Gender Gap: Deutschland fällt bei der Gleichberechtigung zurück

Gender Gap: Deutschland fällt bei der Gleichberechtigung zurück

Es gibt nicht nur weniger berufstätige Frauen, sie werden auch noch schlechter bezahlt als im Vorjahr - das zeigt der aktuelle Global Gender Gap Report. Derweil zeigt sich Siemens-Chef Kaeser offen für eine gesetzliche Frauenquote.

Mit der Flexi-Quote gescheitert, das Elterngeld ein teurer Fehlschlag, Rückzug in die Familie statt Verbleib in der Regierung: Die scheidende Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, CDU, kassierte für ihre Entscheidungen oft Häme. Dass sie Frauen mit ihrer Politik einen Bärendienst erwiesen hat, bestätigt nun der "Global Gender Gap Report" des World Economic Forum: Gemessen an der Chancengleichheit in Politik, Wirtschaft, Bildung und Gesundheit, rangiert Deutschland weltweit auf Rang 14, einen Platz schlechter als im Vorjahr.

Denn der Anteil berufstätiger Frauen sank ebenso wie ihre Bezahlung. Der Frauenanteil in der Politik, im mittleren und höheren Management sank von 38 auf 30 Prozent. An der Spitze liegt wieder Island, gefolgt von Finnland, Norwegen und Schweden. Ebenfalls vor Deutschland: Nicaragua (Platz 10) oder die Philippinen (5).

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Derweil hat sich Siemens-Chef Joe Kaeser offen für eine gesetzliche Frauenquote in Top-Positionen der Wirtschaft gezeigt. Er habe es zwar lange nicht für sinnvoll gehalten, für Frauen einen Mindestanteil an Führungspositionen festzuschreiben, sagte Kaeser laut „Spiegel Online“ auf einem Netzwerktreffen von Managerinnen in München. „Wenn die Unternehmen das aber nicht selbst schaffen, sollte man in die Richtung denken, ob man das nicht gesetzlich regelt.“

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Siemens bestätigte „Spiegel Online“ die Äußerung des Vorstandschefs. Der Konzern war zuletzt in die Kritik geraten, weil der Vorstand künftig wieder rein männlich besetzt sein wird. Denn Brigitte Ederer musste bereits ihren Posten als Personalvorstand räumen, die für den Einkauf zuständige Barbara Kux scheidet zum Jahresende aus.

Kaeser verwies darauf, dass nur jeder achte Ingenieur in Deutschland weiblich sei. Für ein Technologieunternehmen wie Siemens sei dies das Kernproblem bei der Frauenförderung.

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