Gehälter: Firmen planen maßvolle Gehaltserhöhungen

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Gehälter: Firmen planen maßvolle Gehaltserhöhungen

Im Durchschnitt wollen deutsche Unternehmen ihren Beschäftigten etwa drei Prozent mehr bezahlen. Aber das Gießkannenprinzip kommt immer weniger zur Anwendung.

Wenn die Gehälter ein Indiz für die wirtschaftliche Entwicklung sind, dann scheint in Deutschland, Österreich und der Schweiz alles rund zu laufen. Rund 90 Prozent der Unternehmen in Österreich und sogar 94 Prozent der Betriebe in der Schweiz und in Deutschland haben für 2013 ganz normale Gehaltsanpassungen oder die nach Gesetz oder Tarif vorgesehenen Gehaltssteigerungen eingeplant und zum Teil auch schon umgesetzt. Mitarbeiter in Österreich und Deutschland können sich wie im Vorjahr über durchschnittlich drei Prozent mehr freuen. Die Schweizer mit durchschnittlich zwei Prozent (Vorjahr: 2,3 Prozent) etwas weniger.

Das ist das Ergebnis der Studie "Salary Budget Planning Report EMEA" der Personalberatung Towers Watson. Sie basiert auf Erhebungen im Februar und März 2013.

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"Dass fast alle Unternehmen einen regulären Gehaltsanpassungsprozess durchführen, bedeutet auch, dass sie mit stabilen Geschäftsaussichten rechnen", erklärt Paul Fabiszak von Towers Watson. "Zeichnen sich hingegen Auftragsrückgänge oder Krisenperspektiven ab, werden Gehaltserhöhungen meist verschoben oder ganz ausgesetzt. Dies ist derzeit jedoch nur bei sechs bis acht Prozent der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz der Fall."

Die Schweizer erhalten zwar nominal die niedrigsten Gehaltsanpassungen, allerdings können sie sich trotzdem über die höchste Kaufkraftsteigerung freuen - angesichts einer Inflationsrate von nur 0,3 Prozent. Auch in Deutschland (Inflationsrate 1,8 Prozent) und Österreich (2,2 Prozent) übertreffen die durchschnittlichen Gehaltssteigerungen den Kaufkraftverlust. In Großbritannien dagegen übersteigt die Inflation mit 3,2 die Gehaltssteigerungen von durchschnittlich drei Prozent und sorgt für sinkende Reallöhne.

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Dass die Durchschnittsgehälter steigen, heißt allerdings längst nicht, dass jeder mehr bekommt. 84 Prozent der deutschen Unternehmen reservieren nach dem Motto "das Beste für die Besten" einen Teil oder sogar das ganze Gehaltserhöhungsbudget für diejenigen, die sie als ihre so genannten Leistungsträger ansehen. "Dieser Trend zeigt sich besonders ausgeprägt in der Finanzbranche. Fast alle Banken in Deutschland und der Schweiz sowie 100 Prozent der Banken in Österreich belohnen vorranging ihre Leistungsträger", weiß Fabiszak.

Mit Blick auf die Gehaltserhöhungen unterscheiden sich Produktionsmitarbeiter aber im Schnitt kaum von Direktoren: Für beide Gruppen sind in Deutschland und Österreich drei Prozent Gehaltssteigerung eingeplant. "Ein höherer Platz in der Unternehmenshierarchie bringt nicht unbedingt Vorteile bei der Gehaltsanpassung", so Fabiszak. "Die Leistung des jeweiligen Mitarbeiters gibt den größten Ausschlag."

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