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Gesetz: Unsichere Lage

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Freiberufler sollten die gesetzlichen Bestimmungen kennen, sonst wird es teuer

Wie Freiberufler den Vorwurf der Scheinselbstständigkeit umgehen.

Theoretisch klingt es gut: Auf der einen Seite lagert der Arbeitgeber Tätigkeiten an Freiberufler aus, zahlt leistungsbezogen, spart Lohn für Leerlauf und umgeht den Kündigungsschutz. Auf der anderen Seite entscheidet der Freiberufler, für welches Projekt er arbeitet – und verhandelt seinen Stunden- oder Tagessatz, unabhängig von tariflichen Beschränkungen. Ist das Projekt beendet, kann das Unternehmen umdisponieren und der Freiberufler selbst über seine Zeit verfügen. In ein neues Projekt, die Familie oder Urlaub – ohne seinem bisherigen Arbeitgeber Rechenschaft ablegen zu müssen.

Immer mehr Freiberufler Raus aus dem Hamsterkäfig

Viele hoch Qualifizierte machen sich heute lieber selbstständig, anstatt sich an einen Arbeitgeber zu binden – nicht aus Not, sondern aus ökonomischem und sozialem Kalkül. Wird die Festanstellung zum Auslaufmodell?

Quelle: Fotolia

Oft genug aber schließt sich an das eine direkt das nächste Projekt an – beim gleichen Auftraggeber. Das kann heikel werden. Denn wer größtenteils auf den gleichen Stamm an Freiberuflern vertraut oder stets den gleichen Auftraggeber wählt, überschreitet schnell die Grenze zur Scheinselbstständigkeit. Die große Koalition will den Einsatz von Freiberuflern erschweren. Sie sollen in Zukunft höchstens 18 Monate bei einem Unternehmen bleiben – und bereits nach neun Monaten der Stammbelegschaft gleichgestellt werden. Wie können Unternehmen und Freiberufler diese Falle umgehen?

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Die schriftliche Vereinbarung sollte immer als „Dienstvertrag“, nicht als „Arbeitsvertrag“ deklariert werden. Der Freiberufler muss versichern, dass er maximal 80 Prozent seiner Einnahmen von einem einzelnen Auftraggeber erhält. Er sollte außerdem keine Kantinenkarte bekommen – und eine interne E-Mail-Adresse nur, wenn der Status als externer Mitarbeiter deutlich wird. Für Unternehmen, die gegen diese Bestimmungen verstoßen, wird es teuer: Sie müssen die Sozialversicherungsbeiträge und vier Jahre rückwirkend Lohnsteuer nachzahlen – mitunter wird auch ein Bußgeld fällig. Bei Vorsatz droht sogar eine Gefängnisstrafe.

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