Inside Chicago: Mein neues Leben in Amerika

kolumneInside Chicago: Mein neues Leben in Amerika

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Unser Reporter Florian Willershausen weilt für die nächsten zwei Monate bei der "Chicago Tribune".

Kolumne von Florian Willershausen

Sind die USA noch immer ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten? Sind die Amis tatsächlich so oberflächlich, wie andere behaupten? Glauben die echt, dass Hitler noch lebt? Unser Reporter erkundet die USA.

Den stoischen Putin-Verehrern unter meinen Lesern beichte ich es lieber gleich, ihr stoßt in sozialen Netzwerken ja sowieso drauf: Es gibt jetzt ein Foto von mir, auf dem ich mit der US-Flagge posiere. Die „Stars and Stripes“ habe ich westlich von Washington von einer Laterne entwendet, wo sie neben der Flagge von Virginia unbefestigt baumelte – und das übrigens, ohne gleich erschossen zu werden.

Ihr könnt dies gern als ultimativen Beweis für USA-Hörigkeit oder Russland-Hass missverstehen. Aber die Wahrheit ist: Nach vielen Reisejahren, die mich als Journalist insbesondere nach Osteuropa, Asien oder Afrika geführt haben, will ich der Vollständigkeit halber mal diesem Riesenland im wilden Westen näher kommen, den zuweilen mythisch verklärten USA: Ist das Land von McDonald's und Uncle Sam immer noch eines der unbegrenzten Möglichkeiten? Sind die Amis tatsächlich so oberflächlich wie andere behaupten? Glauben die echt, dass Hitler noch lebt?

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Deutschland verkauft immer mehr Waren in die USA. Quelle: dpa/Montage

Fest steht: Keine Nation spaltet den Rest der Welt so sehr wie die USA in ihrer Anundfürsichlichkeit. Wer im Geiste irgendwie noch im Kalten Krieg lebt, wähnt in Washington den großen Feind. Andere Europäer sehen die Amerikaner als großen Beschützer. Mancher hasst die Staaten für Sendungsbewusstsein und Arroganz. Andere kritisieren die lahme Ente Barack Obama für sein Zaudern im Syrienkrieg und dem frühen Rückzug aus Libyen, was Europa das Flüchtlingsproblem beschert hat.

Das wirkliche Leben in den USA

Journalisten sollten sich nie auf solches Schwarz-Weiß-Denken einlassen – und stets ihren Horizont erweitern. Darum habe ich mich um ein Arthur F. Burns-Fellowship bemüht, das in über 30 Jahren mehr als 500 deutsche und amerikanische Länder als Gast-Redakteure ins jeweils fremde Land geschickt hat.

Acht Jahre zuvor hatte mich das ähnlich aufgebaute Marion Gräfin Dönhoff-Programm bereits zum Kommersant nach Moskau geführt. Meine bisherigen drei Kurzzeit-Aufenthalte in den USA sind nicht genug: Ab sofort möchte ich Amerika in aller Tiefe beschreiben und meine Eindrücke hier teilen.

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Jetzt geht’s also los:

Seit dieser Woche bin ich als Gast-Redakteur für die „Chicago Tribune“ tätig, die größte Zeitung im Nordwesten der USA. Die Metropolregion mit knapp zehn Millionen Einwohnern ist vor allem für ihre hohe Kriminalität bekannt, doch rundherum haben sich auch viele deutsche Unternehmen angesiedelt.

Ich bin sicher, dass es von hier in den kommenden Wochen viele Wirtschaftsstories zu erzählen gibt – und auch dem Amerikaner selbst etwas näher kommen werde: Weit weg von der Hauptstadt Washington mit ihrer abgehobenen Polit-Elite oder dem völlig multikulturellen Leben New Yorks spielt hier das wirkliche Leben der USA.

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