Jobsuche: Meister sind seltener arbeitslos als Akademiker

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Jobsuche: Meister sind seltener arbeitslos als Akademiker

Bildung und vor allem Ausbildung schützt vor Arbeitslosigkeit. Doch wo es lange hieß, dass nur ein Studium gegen Jobverlust absichert, zeigt eine Studie nun: Wer auf Nummer sicher gehen will, besucht die Meisterschule.

Lange galt das Studium als Allheilmittel gegen Arbeitslosigkeit. Das hat sich geändert, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) belegt. Zwar sind Akademiker weiterhin selten von Arbeitslosigkeit betroffen - ihre Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt 2013 bei 2,5 Prozent - Techniker und Meister verlieren ihre Jobs aber noch seltener.

Seit der Wirtschaftskrise seien sie weniger von Erwerbslosigkeit betroffen als Hochschulabsolventen. Nur zwei Prozent der Arbeitslosen in Deutschland sind Meister oder Techniker.

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Dekra-Arbeitsmarkt-Report: Das sind die meist gesuchten Jobs 2015

  • Platz zehn

    Der Anteil von IT-Fachleuten, (Fach-)Informatikern und Systemadminastratoren lag bei den von der Dekra untersuchten 12.649 Stellenangeboten bei 1,91 Prozent. Das reicht für Platz zehn unter den meistgesuchten Jobs. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Verbesserung um einen Platz.

  • Platz neun

    Arzthelfer und medizinische Fachangestellte haben einen Anteil von 1,94 Prozent. Damit belegen sie den neunten Platz. Im Jahr 2009 war der Bedarf dagegen drastisch höher - damals belegten sie Platz zwei.

  • Platz acht

    Ingenieure der elektrotechnik belegen mit 1,98 Prozent der Stellenanzeigen den achten Platz. Insgesamt gehören Ingenieure zu den gesuchtesten Berufsgruppen, auch wenn ihr Anteil am Berufsfeld „Entwicklung“ das zweite Jahr in Folge abgenommen hat.
    Elektroingenieure können aus etwas weniger Angeboten wählen (28,6 Prozent der Ingenieurstellen); die Nachfrage nach Kandidaten mit Spezialisierung auf Maschinen- und Fahrzeugbau ist dagegen um fast vier Prozent gestiegen (26,2 Prozent).

  • Platz sieben

    2,18 Prozent der Stellenanzeigen richten sich an Elektroniker, Elektriker und Elektroinstallateure. Damit bleiben Elektroniker unter den technischen Ausbildungsberufen die Stars am Stellenmarkt. Ihr Anteil am Berufsfeld ist dennoch auf den Tiefststand gesunken.
    Bei den Elektro-Ausbildungsberufen ist der künftige Arbeitgeber häufig ein Zeitarbeitsunternehmen (29,3 Prozent).

  • Platz sechs

    Mit einem Anteil von jeweils 2,19 Prozent an den Stellenangeboten, belegen gleich zwei Berufsgruppen den sechsten Platz: Zum einen die Verkäufer im Einzelhandel, zum anderen die Vertriebs- und Verkaufsleiter.

  • Platz fünf

    Wirtschaftswissenschaftler, Betriebswirte und Wirtschaftsprüfer belegen den fünften Platz. Der Anteil an entsprechenden Stellenangeboten beträgt 2,34 Prozent.

  • Platz vier

    2,53 Prozent der Stellenanzeigen entfallen auf Software-Entwickler, Software-Architekten und Programmierer.

  • Platz drei

    2,97 Prozent der Stellenanzeigen entfallen auf Kundenbetreuer, Kundenberater und Help-Desk-Mitarbeiter.

  • Platz zwei

    Gesundheits- und Krankenpfleger haben Wirtschaftswissenschaftler an der zweiten Stelle des Rankings abgelöst. Daneben dürfte Klinikbetreiber die hohe Nachfrage nach Ärzten Kopfschmerzen bereiten: Ihr Anteil an der Gesamtstellenanzahl ist so hoch wie nie; sie haben den Sprung unter die Top-Ten-Berufe nur knapp verfehlt (Platz 11).

  • Platz eins

    Vor allem Call-Center mit Fokus auf den Kundenservice suchen momentan viele neue Mitarbeiter. 3,84 Prozent der 2015 veröffentlichten Stellenanzeigen richten sich an diese Berufsgruppe.

Schwierig ist die Lage hingegen noch immer für Personen ohne berufliche Qualifikation: Ihre Arbeitslosenquote erhöhte sich 2013 auf 20 Prozent. Nicht nur, dass es immer weniger Jobs gibt, für die keine Ausbildung nötig ist, mittlerweile veraltet Wissen auch immer schneller. Was heute der neueste Stand der Dinge ist, ist morgen schon völlig überholt.

