_

Freizeit: Arbeitnehmer erhalten mehr Urlaub und Sabbaticals

Die Deutschen haben mehr Urlaub als noch vor zwei Jahren, wie eine Untersuchung zeigt. Auch die Bereitschaft der Arbeitgeber, unbezahlten Urlaub zu gewähren, hat zugenommen.

Silvester

Im kommenden Jahr fällt der erste Januar auf einen Mittwoch. Wer nicht ohnehin die ersten Tage des neuen Jahres noch im Winterurlaub ist, kann sich also fünf freie Tage am Stück sichern, wenn er den 2. und 3. Januar frei nimmt. Und wer in Baden-Württemberg, Bayern oder Sachsen-Anhalt wohnt, kann noch einen draufsetzen: Hier ist am 6. Januar mit den Heiligen Drei Königen ein Feiertag.

Bild: dpa

Fast alle (96 Prozent) Unternehmen in Deutschland gewähren ihren Mitarbeitern mehr Urlaubstage als gesetzlich vorgeschrieben. Im Schnitt können deutsche Arbeitnehmer 29 Tage Urlaub nehmen, fünf mehr als noch vor zwei Jahren. Das zeigt die Studie „Fringe Benefits 2013“ von Aon Hewitt, über die die Website „Wirtschaftspsychologie Aktuell“ berichtet.

Anzeige

Betreuungs- und Pflegehilfe

Über zwei Drittel der befragten Unternehmen vermitteln ihren Mitarbeitern Betreuungshilfe für Kinder und Pflegehilfe für Angehörige und übernehmen die Gebühren dafür. Jedes zweite bietet subventionierte Kindergartenplätze, knapp 40 Prozent organisieren Feriencamps und eine Not-Betreuung für Kinder. Werden Angehörige pflegebedürftig, ermöglicht ein Drittel der Unternehmen seinen Mitarbeitern eine Auszeit für die Pflege.

weitere Artikel

Auszeiten

61 Prozent der Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern zudem längere Auszeiten, ein so genanntes Sabbatical – gut ein Fünftel mehr als 2009. Am häufigsten handelt es sich um unbezahlten Urlaub. Knapp ein Drittel der Unternehmen ermöglichen, die Arbeitszeit zu reduzieren oder die erste Hälfte der vereinbarten Zeit vorzuarbeiten und die zweite zu Hause zu bleiben – bei gleichbleibend reduziertem Gehalt über die gesamte Zeit.

Fondssparmodell

Auch die Flexibilisierung der Arbeitszeiten schreitet voran, meist durch Arbeitszeitkonten, die den Ausgleich von Überstunden primär durch Freizeit ermöglichen. Mit einem Sprung von sechs auf 15 Prozent zwischen 2011 und 2013 hat das sogenannte „Fondssparmodell“ – auch bekannt als „Zeitwertpapiere“ – am stärksten zugenommen. Das bedeutet, dass der Mitarbeiter Überstunden und nicht in Anspruch genommene Urlaubstage auf einem Arbeitszeitkonto zusammen mit anderen Gehaltsteilen ansparen kann. Den angesammelten Gegenwert kann das Unternehmen in einem Investmentfonds anlegen. Während seiner Sabbatzeit kann der Mitarbeiter dann daraus bezahlt werden.

STELLENMARKT


Mit dem Jobturbo durchsuchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen  in 36 deutschen Stellenbörsen.
Diese Jobs suchen die wiwo-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer

Blogs

Der böse Versandhandelskunde - er will die Katze im Sack nicht behalten
Der böse Versandhandelskunde - er will die Katze im Sack nicht behalten

Ich verstehe die Überraschung nicht - und noch weniger das Entsetzen: Nicht jeder, der in ein Geschäft geht und sich ein...

Einstellungen
Dauerhaft aktivieren und Datenübermittlung zustimmen oder deaktivieren:
FOLGEN SIE WIWO.DE

WirtschaftsWoche Shop

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.