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ifaa-Studie: Firmen setzen auf Mitarbeiter-Zufriedenheit

Die Konkurrenz um Fach- und Führungskräfte steigt. Vor allem kleine Unternehmen müssen sich deshalb immer stärker um die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter bemühen.

Die Rationalisierungen der vergangenen Jahre und eine gute Auftragslage sorgen aktuell für gute Zahlen bei vielen Unternehmen. Die Zeche zahlen vielfach die Arbeitnehmer - die Produktivität ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Laut einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes fühlen sich viele Mitarbeiter mittlerweile im Job überfordert.

Niemand muss sich aber vom Vorgesetzten zu ständigen Höchstleistungen zwingen lassen.  "Jeder Mitarbeiter muss nur Leistungen mittlerer Art und Güte erbringen", sagt Henning Timm, Fachanwalt für Arbeitsrecht bei der Kanzlei Rölfs Partner in München. Vermeintliche Minderleister haben gute Karten. Erst wenn Arbeitnehmer über einen langen Zeitraum nicht die ihnen eigentlich mögliche Leistung erbringen, kann der Chef zunächst eine Abmahnung und anschließend eine Kündigung aussprechen. Eine Kündigung hat deshalb in vielen Fällen nur geringe Erfolgschancen.

Viele Unternehmen entwickeln daher spezielle Coachingsystem für schwächere Mitarbeiter oder versetzen sie auf weniger anspruchsvolle Jobs. "Bevor eine verhaltens- oder personenbedingte Kündigung ausgesprochen werden kann, muss aber klar sein, dass ein Coaching gescheitert ist, etwa, weil der Mitarbeiter weiterhin stark unterdurchschnittliche Leistungen abliefert", sagt Timm. "In der Praxis haben Arbeitgeber gegen Minderleister, die nicht mit Vorsatz Minderleistungen abliefern, häufig nur wenig in der Hand".

Bild: picture-alliance/ obs

Im Kampf um Fach- und Nachwuchskräfte achten immer mehr Unternehmen auf die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter mit dem Job. Besonders kleine Betriebe würden der Arbeitszufriedenheit eine überdurchschnittliche Bedeutung beimessen, teilte das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) in Düsseldorf mit.

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Dabei spielten auch die Höhe der Gehälter und Sonderzahlungen eine wichtige Rolle.

Die demografische Entwicklung landete auf dem zweiten Platz. Vor allem Kleinunternehmen wüssten um ihre ungünstigere Position bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs, resümierte das ifaa.

Der Trendbarometer „Arbeitswelt“ belege, dass die Konkurrenz um Nachwuchs- und Führungskräfte steige. In der vorherigen Befragung hatte noch das Thema Arbeitszeitflexibilisierung im Vordergrund gestanden, das nun auf Platz drei zurückfiel. Dieser Rückgang sei unter anderem auch auf die teilweise rückläufigen Auftragseingänge, die sich erst im Laufe des zweiten Quartals 2012 stabilisiert haben, zurückzuführen.

Die kurzfristige Anpassung der Personalkapazitäten an das Ordervolumen sei damit nicht mehr so bedeutsam.

Die in den ersten Erhebungen jeweils als Top-Thema eingestufte Prozessorganisation hat nach und nach an Bedeutung verloren und liegt mittlerweile auf Rang sechs. Die Einschätzung lässt sich wohl mit dem in den Unternehmen zwischenzeitlich erreichten hohen Niveau der Prozessoptimierung erklären. Vielleicht spielen aber auch die im Durchschnitt guten wirtschaftlichen Ergebnisse eine Rolle, die dieses Thema unbedeutender werden lassen.

Das ifaa hat in der Zeit von März bis Juli 2012 die siebte Befragung zu Themen der Arbeits- und Betriebsorganisation durchgeführt. Rund 500 Teilnehmer aus Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und sonstigen Bereichen nahmen am ifaa-Trendbarometer „Arbeitswelt“ teil und spiegeln deren aktuelle Einschätzung wider.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 02.08.2012, 14:41 UhrBalduin

    Kenne keine Firma in Sachsen die auf die Zufriedenheit der MItarbeiter Wert legt, nur die Zufriedenheit der Unternehmer, welche den mordernen Sklavenhandel betreiben ist wichtig!! Sieht man doich überall, macht endlich die Augen auf und hört mit deisem Geschmiere auf!!!

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