Wer sich also nicht regelmäßig weiterbildet, hinkt schnell hinterher. "Dabei erleichtert eine Hochschulausbildung die berufliche Neuausrichtung", heißt es in der Studie.

Diese Tech-Jobs werden im Jahr 2020 gesucht

  • Business Analyst

    Der Business Analyst baut Brücken zwischen den Fachbereichen eines Unternehmens und dessen IT. Dazu untersucht er Geschäftsprozesse und Anforderungen der Fachbereiche und kommuniziert sie der IT-Abteilung, um die Umsetzung so reibungslos wie möglich zu gestalten. Dabei muss der Business Analyst über sehr gute kommunikative Fähigkeiten verfügen, da er sowohl die Perspektive des Unternehmens als auch die der Kunden verstehen und einbeziehen muss.

  • Cloud-Architekt

    Cloud-Computing wird für IT-Unternehmen immer wichtiger. Daher steigt auch der Bedarf an Fachkräften die eine effektive Integration der Cloud fördern. Cloud-Architekten sind in der Lage sowohl die Unternehmensseite zu berücksichtigen, als auch die technischen Herausforderungen zu meistern.

  • Data Architect

    Das Berufsfeld der Datenarchitekten gehört der IT-Architektur an. Der Data Architect identifiziert und beschreibt in Geschäftsprozessen zugehörige Daten und ihre Beziehungen. Zu den alltäglichen Aufgaben gehören Datenanalysen, Datenmodellierung, Datenintegration oder die Optimierung von Datenbanken. Der Bedarf an Datenarchitekten nimmt stetig zu.

  • Data Artist / Data Visualizer

    Data Artists sind die Künstler in der Tech-Welt. Sie gestalten visuelle Hilfsmittel wie Graphen, Charts und Infografiken um komplexe Daten und Auswertungen für die anderen Unternehmensbereiche und Kunden verständlich zu machen. Erfolgreiche Data Artists vereinen Kenntnisse aus der Wissenschaft, Mathematik und Datenverarbeitung mit kreativen Fähigkeiten und Kompetenzen im Umgang mit Gestaltungsprogrammen.

  • Data Scientist

    Mit den wachsenden Mengen an Daten steigt auch der Bedarf diese zu strukturieren. Damit befasst sich das Berufsfeld der Data Scientists, in Deutschland bekannt als Datenanalytsen. Mit Hilfe von Algorithmen extrahieren sie die für das Unternehmen nützlichen und verwertbaren Informationen aus den Datenmassen. In den USA ist die Ausbildung zum Data Scientist bereits sehr beliebt, in Deutschland steht sie noch relativ am Anfang. Datenanaylsten fühlen sich in der Mathematik und Statistik wohl. Sie arbeiten mit Datenbanken, Netzwerktechniken und Programmierungen.

  • Datenbankadministrator

    Der Datenbankadministrator befassen sich mit den Datenbanksystemen eines Unternehmens. Dabei gilt es zum einem die Informationssysteme zu installieren, konfigurieren, betreiben, überwachen und pflegen. Zum anderen betreibt der Datenbankadministrator das sogenannte Changemanagement.

  • Information Broker

    Auch der Information Broker, zu Deutsch Informationsvermittler befasst sich mit den entstehenden Datenmassen im Netz. Sein Berufsfeld ist aus der Verfügbarkeit von Online-Datenbanken entstanden. Für den Information Broker gibt es zwei mögliche Einsatzgebiete: zum einen kann er gegen ein Honorar die Recherche von Informationen übernehmen um Datenbanken zu "füttern", zum anderen kann er als Inhouse-Experte in einem Unternehmen tätig sein und die betrieblichen Datenbestände aufstocken. Ein professioneller Information Broker benötigt fundiertes fachliches und methodisches Wissen.

  • IT-Architekt

    Hinter dem IT-Architekten verbirgt sich ein Informatiker mit speziellem Wissen. Er erarbeitet Planungs- und Orientierungsrahmen, anhand derer sich IT-Projekte erfolgreich realisieren lassen. Besonders wichtig ist der ständige Abgleich zwischen der Ist- und der Soll-Architektur eines Unternehmens.

  • IT-Auditor

    Der IT-Auditor analysiert und bewertet IT-gestützte Geschäftsprozesse hinsichtlich ihrer Effizienz und Qualität, möglicher Risiken sowie der Einhaltung interner und externer Vorgaben. Er nutzt in seiner Arbeit Reports, um sicherzustellen, dass die Prüfungsziele effizient erreicht werden. Gleichzeitig beurteilt er die Risiken und Kontrollen des internen Kontrollsystems.

