Gesprächsführung: Wie man wirkungsvoll spricht

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Gesprächsführung: Wie man wirkungsvoll spricht

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US-Präsident John F. Kennedy am 26.06.1963 bei seiner historischen Rede vor dem Rathaus Schöneberg in Berlin. Er sagte damals den berühmten Satz: "Ich bin ein Berliner".

Sprache spiegelt unser Denken wider und beeinflusst es. Deshalb sollte man auch im Berufsleben seine Worte mit Bedacht wählen. Die Beraterin Sabine Prohaska erklärt, wie man die gewünschte Wirkung erzielt.

Was haben der US-Präsident Obama und die Comicfigur Bob der Baumeister gemeinsam? Beide wissen um die motivierende Kraft der Worte. So kennt fast jedes Kind Bobs Ausruf „Yo, wir schaffen das“. Und wir Erwachsene? Wir kennen fast alle Obamas ehemaligen Wahlslogan „Yes, we can“. Obama versetzte damit Millionen US-Bürger in eine Auf- und Umbruchstimmung und motivierte sie, ihn als Präsidenten zu wählen. Und die Comicfigur Bob? Sie vermittelt mit der Aussage „Wir schaffen das“ Kindern die Zuversicht, auch schwierige Aufgaben gelassen anzugehen.

Doch leider strahlt nicht jeder Mensch eine so motivierende und inspirierende Zuversicht aus. Immer wieder begegnen wir – beruflich und privat – Schwarzsehern, also „Negativdenkern“, die nur die Probleme sehen und uns mit ihren Worten „runterziehen“. Ganz anders ticken die „Möglichkeitsdenker“. Sie denken in schwierigen Situationen: „Irgendwie schaffe ich das schon.“

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Worte beeinflussen unser Denken

Gehören Sie zu den Negativ- oder zu den Möglichkeitsdenkern? Angenommen Sie haben etwas falsch gemacht. Denken Sie dann: „Verflucht, jetzt habe ich wieder versagt. Ich kriege nichts auf die Reihe.“? Oder denken Sie: „Mist, das ging daneben. Doch beim nächsten Mal mache ich es besser.“?

Diese beiden Denkweisen führen zu völlig unterschiedlichen Arten, mit Schwierigkeiten umzugehen. Ein Negativdenker sieht in einem Fehler eine Bestätigung für sein Unvermögen. Ein Möglichkeitsdenker hingegen hakt den Fehlversuch als Lernerfahrung ab und zieht daraus den Schluss: Beim nächsten Mal mache ich die Sache anders. 

Sabine Prohaska

Sabine Prohaska

Oft erkennt man Negativdenker erst auf den zweiten Blick. Denn eigentlich klingen ihre Aussagen positiv. Doch leider sind sie gespickt mit den beiden Worten „nicht“ und „kein“. Deshalb erzeugen ihre Aussagen oft just die gegenteilige als die beabsichtige Wirkung. Denn das menschliche Gehirn kann diese Worte nicht verarbeiten. Stellen Sie sich mal kein saftiges Steak vor. Vermutlich taucht gerade das Bild eines saftigen Steaks vor Ihrem geistigen Auge auf. Oder denken Sie nicht an einen cremigen Kaffee. Vermutlich können Sie ihn förmlich riechen. 

Die sprachliche Verpackung ist wichtig für die Wirkung von Aussagen. Das belegen wissenschaftliche Studien. So hängt zum Beispiel die Wirksamkeit eines im Rahmen einer Schmerztherapie genutzten Medikaments stark davon ab, mit welchen Worten es dem Patienten verabreicht wird. Sagt der Arzt „Versuchen wir halt mal dieses Medikament – vielleicht hilft es“, dann ist Wirkung niedrig. Sagt er hingegen „Mit diesem Medikament haben schon viele Patienten positive Erfahrungen gemacht“, dann betonen viele Patienten: Es wirkt!

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