Gehaltserhöhung: Motivation ist nicht käuflich

Gehaltserhöhung: Motivation ist nicht käuflich

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Motivationsfalle Gehaltserhöhung: Eine aktuelle Umfrage beweist, dass ein höheres Gehalt die wenigsten Mitarbeiter motiviert

von Daniel Rettig

Eine neue Umfrage beweist es mal wieder: Gehaltserhöhungen sind völlig ungeeignet, um die Mitarbeiter zu motivieren – selbst ein hoher Bonus kann sich negativ auswirken.

Hand aufs Herz: Würden Sie sich durch eine Gehaltserhöhung anspornen lassen? Instinktiv nicken Sie jetzt vielleicht eifrig – wer hätte nicht gerne mehr Geld? Doch langfristig sind solche Gehaltserhöhungen kein guter Motivator. Das wissen nicht nur Arbeits- und Organisationspsychologen aus Dutzenden von Studien und Experimenten – auch die Arbeitnehmer selbst halten Geld für keinen guten Antreiber.

Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie der Online-Stellenbörse Stepstone und der Unternehmensberatung Hay Group. Etwa 18.500 Fach- und Führungskräfte beantworteten dafür im Januar Fragen zu ihrem Einkommen – und wie es sich auf ihre Motivation auswirkt.

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Druck statt Motivation

Zwar ist 56 Prozent der Befragten ein angemessener Verdienst wichtig. Für die Motivation spielen finanzielle Aspekte allerdings eine untergeordnete Rolle. Bei Fach- und Führungskräften sei das Fixgehalt „eher ein Hygienefaktor als ein nachhaltiger Motivator“, sagt Sebastian Dettmers, Geschäftsführer von StepStone. „Unternehmen können Mitarbeiter durch eine gute Bezahlung zwar gewinnen, doch sie lassen sich durch Gehaltssteigerungen und Boni nicht dauerhaft zufriedenstellen und binden.“

Solche variablen Gehaltsbestandteile sollen Berufserfahrene oft dazu bringen, ihrem Arbeitgeber treu zu bleiben – und sie gleichzeitig zu mehr Leistung motivieren. Doch die aktuelle Umfrage beweist: Die sprichwörtliche Möhre vor der Nase birgt durchaus Gefahren. Einerseits haben sie für jede vierte befragte Fachkraft keinerlei motivierenden Effekt. Mehr noch: 56 Prozent gaben an, sich ab einem variablen Gehaltsbestandteil von 30 Prozent eher unter Druck gesetzt als zusätzlich motiviert zu fühlen.

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Wenig überraschend: Die mit Abstand wichtigsten Faktoren für die Arbeitsmoral sind immer noch ein kollegiales Arbeitsumfeld und ein Job, der Spaß macht. Ein schlechtes Arbeitsklima würde 86 Prozent der Befragten am ehesten zu einer Kündigung bewegen. Motivation ist eben nicht käuflich.

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