärker werdende Globalisierung oder die immer kürzeren Konjunkturzyklen sind aus ihrer Sicht erst von nachrangiger Bedeutung.

Unternehmen bilden selbst weiter
Um die Fachkräftelücke zu schließen, setzen die befragten Unternehmen vor allem auf betriebliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. 77 Prozent von ihnen halten der Umfrage zufolge solche Maßnahmen für besonders effektiv. Auch die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf schätzen die Entscheider positiv ein. Sieben von zehn Befragten wollen damit Fachkräfte von sich überzeugen. Für die interne Karriere-Entwicklung ihrer Mitarbeiter setzt ein gutes Drittel der Unternehmen Coaching-Programme oder Lebensarbeitszeit-Modelle ein. Nur jedes fünfte Unternehmen hält den Einsatz von Personaldienstleistern für geeignet, um Fachkräfte zu finden.

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Der Adecco Arbeitsmarkt Monitor zeigt auch, dass für knapp drei Viertel der Entscheider Flexibilität in der Personalplanung ein wichtiges Kriterium für Wettbewerbsfähigkeit ist. Fast jedes zweite Unternehmen ist in diesem Punkt nach eigener Auffassung aber nicht gut aufgestellt. Nur rund jedes fünfte Unternehmen begegnet dieser Herausforderung mit dem Einsatz von Zeitarbeit. Arbeitszeitkonten und Überstunden schätzen die befragten Unternehmen als wichtigere Flexibilisierungs-Instrumente ein. „Dabei könnte gerade hier die Zeitarbeit ihre Stärken ausspielen“, sagt Andreas Dinges.

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