Jobwechsel: So überleben Sie den ersten Tag

Jobwechsel: So überleben Sie den ersten Tag

Aller Anfang ist schwer: Egal ob Berufseinsteiger oder alter Hase – der erste Tag in einem neuen Unternehmen ist immer schwierig. Mit diesen Tipps wird der erste Tag nur halb so schlimm.

Die Kollegen warten gespannt auf den Neuen und der Neue ist fürchterlich aufgeregt: Der erste Tag im neuen Job ist immer spannend – unabhängig von der Berufserfahrung. Was ziehe ich an? Wie stelle ich mich vor? Organisiere ich einen Einstand?

Gerade Berufsanfänger sind nervös, aber auch Angestellten mit Berufserfahrung wird es vor dem ersten Tag im neuen Unternehmen mitunter etwas mulmig. Schließlich kennt man niemanden und weiß, wenn es ganz dumm läuft, nicht einmal, wie das Telefon funktioniert.

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Hinzu kommt, dass man für den ersten Eindruck eben keine zweite Chance bekommt: Binnen drei Sekunden urteilen die neuen Kollegen, ob sie den Neuen oder die Neue mögen. Ist die Entscheidung gefallen, lässt sie sich nur schwer korrigieren. Wer Glück hat, hat in einem Unternehmen mit einem guten Onboarding-Prozess angeheuert. Solche Glückspilze haben schon vor Arbeitsantritt all ihre Passwörter, Zugänge zum Firmennetzwerk, das Dienst-iPhone und sie wissen auch schon, wie die Kollegen heißen und was sie am ersten Tag erwartet.

Tipps für den ersten Tag im neuen Job

  • Der erste Tag: Was ziehe ich an?

    Ganz einfach: Fragen! Vor dem ersten Tag sollten neue Mitarbeiter nach dem Dresscode und bestimmten Regelungen fragen, etwa dem Casual Friday. Und zwar unabhängig davon, ob es der allererste Job oder eine neue Stelle ist. Wer sich unsicher ist, sollte lieber ein bisschen eleganter kommen. Denn unangebracht legere Kleidung hinterlässt keinen guten Eindruck. Eine Krawatte können Männer zur Not auch noch im Büro ausziehen. Für Frauen gilt ein natürliches Make-up und dezentes Styling.

    Quelle: Olaf Kempin, Gründer und Mitinhaber des Personaldienstleisters univativ.

  • Ausgeruht in den Tag

    Unaufmerksamkeit fällt auf! Nur leider nicht positiv. Müde Augen und fehlende Konzentration machen gerade am ersten Tag einen schlechten Eindruck. Achten Sie darauf, ausgeschlafen in den Tag zu starten.

  • Die Begrüßung: Wie stelle ich mich vor?

    Natürlich gehört der Händedruck zu einer Begrüßung dazu. Bei Großraumbüros reicht ein Gruß in die Runde. Ansonsten sollten Sie möglichst auf andere zugehen, sonst wirken Sie schnell unsympathisch. Bei der persönlichen Vorstellung ist es für das Gegenüber hilfreich und höflich, sich mit Vor- und Nachnamen vorzustellen. Mehr darüber, was man zuvor gemacht hat, wird ohne Nachfrage nicht erwartet.


  • Duzen oder Siezen?

    Ein „Du“, das einem zuvor nicht angeboten wurde, wird von vielen als unhöflich empfunden. Egal wie hipp oder jung das Unternehmen ist, wählen Sie lieber erst mal das Sie und warten Sie ab, bis Ihnen das Du angeboten wird. Sollten sich alle im Unternehmen duzen, versichern Sie sich, ob dies auch für alle Vorgesetzten gilt"

  • Fragen und Ideen

    Nutzen Sie den ersten Tag für vermeintlich „dumme Fragen“ und notieren Sie sich Namen, Abläufe und offene Punkte, die nicht sofort geklärt werden können. Auch Ideen müssen Sie nicht für sich behalten. Wer gleich am Anfang Initiative zeigt, macht Eindruck. Wichtig ist die Formulierung – vermeintliche Klugscheißer treten schnell ins Fettnäpfchen.

  • Die Mittagspause

    Auch hier gilt es, die Initiative zu ergreifen. Kollegen verraten sicher gerne, wo sie essen gehen. Meist kommt die Frage danach, ob Sie mitkommen, ganz von alleine, wenn Sie das Thema anstoßen. In der Kantine gilt das gleiche: Einfach fragen, ob man sich dazu setzen darf. Langfristig sollten Sie auch mal die Essenspartner wechseln, sonst verpassen Sie womöglich die Gelegenheit, weitere Kontakte zu knüpfen – insbesondere mit Kollegen anderer Abteilungen.

  • Der Feierabend

    Wer sein Werk getan hat, geht pünktlich. Es gibt selten Gründe, am ersten Tag Überstunden zu schieben. Viel wichtiger ist das gute Klima: Nutzen Sie den Moment der Verabschiedung, um sich bei Ihren neuen Kollegen für die Einführung zu bedanken.

  • Der Einstand: gleich am ersten Tag?

    Der Einstand soll dazu dienen, sich in lockerer Atmosphäre zu unterhalten und sich vielleicht einfach für die nette Aufnahme ins Team oder die Abteilung zu bedanken. Den richtigen Zeitpunkt dafür sollten Sie selbst wählen. Die Personaltrainerin und Buchautorin Susanne Helbach-Grosser empfiehlt den Einstand nach etwa vier Wochen, wenn man sich angenommen fühlt.
    Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass das Team an dem Tag im Büro ist. Uhrzeit und Dauer sprechen Sie am besten mit dem Vorgesetzten ab. Dann können Sie den Einstand auch rechtzeitig ankündigen. Der Umfang des Einstands richtet sich übrigens nach Job-Level. Für Berufseinsteiger eignen sich belegte Brötchen oder Pizza ebenso wie Kaffee und Kuchen.

Wer Mitarbeiter des Unternehmens einmal beim Vorstellungsgespräch und ein zweites Mal beim Unterschreiben des Arbeitsvertrages gesehen hat, kann zumindest darauf hoffen, vom Vorgesetzten beim Pförtner abgeholt und den Kollegen vorgestellt zu werden.

Es gibt leider aber immer noch eine ganze Menge Unternehmen, bei denen die Einführung neuer Mitarbeiter Glückssache ist. Dann bleibt es den Neuen überlassen, ob und wie sie ihren Arbeitsplatz finden, wie sie sich ihre Arbeitsunterlagen organisieren und sich den Kollegen vorzustellen. Das ist die denkbar schlechteste Alternative, aber auch damit kann man umgehen.

Bewerbungsbild Die Dos and Don'ts beim Bewerbungsfoto

Bloß nicht die Zähne zeigen, offene Haare sind ein No-Go? Solche Tipps rund um das Bewerbungsfoto finden sich zahlreich im Internet. Aber welche sollte man ernst nehmen? Die wichtigsten Punkte im Überblick.

Das perfekte Bewerbungsfoto. Quelle: Fotolia

Am ersten Tag kann man nämlich nicht so viel falsch machen. Schließlich weiß jeder, wie sich das anfühlt. Egal, ob man sich nicht sofort alle Namen merken kann, nicht mit jedem ins Gespräch kommt oder sich beim Mittagessen bekleckert – einen Strick dreht einem niemand aus solchen Patzern.

Nur unpünktlich sollten neue Mitarbeiter nicht sein. Idealerweise sind sie weder zu spät noch zu früh. 15 Minuten vor der Zeit ist das Maximum, sonst setzt man Vorgesetzte und Kollegen unter Druck.

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