Fehltage: Beamte sind immer häufiger krank

Fehltage: Beamte sind immer häufiger krank

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Bundesbeamte sind immer öfter krank.

Deutsche Beamte sind fast doppelt so oft krank, wie andere Arbeitnehmer. 2012 sammelten sie 45 Prozent mehr Fehltage. Damit fehlen sie häufiger als EU-Beamte. Die Zahl steigt seit Jahren.

Beamte in Deutschland sind immer öfter und immer länger krank. Im Jahr 2012 haben Bundesamte im Schnitt 19,97 Tage wegen Krankheit gefehlt. Vergangenes Jahr sammelten sie 45 Prozent mehr Fehltage, als andere Beschäftigte. Besonders in der Bundesverwaltung, bei Beamten und Tarifbeschäftigten, wird die Zahl seit Jahren immer größer. Das geht aus dem Gesundheitsförderungsbericht 2012 des Bundesinnenministeriums hervor. Allerdings: Je höher die Position, desto seltener sind die Fehltage.

Besonders die Beamten der Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen waren häufig krank. Sie haben durchschnittlich etwa 16 Tage gefehlt. Zum Vergleich: Die Kollegen aus Bayern waren im Jahr 2011 rund sieben Tage weniger krankgeschrieben.

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Beamte sind nicht nur immer häufiger krank, sie bleiben bei Krankheiten auch immer länger zuhause. In über 40 Prozent der Fälle dauert die Krankheit länger als 30 Tage, bestätigt das Innenministerium. Bei rund 43 Prozent der Krankmeldungen können die Bundesbeamten ihren Dienst nach vier bis 30 Tagen wieder aufnehmen.

Damit fehlen die Bundesbeamten aus Deutschland häufiger als EU-Beamte. Von den knapp 30.000 Mitarbeitern haben sich vergangenes Jahr 75 Prozent mindestens einmal wegen einer Krankheit abgemeldet. Im Schnitt war jeder Angestellte 14,6 Tage wegen Krankheit nicht im Büro - macht insgesamt 430.000 Fehltage. Das sind 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer Antwort auf einen Fragenkatalog des EU-Parlaments hervor. In dem Fragenkatalog erkundigten sich die Parlamentarier unter anderem nach dem Krankenstand in der europäischen Behörde. Am Dienstag wurde ein Antwortschreiben des slowakischen Kommissars Maros Sefcovic, zuständig für institutionelle Beziehungen und Verwaltung, veröffentlicht.

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Auch die Techniker Krankenkasse hat im Gesundheitsreport 2013 herausgefunden, dass Deutsche verhältnismäßig gestresst sind und oft fehlen. Dabei sorgen nicht nur das Arbeitspensum, die ständige Erreichbarkeit und Überstunden für Stress, sondern vor allem die Verhältnisse, unter denen sie arbeiten. Der Report zeigt, dass vor allem diejenigen unter psychischen Belastungen leiden, die befristet, in Teilzeit oder in Leiharbeit beschäftigt sind, sowie diejenigen, die durch Familie und Beruf mehrere Rollen gleichzeitig erfüllen müssen. Insgesamt haben auch in 2012 psychisch bedingte Fehlzeiten weiter zugenommen. Sie machen mittlerweile über 17 Prozent aller Fehlzeiten aus, das heißt, jeder sechste Krankschreibungstag läuft unter einer psychischen Diagnose.

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