  • IT-Berater

    Das Berufsfeld des IT-Beraters ist weit gestreut. Im Allgemeinen beratet er Unternehmen im Bereich der Informationstechnik. Dies ist in der IT-Branche, in unterschiedlichen Wirtschaftsunternehmen oder in der öffentlichen Verwaltung, sowie bei Verbänden und Organisation möglich. Der IT-Berater benötigt Kenntnisse aus den Bereichen Informatik, Softwaretechnik und Betriebswirtschaft.

  • Netzwerkadministrator

    Größere Betriebe verfügen über Computeranlagen, mit denen Daten innerhalb des Unternehmens ausgetauscht werden können. Für deren Funktionsfähigkeit ist der Netzwerkadministrator zuständig. Er konfiguriert, betreibt, überwacht und pflegt Datennetze für Computer sowie integrierte Telekommunikationsnetze für Telefonie, Videokonferenzen oder Funknetze.

  • Requirements Engineer

    Der Requirements Engineer bewegt sich ähnlich wie der Business Analyst im Anforderungsmanagement. Sein Ziel ist es ein gemeinsames Verständnis zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber hinsichtlich des zu entwickelnden Systems zu erreichen.

  • SAP-Berater

    Der SAP-Berater ermittelt die Anforderungen von Unternehmen an die betriebswirtschaftliche Software SAP und führt diese in Unternehmen ein. In einem weiteren Schritt bildet er die Angestellten in der Nutzung der Software aus. Dazu ist der Berater nicht bei SAP angestellt. Er arbeitet direkt beim Anwenderunternehmen, bei einem IT-Dienstleister, bei Unternehmen für Softwareentwicklung oder auf selbstständiger Basis.

  • Security-Spezialist

    Der Sicherheitsspezialist versucht Datenlecks zu vermeiden und eine Strategie zur IT-Sicherheit zu entwickeln. Security-Spezialisten werden in jedem Unternehmen benötigt, welches eine komplexe IT-Infrastruktur hat.

  • Service Level Manager

    das Service-Level-Management, zu Deutsch Dienstgütemanagement befasst sich mit der Definition, Überwachung und Optimierung von Dienstleistungen in der IT-Branche. Der Service Level Manager ist verantwortlich die Leistungen der IT in Einklang mit den geschäftlichen Erwartungen zu bringen.

  • Software Engineering Specialist

    Der Software Engineering Specialist beschäftigen sich mit dem Design, der Entwicklung, der Instandhaltung und Evaluation von Software-Systemen.

  • Systemanalytiker

    Systemanalytiker, die im IT-Bereich arbeiten, modellieren Geschäftsprozesse und erstellen auf der Basis von Analysen die Anforderungen an IT-Systeme, die sie in Form von Anforderungsmodellen darstellen. Die Unterstützung eines Systemanalytikers ist vor allem dann von großer Bedeutung, wenn Prozessabläufe komplizierter werden. Die Hauptaufgaben eines Systemanalytikers bestehen darin, die Umsetzung und Installation von IT-Systemen fachlich zu begleiten sowie bereits bestehende anzupassen. Zudem müssen sie auch kommunikative Fähigkeiten bei Verhandlungen und Beratungen mit Kunden unter Beweis stellen.

  • Testmanager

    Ein Testmanager prüft IT-Systeme, die sich noch in der Vorbereitungsphase befinden. Er ist für die Konzeption, Planung, Steuerung und Prüfung des Prozesses zuständig. Außerdem dirigiert er den Testprozess, indem er sowohl Vorgesetzte als auch Kunden stetig auf den neuesten Stand bringt, was Qualität und Fortschritte des Systems betrifft.

  • Webdesigner

    Webdesigner arbeiten in der Regel für Software- und Datenbankanbieter oder Multimediaagenturen. Ihre Aufgabe besteht darin, Internet-Auftritte zu betreuen. Während Webdesigner in kleineren Agenturen üblicherweise für Gestaltung, Aufbau und die Verwirklichung des Corporate Designs zuständig sind, übernehmen sie in größeren Betrieben oftmals vorwiegend die Pflege für Layout und Design der Webseiten. Bei weiterführenden Aufgaben stehen ihm dann weitere Sachkundige zur Verfügung.

Bildung spielt im Übrigen auch eine Rolle, wenn keine Ausbildung gemacht wurde. Der Abiturient ohne Lehre kriegt immer noch leichter einen Job, als der Hauptschüler ohne Ausbildung. "Ein höherer schulischer Abschluss verbessert die Chancen am Arbeitsmarkt", bestätigen auch die Arbeitsmarktforscher. So war in der Gruppe ohne schulischen Abschluss fast jede dritte Person arbeitslos.

Mit Hauptschulabschluss halbierte sich diese Quote nahezu auf 17,8 Prozent. Bei Personen ohne Berufsausbildung, aber mit einem mittleren Bildungsabschluss lag die Arbeitslosenquote bei 9,8 Prozent.

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