Job hat in der Freizeit nichts zu suchen: Die meisten ignorieren den Anruf vom Chef

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Job hat in der Freizeit nichts zu suchen: Die meisten ignorieren den Anruf vom Chef

Von wegen dauernde Erreichbarkeit: Wenn der Chef anruft, rufen nur die wenigsten zurück. Noch unwichtiger sind den Deutschen verpasste Anrufe von Arbeitskollegen. Ganz anders sieht es da bei der Familie aus.

So wichtig wie viele Arbeitgeber es wohl gerne hätten, sind sie gar nicht. Das hat das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Telekommunikationsanbieters Tele2 herausgefunden. Nur zehn Prozent der Deutschen würden ihren Chef bei einem verpassten Anruf sofort zurückrufen. Auf die Frage, wessen Anruf die Umfrageteilnehmer getrost übergehen würden, nannten 40 Prozent den Vorgesetzten. Der Chef wird also schlichtweg ignoriert.

So treiben Sie Ihren Chef auf die Palme

  • Negativ-Argumente bei Gehaltsverhandlungen

    Wer statt seines Gehalts den Blutdruck seines Chefs in die Höhe treiben will, der sollte folgende Negativargumente beherzigen. Alle anderen sollten lieber einen großen Bogen um solche und ähnliche Sätze bei der Gehaltsverhandlung machen.

  • „Die Raten für mein Häuschen drücken. Jetzt brauch ich mehr Geld!“

    Ihr Chef ist kein Schuldenberater, also verschonen Sie ihn besser mit derart privaten Problemen. Außerdem bestätigt ein solches Eingeständnis, dass Sie nicht mit Geld umgehen können. Sie sind ein Risikofaktor für die Firma, die Gehaltserhöhung können Sie vergessen.

  • „Ich habe erfahren, was der Kollege Walter verdient. Jetzt will ich dasselbe!“

    Sie wissen doch genau, dass Ihr Chef es nicht mag, wenn sich seine Angestellten hinter seinem Rücken gegenseitig zuflüstern, was sie verdienen. Er bezahlt nur nach Leistung, das ist sein Gerechtigkeitsbegriff.

  • „Ich habe zehnjähriges Dienstjubiläum. Höchste Zeit für eine Erhöhung!“

    Die Forderung nach einem Sitzfleisch-Bonus wird bei Ihrem Chef auf taube Ohren stoßen.

  • „Sie haben die Wahl: Mehr Gehalt - oder ich bin weg!“

    Mit dieser Art von Erpressung kommen Sie bei Ihrem Chef nicht weiter. Sogar wenn Sie ein guter Mitarbeiter sind und er Sie braucht, wird er nicht auf dieses Angebot eingehen, um sein Gesicht nicht zu verlieren. Er würde nie eingestehen, dass er von jemandem abhängig ist.

  • „Wo wir gerade in der Sauna sind: Eine dienstliche Frage...“

    Ihr Chef wird die Vermischung von Privatem und Beruflichem nicht goutieren. Vielmehr wird er sich fragen, ob Sie sich nur bei ihm eingeschleimt haben, um Kapital daraus zu schlagen.

  • „Die Kollegen übertreffe ich bei weitem. Das sollte auch für mein Gehalt gelten!“

    Ihr Chef wird sich fragen, warum Sie Ihre Kollegen schlecht machen. Er wird Sie auch für einen Sprücheklopfer und Spalter halten, dafür hat keiner eine Gehaltserhöhung bekommen.

  • „Entweder mehr Geld. Oder ich mache Dienst nach Vorschrift!“

    Das klingt für Ihren Chef, als hätten Sie sich innerlich schon von Ihrem Arbeitsplatz verabschiedet. Dafür gibt es nicht mehr Geld, sondern höchstens eine Abmahnung.

  • „Ich könnte am Markt das Doppelte bekommen - oder sagen wir: ein Drittel mehr!“

    Ihr Chef wird Ihnen Realitätsverlust attestieren und Ihnen unter keinen Umständen noch mehr Geld geben, sonst könnten Sie noch vollends abheben. Er wird sich fragen, ob Sie auch in Ihrem Büro-Alltag so leichtfertig mit Fakten umgehen. Sie hätten mit so einem Spruch sein Vertrauen verloren.

Noch unwichtiger sind den Angestellten die Belange der Arbeitskollegen: Nur bei drei Prozent der Befragten stehen sie auf der Top-Rückruf-Liste. Männer rufen die Kollegen dabei noch eher zurück als Frauen. Die reagieren wiederum eher auf einen Anruf vom Vorgesetzten: Im Vergleich zu den Männern, die in 43 Prozent der Fälle den Anruf des Chefs ignorieren würden, sind es bei ihnen nur 35 Prozent.

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In der Karibik schwört man auf Voodoo-Zauber, um missliebige Menschen zu beeinflussen. Wirksamer sind andere Methoden. Quelle: Fotolia

Viel wichtiger als das berufliche Umfeld sind den Umfrageteilnehmern dagegen Freunde und Familie. 70 Prozent der Deutschen rufen so schnell wie möglich den Partner zurück. Bei verheirateten Paaren reagieren 86 Prozent auf den verpassten Anrufe der oder des Liebsten.

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Bei Menschen zwischen 18 und 24 Jahren nehmen die Freunde einen hohen Wert ein. Mehr als Drittel der Befragten rufen sie als erstes zurück. Sowohl Männer als auch Frauen stellen ihre Familie damit ganz klar an erste Stelle.

Die Behauptung, dass Menschen mit Karriereambitionen ihren Boss vor die eigene Familie und Partnerschaft stellen, scheint damit widerlegt.

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