Gehaltsreport: Die Hessen verdienen am meisten

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Gehaltsreport: Die Hessen verdienen am meisten

von Ferdinand Knauß

Nicht nur zwischen Männern und Frauen, auch zwischen den Bundesländern gibt es in Deutschland starke Lohnunterschiede bei Fach- und Führungskräften. Das zeigt der Gehaltsreport von StepStone.

Das Profil eines besonders gut verdienenden Deutschen sieht in etwa so aus: Ein Mann, der Jura studiert und promoviert hat, für eine große Unternehmensberatung arbeitet und in Hessen wohnt. Alternativ könnte es auch ein in Bayern praktizierender Arzt sein.

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Die Personalberatung StepStone hat für ihren Gehaltsreport im Sommer 2012 rund 40.000 Personen befragt, ausschließlich Fach- und Führungskräfte. Etwa 67 Prozent der Befragten waren Fachkräfte ohne Personalverantwortung. Führungskräfte waren zu 33 Prozent vertreten. Die angegebenen Durchschnittsgehälter sind Bruttojahresgehälter ohne variable Anteile (Bonus, Prämien, Weihnachtsgehalt).

Der Report zeigt nicht nur, dass Ausbildung, Branche und Wohnort mitentscheidend sind für die Höhe des Verdiensts unter Fach- und Führungskräften. Auch das Geschlecht macht viel aus: Unter den Befragten verdienen Frauen im Jahr durchschnittlich 14.000 Euro weniger als Männer.

Hessen Top, Osten hinkt hinterher

Die drei Top-Bundesländer, was das Gehalt angeht, sind Hessen, Bayern und Baden-Württemberg - das Durchschnittsjahresgehalt liegt in diesen drei Ländern bei über 52.000 Euro.
Das nach diesem Kriterium schwächste Bundesland ist Sachsen mit  einem Durchschnittsgehalt von 34.712 Euro. Das Durchschnittsjahresgehalt in Hessen (54.120 Euro) liegt um 56 Prozent über dem in Sachsen.

Durchschnittsgehälter nach Bundesländern

  • Baden-Württemberg

    52.394 Euro

  • Bayern

    53.006 Euro

  • Berlin

    40.138 Euro

  • Brandenburg

    37.905 Euro

  • Bremen

    49.486 Euro

  • Hamburg

    50.933 Euro

  • Hessen

    54.120 Euro

  • Mecklenburg-Vorpommern

    35.660 Euro

  • Nordrhein-Westfalen

    50.159 Euro

  • Rheinland-Pfalz

    47.548 Euro

  • Saarland

    46.710 Euro

  • Sachsen

    34.712 Euro

  • Sachsen-Anhalt

    36.075 Euro

  • Schleswig-Holstein

    46.586 Euro

  • Thüringen

    36.283 Euro

Studieren zahlt sich aus

Akademiker verdienen im Schnitt 36 Prozent mehr als Nicht-Akademiker. Berufstätige einem Master-Abschluss oder einem Universitäts-Diplom verdienen durchschnittlich 54.226 Euro, also rund 6 Prozent mehr als diejenigen mit einem Bachelor oder einem Diplom einer Fachhochschule (50.742 Euro). Auch ein Doktortitel scheint sich trotz aller Plagiatsskandale noch zu lohnen: Wer promoviert hat, verdient im Durchschnitt circa 17 Prozent mehr als Absolventen mit Master oder Uni-Diplom (54.226 € im Vergleich zu 63.472 €).

Mit im Schnitt 89.000 Euro als durchschnittliches Bruttojahresgehalt sind berufserfahrene Ärzte Deutschlands Top-Verdiener. Medizin ist daher der Studiengang, der im Durchschnitt das höchste Gehalt verspricht - mit deutlichem Abstand bei den Verdienstmöglichkeiten zu den Rechtswissenschaften und auf dem dritten Platz das Ingenieurwesen.

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Berater und Banker kassieren am besten
Angestellte von Unternehmensberatungen und Banken verdienen mit 60.487 € fast doppelt so viel wie ihre Kollegen im Hotel- und Gaststättengewerbe. Weitere Branchen für Gutverdiener sind die Chemie- und Erdölverarbeitende Industrie, Luft- und Raumfahrt und die Pharmabranche. Generell gilt: Wer viel Geld verdienen will, sollte sich bei einem Konzern bewerben. Je größer das Unternehmen, desto besser die Gehaltschancen.

Der Unterschied zwischen Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern und solchen mit mehr als 1000 liegt im Schnitt bei rund 10.000 Euro im Jahr. Das zieht sich durch fast alle Branchen und alle Berufsfelder. Im Schnitt verdienen Mitarbeiter mit Personalverantwortung 15.000  Euro mehr als andere Fachkräfte.

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